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Biblia das ist: Die gantze heilige Schrifft / durch D. Martin Luther verteutscht: mit D. Pauli Tossani hiebevor aussgangnen Glossen und Ausslegungen
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S. Johannis.

JOI

auf das Osterfest kommen/ den Tempel von den fäufferen vnd verfäufferen gereiniget/ auch wider die Juden/ daß erfolches zu thun befügt seye/ erwiesen habe/ Cap. 2. Wicer Nicodemum einen Phariseer in den hauptstucken derwahren religion vnderwisen habe/ fürnemlich von der nothwendigkeit vnd natur der geistlichen widergeburt deß menschen/ von seiner erhöhung am creus/ deren die ehrene schlang ein fürbild gewesen/ vnd von der nothwendigkeit vndfrucht deß glaubens anjhne: wie Johannes der Täuffer/ als Jesus in Judæam fommen war/ nochmalen bezeugt habfür den Juden/ daß nicht er/ sondern JEsus der wahre Messias seye/ vnd daß an ihn glauben müsse/ wer da begertfeelig zu werden. Cap. 3. Wie Christus/ als er widerumb in Galileam gezogen/ vnd gen Sichar kommen/ mit einem Samaritischen weib bey einem brunn geredt habe/ von dem lebendigen wasser/ welches er den gläubigen gibt/ deß-gleichen auch von dem ort vnd der weiß der anbettung: vnd wie dasselbige sampt vielen Samariteren an ihn geglaubthabe: wie die Galileer ihn aufgenommen/ vnd er zu Capernaum eines Königschen sohn geheilet habe. Cap.4.Wie er einen mann/ der 38. jahr zu Jerufalem bey dem tench Bethesda franck gelegen/ auf den Sabbath mit einemwort gesund gemacht; worüber die Juden jhn suchten zu toden/ wider welche sich Christus verantwortet vnd beweisetnicht allein mit dem zeugnuß Johannis/ sondern auch mit seinen wercken/ vnd mit der Schrift/ sonderlich auß Mose /daß er der sohn Gottes seye. Cap.5. Wie er 5000. mann mit 5. broten gespeiset hab: auf dem wasser gewandlet:das volck/ daß sie ihm vmb deß brots willen nachgefolget/ gestraffet/ vnd sie vermahnet nach dem brodt deß lebens zutrachten/ das vom himmel kommt/ vnd dessen fürbild das Manna gewesen: daben auch gelehret/ daß er dasselbige brotseye/ vnd daß mann sein fleisch essen vnd sein blut trincken müsse: welches alß es die Capernaiten vbel verstanden/ erihnen eigentlicher erkläret/ daß seine wort geistlich zu verstehen seyen/ nemlich daß man an ihn glauben müsse: weß-wegen etliche feiner Jüngeren von ihm abgewichen/ die 12. aber ben ihm verbliben/ welchen er gesagt/ daß einer außihnen ein Teuffel seye. Cap. 6. Wie seine verwandten ihn vermahnet haben/ auf daß Fest der Laubhütten hinaufzuziehen/ welche er lassen voran ziehen: was das volck auf dem Feft von ihm geredt habe: wie er so wohl mitten im Fest/als amend desselbigen das volck gelehret/ daß seinelehr deß Vatters sene/ welches viel geglaubt/ die Phariseer aberwidersprochen: vnd wie diejenigen/ welche an ihn glaubeten/ den H. Geist wurden empfangen: wie darvber ein zwey.tracht vnder dem volck entstanden/ die Phariseer jhn gesucht zu fangen/ vnd Nicodemus jhn verantwortet. Cap. 7.Wie er ein weib im ehebruch begriffen nicht wollen verdammen: das volck gelehret/ daß er das liecht der welt sey/ vndnicht von sich selber zeuge/ sondern der Batter/ der ihn gesandt habe: die Phariseer vberzeugt/ daß sie keine rechte finder Abrahams seyen/ sondern finder vnd knechte deß Teuffels/ vnd daß er vor Abraham gewesen seye: worvber sie jhnfreinigen wolten. Cap. 8. Wie er einen blindgebornen sehend gemacht: welches als es die Phariseer erfahren/ siedenselben erforscher/ vnd da er die wahrheit frey bekennet/ gelåstert vnd hinauß gestossen: welchem der Herz sich vol-liger geoffenbahrt/ vnd den Phariseeren ihre geistliche blindheit verwisen. Cap. 9. Auch gelehret daß der rechte hirtsur thüren solle hineingehen: daß er der gute Hirt seye/ vnd fein mietling: daß er noch andere schaf habe/ dieerberzuführen müsse; daß er gutwillig sein leben für die schaf lasse: wie er an dem Fest der firchwenhe auß seinenwercken erwisen/ daß er der versprochene Messias seye; vnd wie viel an jhne geglaubet/ Cap. 10. Wie er Laza-rum von Bethanien/ welcher schon vier tag todt gewesen/ von den todten auferwecket: worvber die Hohenpriefter sich berathschlagt ihne zu toden/ auß forcht/ daß das volck an ihn glauben wurde: welches der HohepriesterCaiphas/ in dem er vnwissend geweissagt/ gut geheissen/ vnd wie die Hohenpriester befohlenhaben ihne zu greif-fen/ wann er auf das Fest kommen wurde. Cap. 11. Wie er zu Bethanien von Lazaro vnd seinen schwesteren zueinem Abendmahl geladen worden; da Maria seine füsse gefalbet/ welches Judas gescholten/ er aber verthädigerhat: wie die Juden lazarum gesucht haben zu toden: wie er seinen königlichen einritt auf einem esel in die stattJerusalem gethan: seinen tod den Jüngeren vorgesagt: seinen Batter gebetten/ der ihm mit lauter stimm geant-wortet: das volck in seinem liecht zu wandlen vermahnet: wie Jesaias von der Juden verstockung zuvor geweissagt:wie viel obersten anjhne geglaubet/ solches aber nicht bekennen dorfen: wie er vermahnet/ daß man an ihn glaubenfolle/ als der seine lehr vom Vatter empfangen habe. Cap. 12. Wie er seinen Jüngeren die füsse gewäschen/ vndbarben sie nach seinem exempel zur demiit vnd vnderdienstbarkeit vermahnet: vber seinen verzäther geklagt/ denselben geoffenbaret vnd gestraft: seinen Jüngeren/ daß er bald werde verkläret werden/ verkündiget/ vnd sie zur liebevermahnet: Petro seinen fall vorgefagt. Cap. 13. Wie er feine Jünger vnderzichtet/ wo er hingehen werde/ namlich in seines vatters hauß/ vnd Philippum gelehret/ wer sein Batter seye: den Jüngeren verheissen/ daß dervatter ihnen geben werde/ alles was sie in seinem nammen denselbigen bitten werden; vnd daß er ihnen den heiligen Geist senden wolle: sie auch vermahnet/ ihn vnd sein wort zu lieben. Cap. 14. Wie er sich einem weinstock/fie aber den råben verglichen/ vnd dadurch sie vermahnet/ daß sie in ihm früchte bringen sollen: fürnemlich sich vn.der einandern zulieben: auch wider den haß vnd verfolgung der welt sie getröstet/ vnd den geist der wahrheit jhnen verheissen. Cap.15. Wie er ihnen die verfolgung/ so sie von den Juden zu gewarten haben/ vorgesagt/ vnd sie semeshingangs wegen getröstet/ mit der verheissung deß heiligen Geistes/ vnd dessen kräftiger würckung/ deßgleichenauch daß sein leiden nicht lang wehren solle/ vnd in frewd verwandlet werden: vnd daß der Vatter allzeit ihr gebåtterhören werde: wie er auch ihr zerstrewung ihnen verfündiget. Cap. 16. Darnach beschreibt er sein Hochpriesterlichampt/ wie er ein fürtreflich gebått zu seinem vatter gethan habe/ erstlich für sich selbst/ daß der vatter ihn ver-flåren wolle/ darnach für seine elf Apostel/ daß er sie für dem vbel bewahren wolle/ auch für alle die durch ihr wortan ihn glauben wurden/ daß er sie in der einigkeit erhalten/ vnd seiner herzlichkeit theilhaftig machen wolle/ Cap.17.Darvber beschreibt er sein leiden/ so wohl im dlgarten/ da er von Juda verrathen/ vnd von den friegsknechten/welche er vorhin zu boden geschlagen/ gefangen worden/ alß in dem hof deß Hohenpriesters Cajaphas/ da ihnPetrus dreymal verläugnet/ vnd er vom Hohenpriester befragt worden: vnd in dem richthauß für dem Landpfle-ger Pilato/ welcher aufs erst die Juden/ darnach Chriftum befragt/ aber keine schuld an ihm gefunden/ deßwegen getrachtet/ durch mittel der gewohnheit/ daß man auf Ostern einen vbelthäter loß gelassen/ jhne zu erledigen:wie aber das volck/ daß nicht er/ sondern Barrabas los gelassen wurde/ begehrt habe. Cap. 18. Wie Pilatus ihngeißlen/ von den kriegsknechten verspotten lassen/ vnd also los geben wollen: die Hohenpriester aber geruffen/ daßman ihn creuzigen folte/ welches endlich Pilatus bewilliget/ vnd ihn den friegsknechten vberantwortet/ die ihrgecreuziget/ die anklag zu seinen haupten gehäftet/ vnd seine kleider durchs los getheilt haben: wie seine mutter dar-ben gestanden/ welche er Johanni befohlen/ vnd nach dem er mit effig getränckt worden/ den geist aufgegeben/ da-her ihm die bein nicht gebrochen worden: vnd wie Joseph von Arimathia sampt Nicodemo jhne begraben. Cap. 19.Wie er am dritten tag von den todten wider auferstanden/ welches erftlich Mariæ Magdalenæ durch zween Engel/ vnd gleich darauf von Chrifto selber geoffenbaret worden/ gleichwie auch am abend den vbrigen Jüngeren/da Thomas nicht bey ihnen gewesen/ welcher es nicht glauben wollen/ vnd nach acht tagen eben denselbigen/ daThomas bey ihnen gewesen/ der seine seite berastet/ vnd darvber geglaubet. Cap. 20. Wie er sich nachmals sei-nen Jüngeren/ als fie gefischet/ an dem meer ben Tiberias geoffenbaret/ da er Perrum in sein ampt gefehet/ vndihm seinen außgang verkündiget hat: vnd hiemit beschleußt Johannes sein Evangelische histori. Cap. 21.

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Cap.