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Biblia das ist: Die gantze heilige Schrifft / durch D. Martin Luther verteutscht: mit D. Pauli Tossani hiebevor aussgangnen Glossen und Ausslegungen
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3.4.1

CLAGE

beffer!

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natur

Liche

menschen darzu vne

den.

Cap. XIX.

S. Matthet.

1 D.. die von etliche verschnitten/ die von menschen ver|tüchtig gemacht wor- schnitten sind: Vnd sind etliche verschnitten/ D..wache/ in die sich selbst verschnitten haben/" vmb desdem fie die gab sich zu himmelreichs willen.* Wer es fassen mag/willig auffer der che der fasse es.

enthalten haben/ frey-

bleiben/ damit sie Gott

dienen vnd das him-

y

desto vngehinderter 13 Da wurden kindlein zu ihm gebracht/metreich/ so wot in ih- daß er die hande auff fie legte/ vnd bettet/Förderen/ 1.Cor.7.32- Die Junger aber afuhren sie an.

nen/ als anderen bee

35. Sonften/ wer disegabe nicht hat/ dem ist

b

14 Aber Jesus sprach: Laffet die kind:beffer frechen/ ats brunst lein/ vnd wehret ihnen nicht zu mir zu komen:u D.i. damit fie des Denn solcher ist das himmelreich.

leiden/ 1.Cor.7.9.

sto besser vnd mit weniger hindernus Gott dem HErzen dienen/

15 Vnd legt die hände auff sie/ vnd zog

vnd den göttlichen vnd von dannen.

humlischen sachen nachs

das

durch ben sich ans

e

denden und nach 16 Vnd sihe/ einer trat zu ihm/ vndtrachten mögen/ her sprach( s): Guter meister/ was sol ich gutsGottesderen zu beförderen, thun/ daß ich das ewige leben möge haben?17 Er aber sprach zu ihm: Was heissestufatfchlich mich gut? Niemand ist gut/ denn der einigereich damit zu verdices GOLT. Wiltu aber zum leben eyngehen/nen. Im gegentheit/ gwer dife gabe nicht hat so halte die gebott.

1.Cor.7.32, 33, 34, 35.Nicht aber/( wie diePapiftenlehren/) das himmel

dem ist besser/ daß erfreye/ denn brunst teite/ 1.Cor.7.9.

xt D. f. wer die

f

18 Da sprach er zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: Du solt nicht toden/ Du soltgabe fich zu enthatten nicht ehebrechen/ Du solt nicht stelen/ Du soltbrauche fie/ nach dem nicht falsch zeugnis geben/

empfangen hat/ der ges

tegenheit zulaffet.

es sein beruff oder ge- 19 Ehre vatter vnd mutter/ Vnd du solt( 7) Marc.10..13. Deinen neheften lieben als dich selbst( To).

Luc.18.15.

|

31

denn daß ein reicher ins reich Gottes komme.25 Da das seine Junger höreten/ entsatz-ten sie sich sehr/ vnd sprachen: Ey/ wer fandenn selig werden?

26 Jesus aber sabe sie an/ vnd sprach zuihnen: Bey den menschen ists vnmiglich/Aber ben Gott sind alle ding müglich( 4)27 Da antwortet Petrus / vnd sprach zuihm( s): Sihe/ wir haben alles verlassen(/vn sind die nachgefolget/ was wird vns dafür?28 Jesus aber sprach zu ihnen: Warlichich sage euch/ daß ihr/ die ihr mir seyt nachge:folget/ in der" widergeburt/ da des menschensohn* wird sizzen auff dem stul seiner herzlichfeit/ werdet ihr auch sizen auff zwelf stulen/vnd= richten die zwelf geschlechte Israel.29 Vnd wer verlässet häuser/ oder brusder/ oder schwester/ oder vatter/ oder mutter/oder weib/ oder finder/ oder acker/ vmb meines namens willen( 7)/ der wirds hundertfeltig nemen/ vnd das ewige leben ererben³).30 b Aber viel/ die da sind die ersten/ werden die letzten/ vnd die letzten werden die erften seyn( 9).Marc.1.20. Luc.5.11.

C

2

1 D.i. Wenn mandie menschen ansehen

wit vnd ihre verderbemöglich/ daß fie nicht

natur/ so ifts ihnen vne

die irdische müter liesber haben/ dann die

bittſche: vnd derwesren taffen/ damit sie die

gen die himtische fah

irzdische behaltenAber Gott ist allemachtig/ ter kan wor

die

schen andern/ daß sie

hertzen der mensund dieselbe hindangesdie eiterkeit der irdisſehen gutern, erkennensfeszt/ nach den huntin( 14) Luc.1.37.Jer.3.17. Zach.8.6.1Luc.18.28.gesagt/ Petrus habe

schen trachten.

vnd 18.27. Job.42.2.

( 15) Marc. 10.28.

t Matth.8.14. wird

ein haus zu Capersnaum gehabt/ in wets

ches er mit Chrifto gesnemmen/ daß die Apostes vertassen/ daß fienichts eigenes behjais

gangen: darauß abzus

stel nicht dergestalt alsalles vbergeben/ vnd

ten hatten/ wie heutisges tages die Mönche

im Papftiumb: jon=nichts haben aufhais

dern/ daß sie sich durchten lassen/ Christonachzufolgen.

( 16) Matth.4.20.u D.i. in jenem teben/ da alles wird erneweret werden/ vnd das fterblicheanstehen die unsterblichkeit/ Act.3.21.1.Cor.1.42,43,53. 2.Pet.3.13. Apoc.21.1, Andere fügen diewort/ in der widergeburt/ zu den vorhergehenden. x R. zu richten die lebendigen vnd die

y D.i. durch solche 20 Da sprach der jüngling zu ihm:' Das toden. y Diß ist auf menschliche weis gesagt: vnd wil Chriftus damit zu verstehen geben/ daß dieauflegung der hånden hab ich alles gehalten von meiner jugend auf/ hafftig vnd vber andere glider der Kirchen erhaben werden: wie ein weltlicher König seine geheime Rächs

fegnete.

z Verft. für sie: m Was fehlet mir noch?

daß Gott sie mit den

erfüllen ihnen alle

feel bescheren/ vnd sie

gaben des H. Geistes 21 Jesus sprach zu ihm:" Wiltu vollkomrecifahrt an leib vnd men seyn/ so gehe hin/ verkauffe was duvor allem vnfaht gnde haft( 11)/ vnd gibs den armen( 12)/ so wirstu ei-a D.. schatten bie nen schatz im himmel haben/ Vnd komm vndjenige/ welche die kin folge mir nach.der gebracht hatten,

diglich behüten wolte.

Chriftum also. vbers

Apoftet/ im jüngsten gericht/ seine benfizer seyn/ vnd nachgehnds feiner herzlichkeit im himmel werden theita

läßt neben sich fitzen/ wann er gericht halt/ oder in gemeiner Reichsverfamtung fizet.2.+ Rnicht nur durch ihr exempel/ da sie geglaubt/ da andere Ifraeliten vnglaubig verblieben/ wie von denNiniviten gesagt wird/ Matth. 12.41. sondern auch mit ihrem Confens vnd beyfahl 7 dergleichen vona D.i.vielfältig: dieweil vns

treffen/ Luc.12.30. Apoc.21.14.

( 17) Deut.33.9.

allen gläubigen gefagt wird/ 1.Cor.6.2.3. Apoc.3.21. Wiewol die Apoftat andere hierinn werden vberaGod/ an statt der zeittchen güteren/ die wir vertieren/ die geiftliche vnd himliſche aüter gibt. N. verzeibung der sünden/ gerechtigkeit/ heiligkeit vnd das ewige leben: an skatt vnferer irzdiſchen freunden/ deren

wir beraubt werden/ macht er vns zu Kinderen Gottes/ Brüderen vnd Miterben Christi. S. Luc.18.30.( 18) Job.42.12. b Als wolte er sagen: Vertasset euch nicht eben darauf/ daß ich:

euch für andern beruffen habe/ vnd ihr die erste gewesen seyt/ die mir gefolgt/ dann es ist nicht genug/ daßman wol anfange/ wann man nicht beharret. Sonst komt wol einer/ der am letzten ist beruffen worden?dem zuvor der am erften war beruffen worden: wie solches in folg. Cap. durch das gleichnus/ vendenc Dder/( vich) letzte.( 19) Matth.20.160

Marc.10.13. N.daß sie 22 Da der jingling das wort höret/ gieng arbeitern im weinberg/ erkläret wird.lieffen vnd mit den tiet er betrübt von ihm: Den er hatte viel guiter.

nen kinderen aufhalten

vnd bemühen wolten/

0

23 Jesus aber sprach zu seinen Jüngern:

da er doch mitt andern Warlich ich sage euch ein reicher wird

grössern vnd wichti

gern geschäfften beta- schwerlich ins himmelreich kommen( 3).

den wäre.

Marc.10.31. Luc.21.30.

Das XX. Sap.

a. Durch die gleichnus der arbeitern in dem weinberg/ die zu vnderschiedlichen stunden gedingt/ vnd in den weinberg gesendet worden/ des abends aber

b Od. Lasset ab 24 Vnd weiter sage ich euch: Es ist leich gteichen tohn empfangen haben/ lehret Christus/ wie er die/ ſo ihme dienen wer-

von den kindern.

Die Ninder des ter/ daß ein famel durch ein nadelöhr gehe/

Bunds sind wie hier

der Juden kinder waren. Sonsten werden die kinder der vngläubigen vnrein genennt.Cor.7.14. Und.Solcher/ d.i. die zu ihm kommen od. gebracht werden: warunder nicht allein die jenige zu verstehen/ soalters halben noch kleine kinder/ sondern auch ohne falsch/ heucheley vnd hochmuth find/ wie die kleine kinsder/ S.drob.18.3.d Dise Ceremoni ware nicht nur bey Eynweihung der Kirchendiesneren üblich/ sondern auch bey anderem sonderbarem fegnen. Genef.48.v.14.( 8) Marc.10.17.Luc.18.7.18.e Als wolte er fagen: Weil du mich nicht für Gott erkennest/ sondern für einenbloffen Menschen/ so soltestu mir nicht also schmeichten vnd liebkosen/ mit disem herzlichen titel.

f Di. Niemand gebüret diser titel eigentlich/ denn Gott / dieweil er von sich selbsten vollkommenlich gut ift/ vnd ein vrsprung alles guten: darfür hattestu mich nicht. g Christus antwortet disfem Jüngling/ nach seiner frag; Er hatte gefragt/ was guts er muffe thun/ das ewige leben zu erlangen;darauftonte Chriftus nicht anders antworten/ denn wie er ihm geantwortet hat/ dieweil das gesatz oderdie gebott Gottes/ die einige regel vnd richtschnurr sind aller guten wercken. Darauf folget aber nicht/daß der mensch die gebott Gottes vollkommentich hatten/ vnd durch des gesetzes werck tonne selig werden:

denn das widerspict( ehret Paulus / Rom.3.20. Gal.2.12,16. Es wird uns aber das gesatz fürgehatten;

auf daß wir auf demselben vnsere fünden ternen erkennen vnd zu Chrifto gebracht werden/ Rom.3.12.Gal.3.24. Wie dann Chriftus disen Jüngling zu dem end auf das gesetz weiset/ damit er ihm seine versmessenheit benemme vnd ihm zu verstehen gebe/ daß ihme noch sehr viel mangle/ vnd er die vollkommenheit/ die er ihme einbudet/ noch nicht erreicht habe: welches der weg war/ ihne dahin zu bringen/ daßer die seligkeit nicht in sich selbsten/ sondern in Chrifto fuchte. h Der Jüngling wußte wol/ welthe die gebott Gottes waren/ aber er meinte/ Chriftus wurde newe gebott auf die bahn bringen.

i Chriftus meidet hier allein die gebott der andern Tafel dieweil die vbertrettung in denselbenaugenscheinlicher als in den gebotten der ersten Tafel/ vnd die Juden sich ihres Gottesdiensts viel rühmesten/ mitterweit aber ihren nächsten durch geitz vn vngerechtigkeit vndertruckten: da fie doch die liebe Get-es/ durch die liebe des nächsten/ fotten bezeugt haben: dann/ wer den nächsten nicht liebt/ den er fihet/ wiefolte er Gott lieben/ den er nicht fihet. 1. Joh.4.20.( 9) Exod.20.12. Deut.5.17. Rom.13.9.

k Diß gebott begreifft in fumma alle gebott der andern Tafel.'( 10) Lev.19.17. Matth .

22.39.Marc.12.31. Gal.5.14. Jac.2.8.

1 Hier betreugt sich der Jüngling selbsten/ in dem ermeinet/ er habe die gebott Gottes vollkommentich gehalten/ dieweil er fie cufferlich gehalten/ da doch Gottin seinem Gesetz auch einen innerlichen gehorsam erforderet vnd nicht allan die eusserliche werck vndwort die wider seine gebott streiten/ verbeut/ sondern auch alle böse gedancken vnd begirden/ Rom.7.7.nd war das eine grosse vermessenheit an ihm/ daß er darff sagen/ er habe das gehatten: Du soit deinennächsten lieben als dich selbst: da er doch bald mit der that das widerspiel beweiset,m Gr.Borinn komme ich noch zu kurz?n Diß ist nicht die meinung/ ais wenn der Jüngling/burch das eufferliche werck des Almosens / hätte können vollkommen werden: dann das widerspict lehretPaulus / 1.Cor.13.3. sondern Christus/ dem die beschaffenheit des Jünglings wot bekant war/ hat durchdiß einzig crempel ihne vberzeugen vnd seine vnvollkommenheit an den tag bringen wollen/ daß er nem-lich das Gesatz nicht gehatten vnd weder Gott vollkommentich vertrawe/ noch seinen nächsten vollkommenlich liebe/ sintemat er sich wägert/ auf des HErzen befeht/ den armen sein gut zu geben/ welches aucherscheint auß.23. Dann/ wer das Gesatz vollkommentich haltet/ wird nicht schwerlich/ sondern gewiß-lich in das reich Gottes tommen. Rom.10.5.P Verstehe/ der sein vertrawen auf sein( 13) Marc.10.23. Luc.18.24. Prov.II.

6.19.1.Tim.6.19.

7.28.

0 Gr. Besitzungen.

( II) Luc.12.33. vnd 16.9.

( 12) Matth.

teichthumb fezet/ wie es Marc.10.24. crttárt wird.9 Diß war ein Sprichwort vnder den Juden/ damit die vnmöglichkeit eines dings* Oder/ wie etliche meinen/ ein schifffeit.

ward zuerkennen gegeben.

e

den/ beichnen wolle/ 17. Weissact von seinem leiden/ tod/ vnd auferstehung/20. Antwortet der Mutter der finderen Zebedei/ auf ihr begeren/ ftrafft ihrenchrgeiz/ 25. Vnd vermahnet seine Jünger zur dennut. 29. Machet beyJericho zwen blinde sehend.

a

As himmelreich ist gleich einem* hausvatter/ der dammorgen außgieng/ arbeiterzu mieten in seinen weinberg.2 Vnd da er mit den arbeitern eins ward vmb einen

a Die rede batChristus eingeführt

das zubekräfftigendes vorgehenden Car

was er im letzten vers

pitels gelchret/ wie vna

der anderem auch aufdem fola 16.vers abzus

nemmen.

b D.i.der zustandder Kirchen Gottes

groschen zum taglohn/ sandte er sie in seinen auf erden und die beweinberg.

ruffung eines jedemmenschen/ zu dem himsmelreich.

c Gr.cinem menaschen/ der ein Herz des

3 Vnd gieng auß vmb die dritte stunde/vnd sahe andere an dem" marckt' missig hauses ist.stehen/

d Oder/ mit dermorgenstund.

e

Gr.

4 Vnd sprach zu ihnen: Gehet shr auch. Denarium. E thehin in den weinberg/ ich wil euch geben wasrecht ist.

brob.18.28.Apoc.6.64

f Od. des tags. Jndiser gleichnus mußman vnderscheiden der

5 Und sie giengen hin. Abermal gieng er taglohn eines arbeis

ters/ welcher auf versdienst gegeben wird/ von dem lohn/ den Gott seinen finderen auß gnaden verheißt vnd gibet. Darumbauch das ewige teben nicht allein ein lohn/ sondern auch eine gab oder gnadenceschenck Gottes genennetwird. Rom.6.23.g Nach dem Aufgang der Sonnen zu rechnen/ wie die Juden die stundendes tags zehleten/ die den tag in zweiff stund getheilet/ wie zu sehen; Joh.11.9. Also daß die stund von eilffbis zwelff die letzte frund des tages vnd der arbeit war/ vnd die dritte stund mit vnserer nennten stund vorMittag vbercin kam. Durch die onderfchiedliche stunden/ die in diser ateichnus gemeldet werden/ versteshen etliche das vnderschiedliche Alter der welt; daß etliche vor dem Gefeh/ etliche vnder dem Gesetz/ etlische nach dem Gesetz/ vnd vnder dem Evangelio von Gott zu seiner zeit beruffen werden. Andere versstehen das vnderschiedliche Alter des menschen: daß ettiche in ihrer jugend/ etliche in ihrem mannbarencttiche in sheem hohen atter beruffen werden. Es gehet aber dife gleichnus fürnemlich auf die Juden/welche vor den Heyden waren beruffen worden/ vnd den Herden ihre feligkeit mußgonten.h Hiersdurch wird verstanden dise welt oder das gegenwärtige teben.

i Durch dise werden verstandens

die ausserhalb der Kirchen sind ord Gett nicht dienen. Dann wann einer schon viel arbeitet vnd grossemih vnd flaf anwendet/ fo ist es doch für Gott ein müffiggang/ wann solches nicht auf wahrem glauben/shme zu ehren und nach seinem willen geschihet.

D

auß