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Freimüthige Gedanken über die Entvölkerung unserer Vaterstadt
Entstehung
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«der sonst gewiß nicht beträchtlicher machen.Ich fürchte auch nicht, daß wir uns den Zornund die Feindschaft derjenigen Fürsten undStaaten zuziehen möchten, deren Angehörigesich bei Uns niderlassen könnten. Ich traueDenenselben eine vil beffre Denkungsart zu,Wir müssen aber nur keine Leute annemen,die denenselben noch mit Leibeigenschaft, oderandern Pflichten verhaftet sein, oder die sichWider dieselben gröblich verfehlet haben.

IV. Die Bedenklichteit der dermaligen be»trübten Zeiten ist freilich groß , aber dtse An-nemung selbst, und die Folgen davon könnendermalen keinen so grossen Fortgang haben,daß etwas daher zu befürchten wäre. Es istaber gut zu rechter Zeit Vorsorge zu tuhn,und den Weg zu bahnen, damit die Sachenach und nach zu Stande komme. Hiezu ist esgewiß nicht zu früh.

V. Ein fünfter Einwurf, der sich hier ma-chen laßt, verdienet auch alle Achtung; habenwir nicht genug Capitalisten? Finden dise nichtalle Schwierigkeit ihr Geld anzulegen? Istnicht das Geld hier in einem genugsam gerin-gen Preise. Ich gestehe es, ich halte es füreinen Vorteil für die Handelschaft , daß derGeldzins nider ist. Die französischen politi-schen Schriftsteller seufzen nach nichts, als nachdiesem. Man fügt bey, der Capitalist wurdesehr verlieren, wenn noch mehrere Reiche hie-herkämen. Auf dtses antworte ich, daß au-sert Wittwen und Waisen, die aus ihren Zm-

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