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Freimüthige Gedanken über die Entvölkerung unserer Vaterstadt
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O ( 22 ) G

re Aufführung, Trägheit und Schwelgerei sichin die betrübten Umstände sezzen könnten» demStaate zur Last zu werden, indem sie schondenen Gliedern desselben durch ihre schlimmeExempel Anlaß znr Verderbnis geben. Solltenicht durch dieselben die Obrigkeit von solchenLeuten um die nöhttgen Vorkehrungen zu tuhn ^benachrichtiget werden? Sollte nicht die Aus-führung der wichtigen dtßörtigenPflichten fleißigund nachdrüklich von den Canzeln ertöhnen?Wie vlel Gutes könnte nicht in diser Absichtverordnet und gestiftet werden ? Aber welche un-endliche unübersteigliche Schwierigkeiten tuhnsich nicht dagegen hervor? Waren wir imStande etwas dergleichen zu unternemen, ichwill nicht sagen auszuführen.

Noch eine Quelle der Abname unserer Bür-gerest ist, daß sich dieselbe mit Rebgüter»und Aekkern allzusehr beschlcppet. Es hat disesschon manchen Ehrenmann ins Verderben ge-bracht. E. E. Bürgerschaft würde» glaubeich, dabei gewinnen, wenn sie sich bequemetedenen Bauersleuten» die in den nächst um dieStadt gelegenen Dörfern wohnen, zu erlau-ben Güter in der Städte Bann zu kauffeu.

Ich kan auch nicht beqreiffen» daß unsere Gärt-ner über Mangel desVerdienstes klagen sollen,dasolche den vorteilhaften Anlaß hätten, ein so schö-nes Geländ um die Stadt herum anzubauen.Lebet nicht in unserer Nachbarschaft ein ganzesDorf von dem Gartenbaue ? Welch einGlük füruns, wenn wir durch einen solchen Weg un-