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Freimüthige Gedanken über die Entvölkerung unserer Vaterstadt
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anzumelden , in dasselbige aufzunemen.

Die obenanqeführten Grundsäzze und unum-stößlichen Wahrheiten zeigen genugsam, daßeine mehrere auf dise Weise zu erhaltendeBevölkerung mehr Nahrung und Arbeit ver-schaffen , durch nach und nach verursachende Er-höhung des Preises der Häuser, die Umständeder alten Bürger verbessern, und den Credit der-selben erhöhen, also den gehemmten Kreislauferneuern, Emsigkeit und daraus stressenden Ge-winst befördern, Armuht und Elend, wo nichtganz, doch großenteils verbannen, und also dieMasse unsers Staates unstreitig verbessern wür-de. Nun entstehet nur die Frage, ob die frem-den neuangenommenen Bürger disem Zwekkeförderlich öder hinderlich sein möchten, un-ob durch desgleichen Leute und die Anne-mung derselben demStaate und der E. Bürger-schaft auf einer andern Seite nicht ein Schadebeigebracht werden könnte der empfindlicherund unersezlicher wäre als alle aus der Entvöl-kerung fliehende Übel. In disem Falle wärefreilich die vorgeschlagene Annemung derselbenohne weiters zu verwerfen. Es ist also höchst-nöbtig alles was dißorts zu befürchten seinmöchte, auf das sorgfältigste zu erwegen.

I. Wir fein erstlich schon mit einer Man-ge Bürger überladen , die mit Mühe ihre Nah-rung hier finden. Wie ist es möglich zu glau-ben , daß eine noch grösste Anzahl derselben be-stehen könne? Es ist difts nicht zu läugnen.

Ich