; Vorrede. ögeſehen/ und daraus ſchlieſſen koͤnnen/ daß E. Hochf. Durchl. nicht einen geringen Luſt/ zu alslerhand einheimiſchen und fremden Gewaͤchſen tragen/ und hierinnen/ gleich wie in übrigenHochfuͤrſtlichen Heroiſchen Tugenden/ Deroſelben Großmuͤtigſten Voreltern/ nichts nach-laſſen; habe deſſentwegen/ als gegenwaͤrtiges Kraͤuterbuch/ wiederum aufs neue von miruͤberſehen und vermehret/ ſolte in Truck verfertiget werden/ E. Hochf. Durchl. daſſelbige unsderthaͤnigſt zu dediciren/ mir vorgenommen: Inſonderheit/ weilen eben daſſelbe/ ſchon vorS0. Jahren E. Hochf. Durchl. Großfrau Mutter hochloblicher Gedaͤchtnus/ von Hꝛn. DoctorGaſpar Bauhin/ meinem Großvattern ſel. underthaͤnigſt iſt zugeſchrieben/ und in Gnadenangenommen worden: Fürnemlich aher/ in Betrachtung/ der vielfaltigen und.Hochfuͤrſtlichen Gnaden/ fo nicht allein E. Hochf. Diurchl. Hoͤchſtſeligſte Vorfahren/ ſondernauch E. Hochf. Durchl. ſelbſt/ gegen feinen Nachköoͤmlingen/ under denen auch ich begriffen vonfo vielen Jahren her/ gnaͤdigſt erwieſen haben und annoch täglich erweiſen; underthaͤnigſtbittend/ es wollen E. Hochf. Durchl. dieſes geringe Zeichen meiner underthaͤnigſten Danck-barkeit/ Ihro gnaͤdigſt gefallen laſſen/ und Sich meiner underthaͤnigſt⸗gehorſamſten Dien-ſten jederzeit verſichern. E. Hochf. Durchl. ſamt Dero gantzem Hochfuͤrſtlichem Haus/ demAllmaͤchtigen zu gluͤcklicher und friedfertiger Regierung/ langwiriger Geſundheit/ und allemHochfuͤrſtlichen Wolergehen/ zu Deroſelben ſtaͤt⸗waͤhrenden Gnaden aber/ mich demuͤhtigſt
Underthaͤnigſter gchorbenſet Diener.Hieronymus Bauhin / der Medicin Dock. und Profeſſ? Der Durchleuchtigen/ Hochgebornen Fürſtin und Frauen/ nFrauen Juliana Brſula/ Marggraͤffin zu Baden und Hachberg/
| Landgraͤffin zu Saufenberg/2e, Geborne Wild und Nheingraͤffin/.
Graͤffin zu Salm/ und Frauen zu Viſtingen/ Meiner— gnaͤdigen Fuͤrſtin und Frauen.
6 3 9 WVrchleuchtige/ Hochgeborne Fuͤrſtin/ gnaͤdige Frau/ Es haben die Alten wolet S Mund weis lich geſchrieben/ daß der einige allmaͤchtige Ott/ von den Menſchen auf dreyerleyA/B Weiß geehret und gelobet werde. Erſtlich durch heilſame Lehr/ gute Geſpraͤch/ und durchallerley Lobgeſaͤng. Demnach durch ein gottſeliges und Ott wolgefaͤlliges Leben/ auch ehr»CD baren/ und wo muͤglich/ unſtraͤfflichen Wandel. Und zum dritten/ durch Berrachtung ſei-ner herꝛlichen Geſchoͤpffen/ weil dieſelbige uns allezeit ſeine göttliche Krafft/ unerforſchliche Weisheit/ undfein vaͤtterliche Güte und Fuͤrſehung vor Augen ſtellen/ damit wir alſo zu einſiger/ und ohnnachlaͤſsigerDankbarkeit gereitzt werden.;. vn“
Under dieſen des Allmaͤchtigen Geſchoͤpffen werden nicht under die geringſten gezehlet diejenigen/ welchean dem dritten Tag der Erſchaffung ſich am erſten aus der Erden erzeiget/ da Ott ſprach: Es laſſe die Erdherfuͤr grünen Gras und Kraut/ das ſich beſaame: und fruchthar Holtz/ da ein jegliches auch feiner ArtFrucht trage/ und habe ſeinen eigenen Saamen bey ihm ſelbs auf Erden. Daher dann ſo viel und mancher-ley Art von Baͤumen und Kräutern den Erdboden zieren/ fo von dem Allmaͤchtigen mit manigfaltigen Tu-genden und Wuͤrckung uns armen Menſchen zu gutem begaabet: alſo daß kein Kraͤutlein ſo ſchlecht/ oderunachtbar/ das nicht fein nutzbare Tugend habe.
Derhalben der aller weiſeſte Lonig Salomon/ dieſe ſonderbahre Gnad Gottes/ ohne zweifel zu Gemuͤhtfuͤhrende/ hat geſchrieben von Bäumen und allerley Kraͤutern: ja wie die Geſchrifft redet/ vom Ceder anzu Libanon / bis an den Hyſop der aus der Wand wachſet: welche Bücher/ ſo ſie noch vorhanden waͤren/wurden fie uns ein ſondenbaren Nutz bringen. Des weißen Königs löͤblichemn Exempel nach/ haben vielKaͤyſer/ Konig / Fuͤrſten und Herren/ die Erkundigung der Kraͤutern ſonderlich geliebet/ alſo daß auch etlicheKraͤuter/ ſo ſie erfunden/ von ihnen den Namen bekommen und noch behalten. Ja auch Fuͤrſtliche Weihs-perſonen ſich darüber bearbeitet/ alſo daß auch das Kraut Beyfuß/ ſo menniglich wol bekannt/ von der Kö.nigin Artemiſig erfunden/ noch heutiges Tags Artemiſia genannt wird. Und haben alſo die Erkundigungder Eigenſchafften der Kraͤutern/ nicht allein den Aertzten/ denen es billich zuſtehet/ wo fie ihren Kranckentreulich und nutzlich zu hiuff kommen wůoͤllen/ gelaſſen/ ſondern ſich darinn beluſtiget/ auch mit groſſem Unskoſten ſchone Gärten gepflantzet/ wie dann noch heutiges Tages von vielen fuͤrnehmen Potentaten geſchiht/die ſich nicht allein dar mit ſehr beluſtigen/ ſondern auch andere/ fo damit umgehen/ mit ſonderer Gnad undHülff befuͤrderen. Man ſchreibt von Epace/ weicher ein König der Arabier geweſen/ daß er mit eigenerine nn r abgeriſſen und gemahlet/ und alſo ein groß Buch dem Kaͤyſer Neroni zu einer Verehrungüberſchicket habe.;
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