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6.
gleichnuß vom wind
Cap. III.
S. Johannis.
p Durch diese 8 Der wind blåset wo er wil/ vnd duwill Chriftus zwey horest sein sausen wol/ aber du weissest nichtBaf gleich wie man von wannen er komt/ vnd wohin er fehret:
ding lehren erstlich/
den wind/ welchen
Gote auß heimlichen 2 Also ist ein jeglicher/ der auß dem Geist ge-Pfal.135.7. nicht fihet/ boren ist.
örteren kommen laßt
noch eigentlich weist/von wannen er tomt/
9 Nicodemus antwortet/ vnd sprach zuBnb gleichwol feine ihm: Wie mag solches zugehen()?
Vnd
trafft vnd wirckung
wol mercket vnd spú-
10 Jesus antwortet/ vnd sprach zu ihm:set/ in dem man sein Bistu ein meister in Israel/ vnd weist das
Fausen höret/ vnd fihet/
wie er die bäume vnd nicht?
andere ding beweget
vnd vmbwirfft: Also
ob man schon
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11 Warlich warlich ich sage dir:" Wir re-
hätigen Geist nicht den das wir wissen/ vnd zeugen das wirfihet/ vnd seine Göttite gesehen haben/ vnd" jhr nemet vnser zeugnisgreifflich ist jedoch nicht an.
empfinden wir dieselbe
moht in vnsern hertzen/
vnd left sie sich sehen in
12 Glaubet ihr nicht wenn ich euch vondem daß fie in vns irdischen dingen sage: wie würdet jhr glau-die fünde in vns tiger ben wenn ich euch von himlischen dingen safrüchte der gerechtig gen würde?
würcket/ dieweil fie
vnd aufreutet/ vnd
teit vnd heitigkeit her: 13 Vnd niemand' fehret gen himmel dennach/ gleich wie den der vom himmel hernider kommen ist( 7)/
für bringt. Dar
wind niemand hinde-
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ren oder aufhatten nemlich des menschen sohn/ der bim himniemand hinderen die mel ist.
tan: Also tan auch
wirckung des heiligenGeistes in den außersVmb sot
14 Vnd wie Moses in der Wüsten einewchten; Bub fole Schlange( s) erhöhet hat/ also muß des menschen sohn derhöhet werden:
cher gleichnuß willenist der H. Geist amPfingstag mit einemftarcken wind auf dieApostel gesendet worden/ Act.2.2.
q † D.i.des Gei
fres würckungen wir
fru wohl gewahr/ aberwie es zugehe/ begreis
7.5.
15 Auf daß alle/ die an ihn glauben/ nichtverloren werden/ sondern das ewige lebenhaben( 9).
16. Also hat Gott die welt geliebet/ daßfeftu nicht. Ecclef. it. er seinen eingebornen sohn gab: Auf daß al( 6) † Johan. 6. le die an ihn glauben/ nicht verloren werden/† N. das in den sondern das ewige leben haben( 0),
$.52.
Propheten so offt/ vndso heiter gelehrt wird.f Jch/ vnd meine
17 Denn Gott hat seinen sohn nicht ge-diener/ die ich gebrans sandt in die welt/ daß er die welt" richte/ son-che/ das Evangelium dern daß die welt durch ihn selig werde( 1).Welchen damahls Jo 18 Wer an ihn glaubet/ der wird nichtder fürnemsten einer gerichtet( 2): Wer aber nicht glaubet/ der istD.i. das gereis schon gericht: Denn er glauber nicht andenBatter vns offenba namen des eingebornen sohns Gottes.
hannes der Täuffer
war.
ist/ vnd das Gott der
vet hat. † S. Joh.
7.16.vnd 8.28. vnd 14.#.24.
u Er redet von
m
19 Das ist aber das gerichte/ daß dasliecht in die welt kommen ist/ vnd die men-
bem größten hauffen schen liebeten die" finsternis mehr denn dasdrund.#.32. 06. liecht/ denn ihre werck waren böse.
der Juden: Wie auch
ihr: N. ihr Oberste
vnd Phariseer. Joh.7.
7.48.
zo Wer arges thut/ der hasset das liecht/
* D. i. wenn ich vnd kommet nicht an das liecht/ auf daß sei-euch die geheimnuß newerck nicht gestrafft werden:
deßreichs Gottes durch
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gleichnussen/ von irdischen dingen hergenommen/ zu verstehen gebe: Gleich wie ich dir jetz das geheim-nuß von der widergeburt deß menschen durch die gleichnuß vom wind hab zu verstehen gegeben.
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handlet/ vnd sich mit
21 Wer aber die warheit thut/ der' fomt D. i. aufrichtigan das liecht/ daß seine werck offenbar werden: Denn sie sind in Gott gethan.
rechtem ernſt guter
werck befleissiget.f Di. nimmt die lehr
vnd heit sich an die
22 Darnach fam Jesus vnd seine Jungerin das" Jüdische land/ vnd* hatte daselbst sebe.sein wesen mit ihnen/ vnd' tauffet.
23 Johannes aber tauffet( 3) auch noch
Z
a
t Od. daß sie inGott gethan seyen:d.i. als in Gottes ges
genwart/ nach seinem
willen vnd befeht.u D.i. aussert Jesrufalem in die grentzen
zu Enon/ nahe bey Salim: Denn es warviel wassers daselbst. Vnd sie kamen dahin/ deß Jüdischenlands.vnd liessen sich tauffen.
24 Denn Johannes war noch nicht insgefengnis gelegt.
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25 Da erhub sich eine frag vnder denJungern Johannis sampt den Juden/ vberder reinigung.
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x D. enthielt sichdaselbst
y Zwar nicht selbersondern durch seineJünger. Drund. c.4.*.2,8.
( 13) Matth . 3..6.Marc.1.5.Luc.3.7.z Ist ein státtlingewesen am Jordangelegen/ vnder dem
Ist ein landlin
Benjamins. Eihe/
1.Sam.9.4.
b Od.wasser: d.i.flüß od. bach: Weildiejenigen so von Jo-
26 Vnd famen zu Johanne/ vnd sprancer bey Liberias.chen zu ihm: Meister/ der bey dir war jenseit gewesen in den grenzendem Jordan/ von dem du zeugetest(+)/ sihe/der tauffet/ vnd jederman komt zu ihm.27 Johannes antwortet/ vnd sprach:Ein mensch fan nichts' nemen/ es werdejhm denn gegeben( s) m vom hirmmel.28 Ihr selbst seyt meine zeugen/ daß ichgesagt habe/ ich sey nicht Christus/ sondernvor ihm her gesandt( 17).
hanne getauft wur-teibern in as we
den/ mit ihren ganzen
giengen. S.Matth.3.Io.Act.8.38.
c Darein Herodesihn hernach hat werfen
taffen. Matt.14.3.
d Od. streit.
e Ob nemlich die
reinigung, die im Gesder Heb.p.10.Db.bie
sez Mosis war befolylen worden/ von wels
29 Wer die" braut hat/ der ist der breutgam/ der freund aber des breutgams stehetvnd höret jhm zu/ vnd frewet sich hoch vber Taufe Johannis/ ob.des breutgams i stimme: Dieselbige meinefreude ist nun erfüllet.
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30 Er muß wachsen( 18)/ ich aber mußabnemen.
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31 Der von oben herkomt/ ist vber alle:Wer" von der erden ist/ der ist von der erden/ vnd' redet von der erden: Der vom him-mel komt( 9)/ der ist vber alle/
32 Vnd zeuget( 20) was er z gesehen vndgehöret hat/ vnd sein zeugnis nimit a nie-
mand an.
33 Wer es aber bannimt/ der verfigelts/daß Gott warhafftig( 2) sey.
34 Denn welchen Gott gesandt hat/ derredet Gottes wort: Denn Gott gibt denGeist nicht nach demmaß.
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35 Der vatter hat den sohn lieb/ vnd hat
jhm alles in seine hand gegeben( 2)
36 Wer an den sohn glaubet/ der
hat
y D.i. wenn ich euch die hifitiſche ding vnd geheimnuß des reichs Gottes schleches/ wieste an das ewige leben( 23)/ wer dem sohn nicht
ihnen selber beschaffen sind fürtragen würde/ ohne vergleichung mit jrdischen dingen.
z D.i. verstehet vnd begreifft die himmlische geheimnuß deß reichs Gottes/ Nemt. von sich selbst/oder/ ist aufgefahren/ d.i. mit seinem verstand durchgedrungen zu vollkommener erkantnuß himlischerdingen/ belangend den rath Gottes von der seligkeit der menschen/ denselbigen den menschen zu offenbaa Nemt. da erren. S. Prov. 30.4. Matth. 11.27. Joh.1.18. vnd 6. 46. † Rom . 10. 6.menschliche Natur angenommen/ vnd vom Vatter zu einem mittler in die welt gesandt worden.( 7) † Joh.6.62.Eph.4.9. b Nach seiner Göttlichen natur/ nach welcher er himmetvnd erden erfüllet. Denn nach seiner menscheit war er dazumal noch auf erden: von dannen er hernachgen himmel gefahren. † Heb.1.3. Col.1.17.( 8) Num.21.9. † 2. Reg. 18.4.
c † D.i. an einem hohen pfal aufgchengt hat/ damit sie von allen/ so von den feurigen schlangengebissen worden/ gesehen wurde auf daß sie heil wurden. d D.i. ans Creutz aufgehenget/ vndalso getödet werden. S. drund.8.28. vnd 12.32.( 9) † Joh.3.36. e D.i.alle außerwehlten in der gantzen welt zerstrewet/ Juden vnd Heiden/ † Joh.11.51,52. 1. Joh. 2.2.f Hie redet Chriftus nicht von der gemeinen liebe/ mit welcher Gott alle seine Creaturen liebet/vnd ihnen guts will/ daß sie nemlich erhalten werden/ vnd nicht zugrund gehen: sondern von einer son-derbaren liebe/ vmb welcher willen er ihnen ein sonderbares gut/ nemlich das ewige leben/ in Chrifto geben wil. S. weiter von diser liebe Gottes/ Rom.5.6,8. vnd 8.31. g Also daß er ihn erst
lich in seinem ewigen rath zu vnserm Mitter vnd erlöser verordnet: darnach in der fülle der zeit in diewelt gesandt hat/ daß er vnser fleisch annemmen/ in bemselben den todt leiden/ vnd für vnsere sünde bezahten solte.h D.i. verdamme von wegen( 10) † Luc.19.10.Joh.3.36.1. Joh.4.9.vnd 5.12.ihrer sünd. Dena Chriftus ist kommen für vnsere sünde zu bezahlen/ vnd vns von der verdamnuß zu erlösfen. Es redet aber allhie Christus von seiner ersten zukunfft/ in welcher er kommen ist/ als ein Mittlerond Erlöser/ auf daß alle/ die an ihn glauben nicht verlohren werden: in der anderen wird er kommen/als ein Richter/ vnd wird die/ so seine gnad vnd den verdienst seines tods durch vnglauben verworffenhaben/ verdamen. i D.i. alle menschen in der welt/ die an ihn glauben/ so wol Heiden als Juden.( 12) Joh.5. 24. vnd 6.40,47. vnd 20. 31. k Vermög( 11) Luc.9.56.Joh.12.47.der ordnung Gottes/ vnd des vrtheils/ das er schon in seinem wort gefellet hat/ vnd allen vngläubigenvertündigen läst: wiewol die execution bis zum Jüngsten gericht verschoben wird.verdamnuß/ od die vrsach der verdamnuß. m D.i.der Sohn Gottes / der das liecht des Evangelijvom himmel mitgebracht hat. S.drob.1.5,7. n D.i.jhrejrethum/ vnd Gottloß wesen.
1 D.i.die
o D.i. die tehr des Evangelij/ durch welche sein vnglaub vnd Gottloses wesen entdecket vnd ge-Strafft wird. P D.i.nimmt das Evangelium nicht an. 9 † D.i. entdeckt werden/ vnd erderselben vberzeugt werde. Vergl. Eph.5.13.
m
die Tauffe/ welche
durch die Jünger
Christi verzichtetward/ besser/ heiligervnd nutzlicher ware:vnd ist zu vermuthen/daß die Jünger Joshannis die Lauffe ih=
res Meisters/ ettichereinigung nach dem
vnder den Juden die
Gesetz andere diefür die beste haben hatsten wollen.
Tauffe Chrifti werden
f N. die Jünger
Johannis.dan/ ju Berhaba
g dem
Joh.1.28.
( 14) Matt. 3.. II.
Marc.1.7. Luc... 16.
Joh.1.15,26,34.
h Ais wolten siefagen: Das ist der
dance/ den er dir gibemuß/ das du ihm geges
für das herzliche zeugs
ben hast/ daß er dir andeiner ehr vnd ansehen
groffen abbruch thue
und die leuth von dirzu sich zeucht.i D.i.fic kommen in
grosser menge.beruf komt von Gott/
k D.i. eines jeden
vnd mag niemand sichdesjenigen anmassen/ darzu er von Gott nicht beruffenift. Nem hab ich schon zuvor bezeuget/ daß ich nitder Messias/ sondern allein sein diener vnd vorbott sene. Derhalben kan ich nicht die chr/ die Christo alleingebúrct/ mir zumeffen: vnd solt ich auch darumb nicht eyfferen/ daß ich ihm als dem Herzen weichen vndden vorzug lassen muß. 1 D.i.kein ampt rechtmässig vnd mit gebürendem fortgang bedienen od.etwas N.gutes empfangen.( 15) Jac.1.17.Heb.5.4.D.i.von Gott.S.Matt.21.25.( 16) Joh.1.20.( 17) Mal.3.1.Matt.11.10.Marc.1.2. Luc.1.17.vnd 7.27. Joh.1,21,23.n Hievergleicht Johannes die Chriftliche tirch cirrer braut/ Chriftum dem Bräutigam/ sich abervnd andere kirchendiener den freunden deß Bräutigams, die ihm seine braut zuführen sollen. S.2.Cor.11.2.vnd drund.15.15.Eph.5.25. o D.i. ich der Freund vnd getrewe diener deß Bräutigams/ derich die Braut zu Christo ihrem Bräutigam gebracht habe/ die er nun selber empfangt vnd anredt.p Vielmehr als daß er ihn neyden vnd sich seiner ehr halben bekümmeren solte wie ihr thut.q Wann er seine braut empfangt vnd aræedt. I Dieweit schon vil Chriftum für den rechten Heiland der welt vnd Bräutigam feiner firchen erkennen vnd chren.( 18) Act.6.7.Meine person betreffend durch das gefängnuß vnd zeitlichen todt: Mein ampt aber durch diettare offenbarung Christi/ der meiner hinfüre nicht bedörffen wird. t D.i. vom himmel; wie baldfolget. Derselbe der von oben komen/ ist Chriftus/ der eingeborne Sohn Gottes. S.Luc.1. Joh.8.23,78.u Auferden geboren vonjrdischen vnd schwachen Elteren: Wie alle heilige manner vnd dienerGottes nicht weniger als andere menschen: Od. der ein blosser mensch ist/ natürlich geboren.* D.i.jrzdisch: von erd vnd staub/ vnd menschlichen schwacheiten vnderworffen.y D.i.tan die himtische geheinmurffen Gottes nicht begreiffen noch außsprechen: Vnd erstrecket sich sein verstandvnd rede nicht weiter/ dann auf jridische vnd weltliche ding: Od. er redtats cin bloffer mensch/ ob wohl ermit Gottes Geist begabet ist.( 19) 1.Cor.15.47.( 20) † Joh.5.30. vnd 8.26. vnd 12.49.PHỐI4.IO.2 D.i. dessen er von sich saber gewisse vnd vollkommene wissenschafft hat. S.drob.v.11.a D.i.sehr wenig/ schier niemand/ † in ansehung der groffen menge der jenigen/ die ihn verswerffen: Wie auß dem folgenden. erscheinet. b+ Od. angenommen hat. c D.i.durchseinen beyfal vnd glauben/ gleich als mit seinem figet/ bekräfftigts vnd bestätigts/ † daß er die verheissfungen Gottes wahrhaftig hatte.( 21) Rom.3.4. à D.i. Christus. e Nichtals ein gemeiner Prophet/ sondern als der grosse Prophet/ von welchem Deut. 18.18. f Verst.ihm. g Die gaben des H. Geistes. h D.t, zum theit/ wie den gläubigen vnd predigeren deß-7.22.Evangeliums/ 1.Cor.12.11. Eph.4.7.fondern vollkomlich/ vberschwencklich. S. Pf.45.8. † Joh.1.16.i † D.i. feinem gewalt vnderworffen.( 22) Matt.11.27.vnd 28.18.Luc.10.22. Joh.5.22.vnd 17.2.Heb.2.8,( 23) † Joh.3.16. vnd 6.47.1. Joh.s.io.
glaubet/