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Evangelium
Cap. IV.
Gr. geherchet/ glaubet der wird das leben nicht sehen/ son-| daß ich nicht hieher komen müsse zu schöpffen.
d.i. der nach seinem bes
feht an ihn nicht glares dern der zorn Gottes bleibet vber jhin.
bet/ Rom.1..5. Der
gehorsam wird in der H.Schrifft für den glauben/ vnd der vngehorsam für den vnglauben offt genomemen/ dieweil das fürnemste stück deß gehorsams/ den wir Gott schuldig seind/ ist/ daß wir an ihn glauben.1 Dessen nicht theilhaftig werden/ wie drob.v.3. † Vergl. Pf. 34.13.
a † Bi also förchteten/ daß sie ihr anseshen bey dem volck mehrdurch Chriftum/ atsJohannem verlierenwurden daher sie mitneid vnd has wider jynje langer je mehr ent-sündet wurden. Joh.11.48.( 1) Juh.3..22,26.
b Damit er
Das IV. Cap.
Chriftus zeucht auß Judea in Galileam/ 4. Reiset durch Samariam/6. Ruhet bey dem brun Jacobs/ da er mit einem Samaritanischen weib von
dem rechten lebendigen waffer ein geſpräch bätt/ 16. Zeigt ihren an/ daß ihm20. Sie wird von ihm vnderwiesen von der wahren anrufung 25. Bnd
jhr vergangenes teben bekant seye/ darauß sie schleußt/ daß er ein Prophet ware/
daß er der Messias seye/ der da kommen solte/ 28. Welches sie den cynwohneren ihrer statt verkündiget/ die zu ihm hinauf kommen/ 31. Er saget seinen
Jüngeren/ was ſein ſpeiſe ſen/ vnd daßf die zeit der rechten Geistlichen Ernd
vorhanden seye/ 39. Viel der Samariter glauben an ihn/ 43. Als er inGalileam tommen/ heitet er eines tönigschen krancken sohn zu Capernaum.
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Mit dien worten
will Christus erstlichdem weib zu verstehen
geben/ daß er kein bloßeonder
all ihr thun vnd heim.
17 Das weib antwortet/ vnd sprach zujhm: Ich habe keinen mann. Jesus spricht zu wahrer Gott w/ demjh: Du hast recht gesagt/ ich habe keinen man:18 Fünf männer hastu gehabt/ vnd dendu nun haft/ der ist nicht dein mann. Dahastu recht gesagt.
19 Das weib spricht zu ihm: HEr/ ichsehe daß du ein Prophet( 6) bist.
20" Vnser våtter haben auf
auf* diesem
lichkeit bekant/ ind ofbat erin ihr wollen ersmeinen talvendurst nach
fenbahr ware: darnach
wecken wahren
von welchem er zu ihrgeredt: N. ein herzli
ches verlangen nach
der gnade Gottes vndverzeihung ihrer sünden/ die jhr entdecket
dieſem vnd vor augen gefelle
A nun der HEr innen ward/ berge angebetet/ vnd ihr saget/ zu Jerusalem . Ehemann.sey die stett/ da man anbeten solle.
2
y
P
( 6) † Luc. 7.16.
vnd 24.19. Joh.6.14
rede des Samariti
21 Jesus spricht zu ihr: Wetb/ glaube u Dis ist eine ennemir/ es kommet die zzeit/ daß ihr weder aufdiesem berge/ noch zu Jerusalem werdetvatter aanbetten.
Wiewol Jesus selber
b
Rom 22
nicht vor der bestimmten nicht tauffet/ sondern seine Jünger.)
zeit seinen feinden in 3 b Verließ er das land Judea/ vnd zog
die hande tame. t Joh.7.30. c † Ben dan
nen er zuvor naher Jeerusalem gezogen war/C.2.12. d Berst.dasland Samaria/ welches zwischen
C
wider in Galileam.
4 Er mufte aber durch Samariam reisen.
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, Da fam er in eine statt Samarie/ dievnd Galileatag/ t also heisset Sichar/ nahe bey dem dörflin/ dasJudes in Gatilcam Jacob seinem sohn Joseph sgab( 2).6 Es war aber daselbst Jacobs brunn.
daß der grade wegauß
waz durch Samariam.Luc.9.51,52. vñ 17.11.
genant. f Od.ackers
e Senft Sichem Danun Jesus muide war von der reise/ satztefeld/ ertgut/ ſtil lands. er sich also auf den brunn/ vnd es war vmbweiß.( 2) Gen.3.19. Die isechste stunde.
gt.Testaments
eno 48.22. Jof.24.32.
h Den Jacob vor 7. Da kompt ein3- icen hatte graben tas wasser zu schöpfen.Gib mir trincken.
fen/ vnd ber den namen
von ihm behalten: wiewoht dessen Moses nitgedenckt. i D.i.vmb
k
8 Denn seine Jünger waren in die stattfonne im heissesten ist. gegangen/ daß sie speise kauften.
den Mittag/ † da die
S.Joh.11.9.
k D.i. auß dem 9 Spricht nun das Samaritische weibfie wohnet nicht in der zu ihm: Wie bittestu von mir trincken/ so duftact Samaria / sonder ein Jude bist/ vnd ich ein Samaritisch weib?I Dieweil die Sa Denn die Juden' haben keine gemeinschafftvolck waren/ von heyd mit den Samaritern.
En stattlin Sichar.
maritanez ein gemengt
nischen volckeren vnd
denen/ die von den zehen stammen waren übe
# 105.8.48.gl
10 Jesus antwortet/ vnd sprach zu jhr:big batcben: hatten auch Wenn du erkennetest die" gabe Gottes/ vndein gemengle religion wer der ist/ der zu dir sagt/ gib mir trincken: duIfraelitisch was: S." betest jhn/ vñ er gebe dir lebendiges wasser).II Spricht zu ihm das weib: Herr haftuJuden nachtharen/ vn doch nichts/ damit du schöpfest/ vnd der brun
2.Reg. 17.24 Bu dem/
so hatten die Samaristaner/ damit sie es den
ett. von ihnen zu sich
tockten/ einen besendes ist tief/ woher hastu den lebendiges wasser?
ren Lempel gebauetauf dem bergGarizim/
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ſchen
gion( will sie sagen) ist
den
für
recibs. Die Bell-die befte zu haltent
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welche die Ultvättervnd Patriarchen ge
tel
( 7).
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de
Ihr wisset nicht was ihr anbettetWir wissen aber was wir anbeten: Denn* das heil kommet von den Juden().23 Aber es komt die zeit/ vnd ist schon jezt/daß die warhaftigen anbeter werden den vatster fanbetten im geist vnd in der warheit:Denn der vatter wil anch haben die ihn alsoanbeten.
24. Gott ist ein geist)/ vnd die ihn anbeten/ die mussen ihn im geist vnd in der warheitEpt.6.18-940s.
anbeten.
k
1
25 Spricht das weib zu ihm: Ich weißdaß Messias kommet/ der da Chriftusheißt: Wenn derselbige kommen wird/wird ers vns alles verklindigen.
m
n
die Attoäter aufdie berg Gottange
habt haben. Nun ha
ruffen vnd Gott gediesnet: Darumb ist vnserReligion beffer/ denn
der
Juden/ dieweil wirdienen: die Juden asantworten Strezeit kommen/ vnd
auf disem berg Gott
ber zu Jerusalem.Hiers
stus/ erstlich. 21. daß
die
schon fürhanden sey/daß der wahre Gottes
ort werde gebunden
seligkeit/ glaub/ gehors
der SamaritanerRes
ligion falsch seye/ dies
26 Jesus spricht zu jhr: Jch bins/ der weil sie N. eine gemensmit dir redet( 0).
27 Vnd vber dem kamen seine Junger/vnd es nam sie wunder/ daß er mit dem weiberedet: Doch sprach niemand: Was fra:gestu? oder/ was redeftu mit jhr?
0
28 Da ließ das weib shren krug stehen/vnd gieng hin in die statt/ vnd spricht zu denPleuten:
P
gete vnd halb heydnissche Religion war/welche die Altvätter
nicht gehabt. Derhalrühmten: authatten fe teinen befehl
lich auch
29 Kommet/ sehet einen menschen/ der man ihm einen Zimmir gesagt hat alles was ich gethan habe/ bfest audienober nicht Christus sey?
pel baten solte/ ihmseinen anzurufefen. S. Deut.12.5,11,14.1.Reg.11.32. Pl.76.
die
fes
vh
feet
far
bra
nu
dienst an tein gewißfem: Wie denn der
der
fredenma
wahre Gottesdienstdarinn nicht bestehet/
fen
tha
so
nem erth andetefonder in wahrer Get-fam/ anrufung Gottes
daß
hen
denden
2c. Darnach.22. daß
ihne
hab
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watdet/
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habhore
mal
Sa
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vnd
tem erwehlet/ da er
die fiatt Jeruſa
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Got
wohnen wolte/ vnd da
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c Juden: wel
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fchickenicht
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weit f
gehor
gen w
gelift
leifche
4.Lu
Ofter
30 Dagiengen sie auß der statt/ vnd ka
12 Bistu mehr denn vnser vatter Jacob/ men zu ihm.chem sie ihren fat chen d'vns disen brun gegeben hat/ vnd er hat dar
2.Macc.6.2.
mit dem fürgeben/ jhr
Gottesdienst übeten auß getruncken/ vnd seine finder/ vnd seintempet wäre eben so viche?heiiig/ ja heitiger/ ats
der Tempel zu Jeru atem. Darumb waren
nen feind/ vnd gefi attesten nicht/ daß jemand
13 Jesus antwortet vñ sprach zu jhr: Wer
Ihnen die Juden spine diß waffer trincket/ den wird wider dirsten:14 Wer aber deß waffers trincken wird/von den shrigen ge- das ich ihm gebe/ den wird ewiglich(+) nit durbätte. S. Luc. 9.53. sten: Sondern das wasser/ das ich ihm geben
meinschafft mit ihnen
† Joh.8.48.
von Christo selbs/ der
m Et.verstehen es werde/ Das wird in ihm ein brun des wassersvns von Batter zu eis werden/ das in das ewige leben quillet().15 Spricht das weib zu jhm: Her? gib mir
nem setigmacher gegesben/ vnd geschenckt ist.
3. † S. auch 1.Reg.
9.3. 2.Chr.7.12.
x † N. Garijim/allda Manasse/ der
bruder des Hohenpries
fters Jaddus/ als er/dem gesatz der Judenzu wider/ die tochterSannaballath eines Samaritanischen Oberften( S. Neh. 6.) zur ehe genommen/ vnd darüber verTempel gebawet/ hiemit eine trennung angerichtet hat/ vnd zu einem Hohenpriester daselbst gemachet
floffen worden/ daß er sich zu den Samaritern begeben/ durch zuthun ſeines Schwähers einen newerswerden. Daher nachgehends greffer streit zwischen den Juden vnd Samaritern entstanden betreffendorth/ da man anbetten solle. S. 2. Macc. 6.2. Jofeph. Antiq. 1.11. c.8.
den
y † Dadurchz † Gr. stund.a † D.i. nicht werdet verbunden seyn/ mehr an disem als einem anderen orth anzubetten. 1.Tim.2.7.8. b † Od. ihr bettet an/ das ihr nicht wisset. D.i. allwo jhr nicht versichert seyt/ daß man
wird allhie der gantze offentliche vnd aufserliche Gottesdienst verstanden.
da Gott dienen solle/ als bessen ihr keinen befeht habe/ wie wir Juden haben von dem Gottesdienstweiß/ wie ihr ihm dienet/ gedient werden solle.den man im Tempel zu Jerusalem verzichten solle: so sent ihr auch nicht versichert/ daß Gott auf solche
e
( 7) † 2. Reg.17.29.
Rotonde dasselbige wasser/ auf daß mich nicht dürfte/ † d. das heit/ d.i. der Heyland vnd die ſeligmachende lehr. Jef.2.3. Rom.9.5.
Gottes verstanden werden/ die er vns in Christo anbeut/ N.vergebung der sünden vnd ewiges teben.n † Od. hättest gebetten: c.o D.i. lebendigmachendes. Verse.den H.Geist/ der vns wi-dergebieret/ vnd vnfere matte feeten vnd zerschlagene gewissen/ als ein frisches vnd helles quellwasser/ er-quicket vnd mit lebendigem troft erfüllet/ in dem er vns versichert der gnade Gottes vnd vergebung vn-ferer fünden durch Christum , † daß wir nimmermehr in verzweiflung gerathen/ noch verlohren wer-den/ ob vns schon bißweiten in schwären zufällen vnd anfechtungen nach trost dürftet. S. Jef.12.3. Joh.6.3).mộ 7.38,39,( 3) † Jer.2.13. P+ Die Samaritaner rühmten/ daß sie von Jacobdurch Joseph hertamen/ ob woln sie mehrtheils von den Heiden gewesen/ die auf Assyrien dahin geseztworden.S.2.Reg.17.vnd Jof.Antiq.1.9. q Auch denselbigen brunn vnd das leibliche wasserhatte ihmen Jacob/ eigentl. zu reden/ nicht gegeben/ sondern Gott / wie zu sehen Pfal.104.#. 10.D.i.Gott vermehret seinen außerwehtten je långer jemehr die gaben des H. Geistes/ biß fie in jenem leben die vollkommenheit erlangen vnd ewig selig werden.( 5) Jel.7.38.
( 4) jah 216,47.54,58. I
ches von den frommen vnd Gottseligen Juden zu verstehen/ vnder welchen Chriftus sich selbs begreifft.d Dieweil wir den wahren Gott anbetten/ vnd ihm dienen/ wie er in seinem wort befohlen hat.Dieweit die wahre kirch Gottes/ auffer welcher kein heit/ damals ben den Juden gewesen:vnd war auch bey ihnen das heytsame wort Gottes/ welches hernach andere von ihnen bekommen haben.( 8) † Gen.12.3. vnd 18.18. vnd 22.18.vnd 26.4.Heb.7.14.f D.i. Gott dienen durch den innerlichen geshorsam des hertzens/ welchen der H. Geist in vns würcket/ vnd ihn mit wahrem glauben anruffen/† also daß sie nicht an gewisse örter/ oder aufserliche Ceremonien werden gebunden seyn/ wie im altenZestament.D.i. ohne heucheter/ vnd nicht durch aufserliche opfer/ welche nur schatten gewefen von dem/ das zukünftig war: sonder in wahrer gerechtigkeit vnd heiligkeit. S.Rom. 12.1, 2.h † Gr. sucht auch solche/ die 2c.i † D.i.cin geiftlich vnsichtbar wesen/ vnd will dero-wegen/ daß mit einem solchen dienst ihme gedient werde/ der mit seiner natur überein komt/ d. i. innerlich vnd geistlich ist/ vnd auß einem aufrichtigen vnd gläubigen hertzen herkomt.( 9) † 2.Cor,3.7.17k † S.von disem wort/ Joh.1.42.1 D.i.bald tommen soll.in Was vns nöthig ist zu wiffen vom wahren gottesdienst/ vnd von der ewigen seligkeit.n † N. der Messias/ von dem du sagst/ daß er kommen soll.ot N.Sichar/.s. P † R. der statt.
( 10) † Joh.9.37.
9 † Rauch heimliche vnd verborgene
ding.r † Od. ist diser nicht Chriflus?† N.die cynwohner der statt Sichar.t † N. von der speiß/ die wir zum mittagmahl gekaufft haben.
32 Er
mann
Herod
Luc.8.