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Freimüthige Gedanken über die Entvölkerung unserer Vaterstadt
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werden einen bessern Erfolg haben als alleZwangsmittel die der scbärfeste Gesäzgeber er-sinnen könnte. Wer indessen unsre Umstände,wer unsre Verfassung, wer uns, wer die Men-schen überhaubt kennet, der kan leicht einse-hen , daß man sich allzuvil schmeicheln würdesich zu versprechen, dise Mittel würden so zu-reichend sein, daß wir andre, die man uns et-wa vorschlagen möchte, für überflüßig und un-nöhtig erachten sollten.

Es ist hier hauptsächlich in Betrachtung zuziehen daß der Zwek der Bevölkerung, auch durchdie besten innerlichen Anstalten in einer grossenStatt nicht erreichet werden kan.Es ist eine allge-meine und unwidersprechliche Anmerkung, daßin den Städten die Bevölkerung natürlicherWeise immer mehr ab als zunimmt. Manmag wider dises auch noch die allerschönstenAnstalten und Gesazze machen, so werden dochalle nicht zureichend sein. Die Arbeiten, die inden Städten getrieben werden, die Lebensart,die Bequemlichkeit, die Fehler der Städter,villeichte noch andre sittliche und natürliche Ur-sachen werden Worts immer stärker sein alSalle Anstalten und Vorkehrungen der Gesäz,geber. Es bleibet also denen Städten nichtsanders übrig als sich glüklich zu schäzzen, wennemsige und rechtschaffene Fremde sich bequemenwollen, den sich bei ihnen ereignenden Volk-mangel zu ersezzen.

Man räht uns deswegen' an solche, wennsie uns, würdigten sich um unser Bürgerrecht

anzu-