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ור
Cap. XI.
S. Johannis.
36 Da sprachen die Juden: Sihe/ wie
( 10) Job.9.7. hat er ihn so lieb gehabt.
r Wider die vnsgläubige spotter/ von
37 Etliche aber vnder ihnen sprachen:welchen im vorgehen- Konte der/ der den blinden die augen aufge-*.17. Gr. er ist viertäs than hat( 0)/ nicht verschaffen/ daß auch dieserD.i. die wunders nicht stürbe?
f N.in dem grab.S.
gig.
same auferweckungdeines bruders/ das
traft Gottes gesehen
tet wird.
u Hierauß erschei
f
38 Jesus aber ergrimmet abermal indurch die heratiche ihm selbst/ vnd kam zum grabe: Es war abervnd fein ehr aufgebrei eine fluft/ vnd ein stein darauf geleget.39 Jesus sprach: Hebet den stein abe.die erweckung Lazari Spricht zu ihm Martha/ die schwester desaber Christus/ als ein verstorbenen: HEr/ er stinckt schon: Dennwahrer mensch/ den er ist vier tage gelegen.
net/ daß er ihn vmbgebetten hab. Wiewol
Batter angeruffen/ so
rerGott mit dem Bat-
hat er doch als wah 40 Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nitter zugleich gewircket gesagt/ so du glauben würdest/ du soltest diegene traft erwecket: herzlichkeit Gottes sehen?
wnd Lazarum durch ci-
Wie auß dem erschei
net/ daß er ihm schlechtbefiehlt herauß zu kom
41 Da huben sie den stein ab/ da der ver:storbene lag. Jesus aber hub seine augenJoh.5.21. Er hat aber empor/ vnd sprach: Batter/ ich dancke dir/in dem gebrauch seiner daß du mich" erhöret hast: lac.5.14.
als derselbige mittler
macht/ welche er geshabt/ die todten aufzuswecken/ sich dem willen
deß Batters vnder
worffen. Phil.2..7.8.Heb.10.7.
* Dieweit der wit
len deß Sohns mitdem willen deß Vatsters allezeit vbereinstommt.
( 11) † Joh.12.30.y In dem sie sehen/daß ich meine wunders
42 Doch ich weiß/ daß du mich allezeit
119
53 Von dem tage an° rathschlugen sie/wie sie jhn tödten.
54 Jesus aber wandelte nicht mehr freyvnder den Juden/ sondern gieng von dannen in eine gegend/ nahe bey der Wüsten/ ineine statt genant Ephrem/ vnd hatte sein wesen daselbst mit seinen Jüngern.
q
55 Es war aber nahe die Ostern der Jużden/ vnd es giengen viel hinauf gen Jerusalem auß der gegend/ vor den Ostern/ daß siesich reinigeten.
• † D.i. beschlosssen sie in ihrem rath/daß sie zc.
fatem vnd daselbst her-umb.
p † N. von Jerus
dadurch etl. verstehendie statt Ephraim od.Ephron/ davon 2.
Chr.13.19.Chrifius gehattenin deren er gecrewziger
r † War die leztes
so
worden.
f Dieweil den unsreinen/ die fich an etawas verunreinigethatten/ nicht erlaubt
war/ das Paſſah zu2.Chr.30.15,16.
hatten. S.Num.9.6.
t Od. ob er auch
56 Da stunden sie vnd fragten nach Jesu /vnd redeten mit einander im tempel/ wasdüncket euch daß er nicht kompt auf das fest?57 Es hatten aber die Hohenpriester vnd auf das fest commenPhariseer lassen ein gebott außgehen/ so je- werde.mand wüßte/ wo er were/ daß ers anzeigete/daß sie ihn griffen.
Das XII. Cap.
erhorest: Sondern vmb des volcks willen()/ Maria gefatbet/ 4. Darüber Judas murret 7. Chriftus aber sie ver-
y
das vmbher stehet/ sag ichs/ daß sie glau-ben/ du habest mich gesandt.
43 Da er das gesagt hatte/ riefer mit lau:
ter stimme: Lazare/ kom herauß.
Chriftus fizet zu Bethanien mit Lazaro vber tische/ 3. Und wird vonthädiget 10. Die Hohenpriester trachten auch Lazaro nach dem leben/ dies
weil
vmb seinet willen viel an Chriftum glaubten/ 12. Chriſtus thut ſeinen
eynritt in die statt Jerusalem / wird von dem volck mit frewd vnd glückwünsschung/ als der König Jfraels/ empfangen/ 20. Etliche Griechen begeren
von der frucht seines tods/ durch die gleichnuß eines weißenkörnteins/ zuzuſchen/ ſprechen Philippum deftegen an/ 23. Dabey Chriſtus antas
nimt
44 Vnd der verstorbene fam herauß/ gefündiget er tiberumb feinen tod/ vnd was für frücht derselbe mit ſich bringen
werck thue nicht durch bunden mit" grabtüchern an füssen vnd han-
zauberen oder teufels:
die kraft Gottes meis
kunft sondern durch den/ vnd sein angesicht verhüllet mit einemnes himtiſchen Bate ſchweißtuch. Jesus spricht zu ihnen: Lösetters/ den ich anruffe ihn auf/ vnd laffet ihn gehen.
vnd ihm für seine ers
z † Darinn er bes
hörung danckfage, 45 Viel nun der Juden/ die zu Mariagraben worden/ nach kommen waren/ vnd sahen was Jesus thet/den. Joh.20.6,7. glaubten an ihn.
gewohnheit der Jus
( 12) † Pfal.2..2.
Matt.26.3. Marc.14.1. 46 Etliche aber von ihnen giengen hin zu
Luc.22.2. Act.4.27.
22. Of. Se den Phariseern/ vnd sagten jhnen/ was Jedrion. Davon S. sus gethan hatte.
Matt.5.22.
( 13) † Joh.12.19.
b † Wider vns
47 Da verfamleten( 2) die Hohenpriester
als rebellen. vnd die Phariseer einen rath/ vnd sprachen:
Welche wers
denteiden wollen/ das was thun wir? Dieser mensch thut viel zei
fich ein anderer für den
tönig der Juden auf chen( 13):
werffe/ vnd ihm einenanhang mache. Sihetdrund. 19.12.
Aber
48 Laffen wir ihn also/ so werden sie alledas widerſpit ift gefchee an ihn glauben/ sobkommen denn die Rö-umb find die Römer mer vnd nemen vns land vnd leute.
hen: Denn eben dars
das Jüdische volck
с
tommen/ vnd haben 49 Einer aber vnder ihnen/ Caiphas/ derjämmerlich erwürget deffelbigen jahrs hoherpriester war/ sprachfieChriftum/ denSohn zu ihnen: Ihr wisset nichts/
vnd zerstrewet/ dieweil
Gottes/ hatten vers
worffen vnd in den 50 Bedenckt auch nichts: Es ist vns bef
tod gelieferet.
dt Gr. Bnseren ser/ ein mensch sterbe für das volck/ denn daßund den tempel zu Je das ganze volck verderbe( 4)
ort: d.i.werden die statt
rusalem zerstören.
priesterlich ampt ward
hen/ bisweilen auch
e † Das Hoch- 51 Solches aber redet er nicht von sichvon den Römern auf selbst/ sondern dieweil er deffelbigen jahrseine gewisse zeit serti h hoherpriester war/ weissaget er: Dennyon jahr zu fahr/ Luc. Jesus solt sterben für das volck/ act23.5.52 Vnd nicht für das volck alleine/ sonNum. 35.28. Jol.20.6. Dern daß er die finder Gottes/ die zerstreDd. bedencket wet waren/" zusamen brachte.
3.2.A.4.6. Joh.18.
13,24. wider die ord:nung Gottes: S.
Heb.7.23.
auch nicht/ daß es besser
g
m
sen/ ein mensch sterbe zc. Als wolt er sagen: Es bedarf nicht viel difputirens, ob er schuldig od. vn-schuldig sey: es ist besser, er sterbe/ denn daß das ganze volck seinetwegen in gefahr gebracht werde.( 14) Joh.18.14.D. i. Gott regierte seine zunge dergestalt/ daß er vnwissendwcffagete/ vnd die warbeit redete von der frucht deß todes Chrifti/ der versöhnung vnd erlösung der außerwchtten kindern Gottes: Wiewol er gar andere gedancken hatte/ vnd es von dem weltlichen stand deßJüdischen volcks verstunde.Es war zwar Catphas nicht rechtmäſſiger weiſe Hohepriesfter worden/ noch vom geschlecht Aarons/ gleich wet hat Gott auch durch ihn/ dieweil das MosaischePriesterthumb noch nicht allerdings gefallen war/ zukünfftige bing weissagen wollen/ wie er vorzeitendurch die Hohenpriester/ wann sie das Vrim vnd Thummim anhatten/ gethan hatte.k Das Jüdische volck: N. die auferwehlten vnderm Vnder vil vnd man-1 Die außerwehtten vnder den Heyden.
n In den schaffstal Gottes/ d. i.
einem leib/ od. herd/ od. gemein/ wie Joh.10.16. Eph. 2.14.
reden 25. Bermahnet seine Jünger/ daß sie auch nach seinem exempel diszeitliche leben gern verlassen/ auf daß sie das ewige erlangen/ 27. As seinebetrübt ward/ ruft er Gott an/ der ihm antwortet/ 31. Darnach verewerde. 35. Bermahnet die Juden/ daß fie im liecht wandeln/ weit dasselbebere glauben an ihn/ doch heimlich/ 44. Endlich tehret er/ was der glaub fürnuts bringe/ vnd dagegen der vnglaube für ſchaden.
noch ben ihnen ist/ 37. Etliche vnder ihnen bleiben verstockt/ 42. Aber an-
a
a Beym Matthes26.2. vnd Marc. 14. I.
fteht/ ween Aber
Mattheus vnd Mars
2
C
zeit/ in welcher die
Schrifftgelehrten vnd
Phariseer sich versams
möten meldeshaben/ wiefieChriftummfangen and todengeschehen: S. drund.
weckt hatte von den todten. let vnd berathschlageihm ein abendmal/ vnd Martha dienete:b Dafelbft machten sieLazarus aber war der einer/ die mit.jhmtische sassen.
e
zu
3 Danam Maria ein pfund salben vonvngefelschter föstlicher narden/ vnd salbete
Qftern
#. 19. Johannes resdet allhie von der zeit/auf welche das maht
inethanien gehalten,gefalbe worden/+ d. da Chriftus
vnd Christus von Mas
riaf
gen Bethanien tome
ge-
men
die füiffe Jesu / vnd trucknet mit ihrem haarseine füſſe/ das haus aber ward voll vomruch der falben.
( 1) Matt. 26.6.Marc.14.3. Luc. 7.37Joh.11.2.
deß außfätzigen hauß
4 Da sprach seiner Junger einer/ Judas / b. in SimonisSimonis sohn/ Jschariotes/ der ihn hernachverniet:
h
Matt.26.6.Marc.14.3.
c. Seine freundevnd Jünger.Lazari/ von welcher
drob.11.1.2.
› Warumb ist diese salbe nicht verkaufft, Die schweffervmb sdreyhundert groschen/ vnd den ar-men gegeben?
6 Das sagt er aber nicht/ daß er nach denarmen fragete/ sondern er war ein dieb/ vndhatte den beutel( 2)/ vnd trug was gegebenward.
k
7 Dasprach Jesus: Laßt sie mit frieden/solches hat sie behalten zum tage meiner begräbnis.
8 Denmarme habt ihr alle zeit" bey euch/
mich aber habt ihr" nicht alle zeit.
et S.Mar.14.3.f Nach dem sie erftslich die salbe auf sein
Haupt gegossen hatte/
Matt.26.7. Mar.14.3.g Die machen ohne
gefehr 40. Reinischer
Gülden. Denn eindenarius thut ohngeafehr so viel als zween
vnser
batzen. S.Matt.h Gr. Denation.
18.28. Marc.14.5.
i Der Christo vndfeinen Jüngeren gee
( 2) Joh.13.29.
k Gr. geworffen:d. i. eingelegt vnd ges
ſteurer von frommen
vnd gottseligen weibesren vnd anderen/ zuChristi vnd seiner Juns
9 Da erfuhr viel volcks der Juden/ daßer daselbst war/ vnd kamen nicht vmb Jesuswillen alleine/ sondern daß sie auch Laza geren vnderhaltung.rumsähen/ welchen er von den todtenerwe-cket hatte.
† S.Luc.8.3.
1 D.i. zu einer vor:bereitung auf meinbegräbnuß mich zufalben/ zum zengnuß/
daß ich bald werde sterben vnd begraben werden/ dieweil man die todtencorper in der begräbnus pflegteau salben. Solches aber hat sie gethan durch erngebung des H. Geistes. † S.bie gl.vb. Matt.26.12.mt Ihnen gutes zu erweisen. Deut.Is.11.
nt Leiblich gegenwertig,
10 Aber