schaffenen Mitbürger, mit einem sehr glücklichen Er-folge, bestehet (*).
Verzeihen Sie mir diese Abschweifung theuersterFreund! Ich komme wieder auf Ihre Philanthropien.
Sie verlangen es und Herr Basedow verlangt es,daß ich Ihnen einige Anmerkungen darüber mittheile.
Sollte §. die Erfindung der Uniformen so vielNachdenkens erfordern; und sollte es nicht besser seynin diesem Punct gar keine Ausnahmen jemals zu ge-statten ? Die Einfalt in der Kleidung wird für dieminder Begüterten eine sehr nützliche Wirthschaft undfür die Reichen eine noch nützlichere Lehre der Beschei-denheit seyn. Da man in dem Unterrichte den jungenLeuten eine Verachtung aller eiteln Pracht beyzubringentrachten wird: so soll man nicht durch das Beyspiel
den Geschmack davon bey ihnen rege machen. Auch
bey
(*) Erst nachdem dieses geschrieben war wurde ich zufälli-ger Weise in einem Gespräche mit einem wackern Man-ne an die Geschichte der Fräulein von Sternheim unddadurch an den vortrefflichen Entwurf eines Gesindshau-sts und einer Erziehungsanstalt für junge Frauenzimmer»erinnert. Sollte es möglich seyn diese reitzvollen Stückeeines der schönsten Bücher zu lesm ohne in die Gesin-nungen der verchrungswürdige» Verfasserin» einzutreten.