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Christliche Leich-predigt Von der Flüchtigkeit und Trübseligkeit gegenwertigen Lebens, sampt unserem Ampt und Trost darinnen : gehalten zu Basel in dem Münster, den 20. Novemb. Anno 1634, bey ... Bestattung der ... Margaretha Liechtenhanin, des ... Lux Liechtenhan ... gewesenen ehelichen Tochter / durch Theoder Zwinger, D.
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mov n4 Chriſt icheEs gebraucht ſich der gedultige/ from Mann aller-hand bequemen gleichnuſſen/ hergenommen von einemLäufer, von einem Schatten von einem Schiff|ond von einem Adler: dardurch er dann/ eins theils/ dieflüchtigkeit: anders theils/ die arbeit ſeligkeit gegen⸗|

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wertigen Lebens will zu verſtehen geben: in welchen bey-den ſtücken er auch nachgehnds die eytelkeit deſſelbigeneiget/ wann er ſagt: Der Menſch vom Weib gebo-ren/ lebet eine kurtze zeit/ vnd iſt voll vnrůhe..J. J. Erſtlich nun/ wie flüchti g /kurtz vnd au genblick-glich gegenwertiges Leben ſeye/ dringen alle diſe gleichnuſ-ſen mit ſich.1. M

eine Tage/ ſagt Job/ ſind ſchneller gewe-ſen/ dann ein Lauffer. Was Job von ſeinen Tagenſagt/ das verſtehet ſich auch von den Tagen vnſers Le-bens. Es ift daſſelbige gleich dem lauff der jenigen/ welchevor zeiten in gewiſſen ſchrancken zu dem fuͤrgeſte ckten zielgeloffen ſind.

Dann gleich wie ſolchen Laͤufferen gewiſſe ſchranckenſind geſetzet worden/ darinnen ſie lauffen ſolten: alſo hat

auch Gott einem jeden Menſchen in diſer Zeit gewiſſeſchrancken geſetzet/ ſeiner Jahren/ Alters/ ſtands vnd be-rüͤffs/ darinnen er lauffen ſolle.

Wie auch die Laͤuffer/ jnnerhalb den geſetzten ſchran-cken/ lauffen zu einem fuͤrgeſteckten ziel/ bey welchem der(auff ein ende hat; alſo laufft enfer Leben feinem ziel das

syr.40.11. iſt/ dem Tode zu/ gleich wie alle Waſſer in das Meerflieſſen.

Wie aber auch ein Lauffer fich nicht ſaumet/ noch vielhinderſich ſihet/ ſondern ſchnell vnd behend dem ziel zu-eylet/ alſo ſchnell eylet vn ſer Leben dem Tode zu.

2. Deinnach ſagt Job von feinen Tagen: e.|ind