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Biblia das ist: Die gantze heilige Schrifft / durch D. Martin Luther verteutscht: mit D. Pauli Tossani hiebevor aussgangnen Glossen und Ausslegungen
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41

ור

Cap. XI.

S. Johannis.

36 Da sprachen die Juden: Sihe/ wie

( 10) Job.9.7. hat er ihn so lieb gehabt.

r Wider die vnsgläubige spotter/ von

37 Etliche aber vnder ihnen sprachen:welchen im vorgehen- Konte der/ der den blinden die augen aufge-*.17. Gr. er ist viertäs than hat( 0)/ nicht verschaffen/ daß auch dieserD.i. die wunders nicht stürbe?

f N.in dem grab.S.

gig.

same auferweckungdeines bruders/ das

traft Gottes gesehen

tet wird.

u Hierauß erschei

f

38 Jesus aber ergrimmet abermal indurch die heratiche ihm selbst/ vnd kam zum grabe: Es war abervnd fein ehr aufgebrei eine fluft/ vnd ein stein darauf geleget.39 Jesus sprach: Hebet den stein abe.die erweckung Lazari Spricht zu ihm Martha/ die schwester desaber Christus/ als ein verstorbenen: HEr/ er stinckt schon: Dennwahrer mensch/ den er ist vier tage gelegen.

net/ daß er ihn vmbgebetten hab. Wiewol

Batter angeruffen/ so

rerGott mit dem Bat-

hat er doch als wah 40 Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nitter zugleich gewircket gesagt/ so du glauben würdest/ du soltest diegene traft erwecket: herzlichkeit Gottes sehen?

wnd Lazarum durch ci-

Wie auß dem erschei

net/ daß er ihm schlechtbefiehlt herauß zu kom

41 Da huben sie den stein ab/ da der ver:storbene lag. Jesus aber hub seine augenJoh.5.21. Er hat aber empor/ vnd sprach: Batter/ ich dancke dir/in dem gebrauch seiner daß du mich" erhöret hast: lac.5.14.

als derselbige mittler

macht/ welche er geshabt/ die todten aufzuswecken/ sich dem willen

deß Batters vnder

worffen. Phil.2..7.8.Heb.10.7.

* Dieweit der wit

len deß Sohns mitdem willen deß Vatsters allezeit vbereinstommt.

( 11) Joh.12.30.y In dem sie sehen/daß ich meine wunders

42 Doch ich weiß/ daß du mich allezeit

119

53 Von dem tage an° rathschlugen sie/wie sie jhn tödten.

54 Jesus aber wandelte nicht mehr freyvnder den Juden/ sondern gieng von dannen in eine gegend/ nahe bey der Wüsten/ ineine statt genant Ephrem/ vnd hatte sein wesen daselbst mit seinen Jüngern.

q

55 Es war aber nahe die Ostern der Jużden/ vnd es giengen viel hinauf gen Jerusalem auß der gegend/ vor den Ostern/ daß siesich reinigeten.

D.i. beschlosssen sie in ihrem rath/daß sie zc.

fatem vnd daselbst her-umb.

p N. von Jerus

and. Ephraim :

dadurch etl. verstehendie statt Ephraim od.Ephron/ davon 2.

Chr.13.19.Chrifius gehattenin deren er gecrewziger

r War die leztes

so

worden.

f Dieweil den unsreinen/ die fich an etawas verunreinigethatten/ nicht erlaubt

war/ das Paſſah zu2.Chr.30.15,16.

hatten. S.Num.9.6.

t Od. ob er auch

56 Da stunden sie vnd fragten nach Jesu /vnd redeten mit einander im tempel/ wasdüncket euch daß er nicht kompt auf das fest?57 Es hatten aber die Hohenpriester vnd auf das fest commenPhariseer lassen ein gebott außgehen/ so je- werde.mand wüßte/ wo er were/ daß ers anzeigete/daß sie ihn griffen.

Das XII. Cap.

erhorest: Sondern vmb des volcks willen()/ Maria gefatbet/ 4. Darüber Judas murret 7. Chriftus aber sie ver-

y

das vmbher stehet/ sag ichs/ daß sie glau-ben/ du habest mich gesandt.

43 Da er das gesagt hatte/ riefer mit lau:

ter stimme: Lazare/ kom herauß.

Chriftus fizet zu Bethanien mit Lazaro vber tische/ 3. Und wird vonthädiget 10. Die Hohenpriester trachten auch Lazaro nach dem leben/ dies

weil

vmb seinet willen viel an Chriftum glaubten/ 12. Chriſtus thut ſeinen

eynritt in die statt Jerusalem / wird von dem volck mit frewd vnd glückwünsschung/ als der König Jfraels/ empfangen/ 20. Etliche Griechen begeren

von der frucht seines tods/ durch die gleichnuß eines weißenkörnteins/ zuzuſchen/ ſprechen Philippum deftegen an/ 23. Dabey Chriſtus antas

nimt

44 Vnd der verstorbene fam herauß/ gefündiget er tiberumb feinen tod/ vnd was für frücht derselbe mit ſich bringen

werck thue nicht durch bunden mit" grabtüchern an füssen vnd han-

zauberen oder teufels:

die kraft Gottes meis

kunft sondern durch den/ vnd sein angesicht verhüllet mit einemnes himtiſchen Bate ſchweißtuch. Jesus spricht zu ihnen: Lösetters/ den ich anruffe ihn auf/ vnd laffet ihn gehen.

vnd ihm für seine ers

z Darinn er bes

hörung danckfage, 45 Viel nun der Juden/ die zu Mariagraben worden/ nach kommen waren/ vnd sahen was Jesus thet/den. Joh.20.6,7. glaubten an ihn.

gewohnheit der Jus

( 12) Pfal.2..2.

Matt.26.3. Marc.14.1. 46 Etliche aber von ihnen giengen hin zu

Luc.22.2. Act.4.27.

22. Of. Se den Phariseern/ vnd sagten jhnen/ was Jedrion. Davon S. sus gethan hatte.

Matt.5.22.

( 13) Joh.12.19.

b Wider vns

47 Da verfamleten( 2) die Hohenpriester

als rebellen. vnd die Phariseer einen rath/ vnd sprachen:

Welche wers

denteiden wollen/ das was thun wir? Dieser mensch thut viel zei

fich ein anderer für den

tönig der Juden auf chen( 13):

werffe/ vnd ihm einenanhang mache. Sihetdrund. 19.12.

Aber

48 Laffen wir ihn also/ so werden sie alledas widerſpit ift gefchee an ihn glauben/ sobkommen denn die Rö-umb find die Römer mer vnd nemen vns land vnd leute.

hen: Denn eben dars

das Jüdische volck

с

tommen/ vnd haben 49 Einer aber vnder ihnen/ Caiphas/ derjämmerlich erwürget deffelbigen jahrs hoherpriester war/ sprachfieChriftum/ denSohn zu ihnen: Ihr wisset nichts/

vnd zerstrewet/ dieweil

Gottes/ hatten vers

worffen vnd in den 50 Bedenckt auch nichts: Es ist vns bef

tod gelieferet.

dt Gr. Bnseren ser/ ein mensch sterbe für das volck/ denn daßund den tempel zu Je das ganze volck verderbe( 4)

ort: d.i.werden die statt

rusalem zerstören.

priesterlich ampt ward

hen/ bisweilen auch

e Das Hoch- 51 Solches aber redet er nicht von sichvon den Römern auf selbst/ sondern dieweil er deffelbigen jahrseine gewisse zeit serti h hoherpriester war/ weissaget er: Dennyon jahr zu fahr/ Luc. Jesus solt sterben für das volck/ act23.5.52 Vnd nicht für das volck alleine/ sonNum. 35.28. Jol.20.6. Dern daß er die finder Gottes/ die zerstreDd. bedencket wet waren/" zusamen brachte.

3.2.A.4.6. Joh.18.

13,24. wider die ord:nung Gottes: S.

Heb.7.23.

auch nicht/ daß es besser

g

m

sen/ ein mensch sterbe zc. Als wolt er sagen: Es bedarf nicht viel difputirens, ob er schuldig od. vn-schuldig sey: es ist besser, er sterbe/ denn daß das ganze volck seinetwegen in gefahr gebracht werde.( 14) Joh.18.14.D. i. Gott regierte seine zunge dergestalt/ daß er vnwissendwcffagete/ vnd die warbeit redete von der frucht deß todes Chrifti/ der versöhnung vnd erlösung der außerwchtten kindern Gottes: Wiewol er gar andere gedancken hatte/ vnd es von dem weltlichen stand deßJüdischen volcks verstunde.Es war zwar Catphas nicht rechtmäſſiger weiſe Hohepriesfter worden/ noch vom geschlecht Aarons/ gleich wet hat Gott auch durch ihn/ dieweil das MosaischePriesterthumb noch nicht allerdings gefallen war/ zukünfftige bing weissagen wollen/ wie er vorzeitendurch die Hohenpriester/ wann sie das Vrim vnd Thummim anhatten/ gethan hatte.k Das Jüdische volck: N. die auferwehlten vnderm Vnder vil vnd man-1 Die außerwehtten vnder den Heyden.

i Od. daß Jesus sterben solt.den Juden.

cherley voickeren/ durch die ganze welt. Apoc.5.9.

n In den schaffstal Gottes/ d. i.

in die Christliche tirch/ durch die predig des Evangeliums/ vnd wirckung des H. Geistes: Od.ju

einem leib/ od. herd/ od. gemein/ wie Joh.10.16. Eph. 2.14.

reden 25. Bermahnet seine Jünger/ daß sie auch nach seinem exempel diszeitliche leben gern verlassen/ auf daß sie das ewige erlangen/ 27. As seinebetrübt ward/ ruft er Gott an/ der ihm antwortet/ 31. Darnach verewerde. 35. Bermahnet die Juden/ daß fie im liecht wandeln/ weit dasselbebere glauben an ihn/ doch heimlich/ 44. Endlich tehret er/ was der glaub fürnuts bringe/ vnd dagegen der vnglaube für ſchaden.

noch ben ihnen ist/ 37. Etliche vnder ihnen bleiben verstockt/ 42. Aber an-

a

Echs tage vor den Osternfam Jesus ( 1) gen Bethania/

a Beym Matthes26.2. vnd Marc. 14. I.

fteht/ ween Aber

Mattheus vnd Mars

da Lazarus war/ der verstors cus rcben cig. von derbene/ welchen Jesus aufer:

2

C

zeit/ in welcher die

Schrifftgelehrten vnd

Phariseer sich versams

möten meldeshaben/ wiefieChriftummfangen and todengeschehen: S. drund.

weckt hatte von den todten. let vnd berathschlageihm ein abendmal/ vnd Martha dienete:b Dafelbft machten sieLazarus aber war der einer/ die mit.jhmtische sassen.

e

zu

3 Danam Maria ein pfund salben vonvngefelschter föstlicher narden/ vnd salbete

Qftern

#. 19. Johannes resdet allhie von der zeit/auf welche das maht

inethanien gehalten,gefalbe worden/+ d. da Chriftus

vnd Christus von Mas

riaf

gen Bethanien tome

ge-

men

die füiffe Jesu / vnd trucknet mit ihrem haarseine füſſe/ das haus aber ward voll vomruch der falben.

( 1) Matt. 26.6.Marc.14.3. Luc. 7.37Joh.11.2.

deß außfätzigen hauß

4 Da sprach seiner Junger einer/ Judas / b. in SimonisSimonis sohn/ Jschariotes/ der ihn hernachverniet:

h

Matt.26.6.Marc.14.3.

c. Seine freundevnd Jünger.Lazari/ von welcher

drob.11.1.2.

Warumb ist diese salbe nicht verkaufft, Die schweffervmb sdreyhundert groschen/ vnd den ar-men gegeben?

6 Das sagt er aber nicht/ daß er nach denarmen fragete/ sondern er war ein dieb/ vndhatte den beutel( 2)/ vnd trug was gegebenward.

k

7 Dasprach Jesus: Laßt sie mit frieden/solches hat sie behalten zum tage meiner begräbnis.

8 Denmarme habt ihr alle zeit" bey euch/

mich aber habt ihr" nicht alle zeit.

et S.Mar.14.3.f Nach dem sie erftslich die salbe auf sein

Haupt gegossen hatte/

Matt.26.7. Mar.14.3.g Die machen ohne

gefehr 40. Reinischer

Gülden. Denn eindenarius thut ohngeafehr so viel als zween

vnser

batzen. S.Matt.h Gr. Denation.

18.28. Marc.14.5.

i Der Christo vndfeinen Jüngeren gee

( 2) Joh.13.29.

k Gr. geworffen:d. i. eingelegt vnd ges

ſteurer von frommen

vnd gottseligen weibesren vnd anderen/ zuChristi vnd seiner Juns

9 Da erfuhr viel volcks der Juden/ daßer daselbst war/ vnd kamen nicht vmb Jesuswillen alleine/ sondern daß sie auch Laza geren vnderhaltung.rumsähen/ welchen er von den todtenerwe-cket hatte.

S.Luc.8.3.

1 D.i. zu einer vor:bereitung auf meinbegräbnuß mich zufalben/ zum zengnuß/

daß ich bald werde sterben vnd begraben werden/ dieweil man die todtencorper in der begräbnus pflegteau salben. Solches aber hat sie gethan durch erngebung des H. Geistes. S.bie gl.vb. Matt.26.12.mt Ihnen gutes zu erweisen. Deut.Is.11.

nt Leiblich gegenwertig,

10 Aber