- Teich predigt.|auff geſtrigen morgen durch die jetz regierende peſtilentzi-ſche Sucht/ mit traurigem nachſehen jhrer geliebten El-teren/ zuß diſem Jamerthal abgeforderet/ alß haben wirfreylich/ bey diſem vnd anderen taͤglichen exempeln/ diegroſſe eytelkeit bes men ſchlichen Lebens su ſpteglen.Gedencke deßwegen/ mit beyſtand des Allerhöchſten/nach anlaͤitung verleſener worten des gedultigen MañsJobs/ mit E. C.. von folgenden dreyen ſtücken zuhandlen.I. Von der Eytelkett des menſchlichen Le-IL Von vnſerem Ampt/ deſſen wir ons!darbey zu befleiſſen haben. iIII. Von dem Troſt/ welchen vns zugleichſolche betrachtung an die hand gibt.
Von dem Erſten.
Lebens zu reden/ fan vns dat von niemand beſſer be-richten/ dann der gedultige Mann Job/ weil er/ nicht nuran anderen Leuthen/ ſondern auch an jhme ſelber/ vnd anſeinen eygenen Kinderen/ ſolche genugſam erfahren.Deß wegen er dann in verleſenen worten ſeine eygeneJ| Derfon in das mittel ſtellet/ vnd an derſelbigen die be-ſchaffenheit des menſchlichen Lebens entwirft/ wann erfagt: Meine Tage find ſchneller geweſen/ dann einTaͤuffer. Sie fino geflohen/ vnd haben nichts gu-tes erlebet. Sie find vergangen/ wie die ſtarckenSchiffe/ wie ein Adler fleugt zu der tze en iij
Lebens.
Anfangs nun von der Eytelkeit des menſchlichen Len oa er
tetteit des ömen ſchlichen