Das Erſte Buch/ Son Kräutern, 641A fo ſoll man ztwey oder drey Eyerdol er jzerklopffen, im F Ein Becherlein voll warmes Dantzger oder Jop⸗ Schmigenſerllopffen dar zu thun ein wenig gepuͤlverten Zimmat. pen,Bier warm gemacht und im Bad getruncken/ fo machen.| P
und Saffran/ und ſolches mit gutem geſundem Bier warm es zu leiden iſt/ macht gewaltig ſchwitzen/ als|zertreiben/ ein Broſam Weißbrot darein riebeln dar⸗ wann einer Theriack eingenommen haͤtte. Das thutnach mit ſtaͤtigem rühren über einem Kohlfeuerlein auch ein jedes Bier/ doch eins mehr und auch weniger/
|Echace ſieden laſſen/ im ſieden Butter und gepuͤlverten Zucker nachdem es Fräfftig und gut/ oder aber ſchlecht und|
und verghr⸗ darzu thun/ jedes ſo viel genug iſt/ und wann es genug dünn iſt.
4 ie nme geſotten iſt/ ſol mans ein wenig ſaltzen/ ſ iſt es ein oͤſt⸗ Die Bierhoͤfen vermiſchen etlich mit weiß Meel zu Schwein|K] ſiches und wolgeſchmacktes Breylein, die ſchwachen einem Teiglein/ das zerſchneiden fie zu ſtůcklein/ und maten“x und verzehrten Krancken darmit zu ſpeiſen und zu, backens in Butter zu kleinen Wecklein und eſſens/ iſt.laben.. ein Speiß für geſunde Leut und den Krancken ſchaͤd= A3. äh, Blerbreylein allein mit Brofam von Rocken oder lich und ungeſund. Etliche rühren unter den gemeldrens- Il® X für% MWeſßbrot/ zerklopfften Eyern und ein wenig Buttern Teig zerklopffte Eher und backens darnach/ fo werden.4 gemacht/ und wol geſotten/ it ein fehr geſunde und gute. dieſe Wecklein deſto beffer und anmüheiger zu effen.NM Speiß die Kinder damit zu ſpeiſen/ dann darvon wer⸗ Andere geben die Bierhoͤfen den Schweinen zu eſ-B den ſte tarck wachen ſehr/ nemmen wol pu/ und bekom G fen und machen die elben darmit feißt/ welchen dannSy! men ein ſchoͤne/ lebliche und gefunde Farb. Deieſt ſpeiß viel geſunder und nutzer iſ daun den Men⸗|NH. Weizenbter nit allein um Franck, fondern auch in ſchen. x.|ö| San der Speiß gebraucht,.., va u... Euſſerlicher Gebrauch des Biers.|*. 3, en, nr re! Ds Vier macht ein ſchon glatt Angeſicht und wet.Eztae wieder auf/ und hllfft den ſchwachen Maͤnnern/ die zu n,. ö. ns ö Es vertreibt Schü.Ring. den ehelichen Wercken ungeſchickt find/ wieder in den ſo gebraucht die Schuͤppen des Angeſichts/ das. Ange/
thut auch der Schaum von dem Bier.,.Sattel.., treiben.Neun und fltiſch Bier macht den Saͤugmuttern viel Man pſieget die neugebornen Kindlein mit Bier/ Neugeborne
darinn Butter zerlaſſen iſt/ warm zu reiben und ſtrei⸗. u
Milch der 1trinckt/ ſaͤnffter zwey Kinder(Augen, dann die eines. ö, nemmen fein zu/ und werdenſaugen kan/ die Wein trincket, aber unſere Weiber am.. n 2. ö. geſtoſſene FarnwurtzelRheinſtrom beſorgten ſich/ daß fie ſterben mußten/ war ö.. un t en Kindern den gantzen Ruͤ-
C fie im Kindbeth Bier trincken ſolten, oder aber daß ih ⸗ H en 3 w enden wol damit falber oder reibet/ wer · Hnen doch zum wenigſten der Weinzahn auffallen ſolte. den fie bald ſtarck, daß ſie allein figen koͤnnen/ und ge⸗..Wann fie aber ihr und der Kinder Wolfahrt bedaͤch⸗ ,, zarte und glatte Ham.ten/ ſolt ihnen das Bier, fo gut iſt zu trincken/ anmuͤh⸗ 8 On. 8 rauchen die Dierhöfen an ſtar destiger und auch viel geſunder ſeyn/ dann die ſtarcken n. der.(. bereiten ihre Teig.und hizigen/ geſchweffelten Wein/ daraus ihnen und darvon/ das macht dieſelben wol aufſteigen/ und das.
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A den Kindern hernachmal groſſer Unraht entſtehet/ alſo Brot/ fo darvon gebacken wird/ das wird luck nnd wdaß fie lahm werden, die Kinder Jegichter ſbertom, ſchwammechtig.*|
men/ da fie doch, fo fie Bier trincken/ geſunder bleiben/ Biereſſig. Cereviſiæ Acetum.|
und die Kinder deßaleichen/ und dare ſtätcker und REN Niderland-/ Flandern und andern Landen, da..wolgefarbter. Doch iſt es blöden Weibern, denen die Dein Wein wächſet, und der Wein theur iſ/ pflfege
Reinigung nicht von ſtat wil gehen/ die ihre eigene man auch zimlichen guten Eſſig aus Bier zu machen.
Kinder ſelbſt Augen müſſen, rahtſamer, daß fie einen auf folgende Weiß Etliche nemmen Bier, viel oder
miſten ſirnen Wein haͤtten getruncken mit einem ge⸗ wenig/ nach dem fie viel oder wenig machen wolln, fe
ſottenen Zucker oder Zimmarwaſſer wol vermiſcht/ biß|
||twan) den es/ und laſſens wiederum kalt werden/ darna 4D die Zeit ihrer Reinigung voruͤber iſt/ darnach iſt ihnen I thun fie. Erbſen alſo heiß darein und ein ö..:|das ier gefünder/ und gibt Farcke und geſunde Hin, nig Haͤfej oder Saurteig, ſo wird in kur ger Zeit guter|der/ den gedingten Saͤugmuͤttern aber ſolt man allein Eſſig daraus. Andere werffen geröfcht Weitzenkörn—Bier zu trincken auferlegen. J lein in das Bier/ dieweil es im jaͤhren iſt/ und geroͤſchtSm Bier das friſch und gut iſt mit einer Baumnuß RNinden von Rockenbrot/ und ein wenig Myrrhen/ ſogroß geſaltzwnen Butter aufgeſotten/ und darnach wird ein guter Eſſig daraus.,warm getruncken/ erweichet den Bauch und macht zu q
Stul gehen. Von der Natur/ Krafft/ Wirckung Eigen-
Oder nim̃ ein guten Trunck friſch Bier/ thue einer ſchafft und Gebrauch des Bier-Baumnuß groß Butter darzu/ und zween friſcher J Eſſigs.| 1Eyerdotter/ zerklopff die Eyerdotter wol mit dem Bier/ Dor Eſſig fo aus dem Bier gemacht wird/ iſt lieb-thu ferner darzu anderthalb loht Speißzucker zu Pul⸗ lich/ ſauer und gut/ iſt aber weniger ſcharff/ auch.|
ver geſtoſſen/ ſehe esauf ein Hafen mit ſiedendem Wal: nicht ſo kraͤfftig und durchtringender Wirckung undſer/ ruͤhrs wol/ und laß es warm werden/ biß der But Eigenſchafft als der Weineſſig. Er wird allein in derter vergeht/ und laſſe es nit ſieden/ das trinck alſo warm Speiß/ dieſelbigen darmit einzumachen, und zu dennuͤchtern/ ͤes ſe vor Mittag oder nach Mittag/ nur ein K Salaͤten gebrauchet. Dieſer Eſſig machet das Fleiſchhalb ſtund vor dem Imbiß/ ſo erweichet es den Bauch muͤrb und wolgeſchmackt/ ſonderlich aber das grobund macht Stulgaͤng. Zu dieſem aber iſt das Danke Ochſenfleiſch: Etliche beißen ſolches zuvor darinnen/ger oder Joppen Bier ein außbund. Andere netzen ein ſauber leinen Tuch in Biereſſig/ wi⸗|
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Oder mach folgendes Hauß Cliſtierlein von Bier: ckeln das Fleiſch nur darein, das wird darvon muͤrbNim̃ friſch und wolgeſotten Bier auf die zwoͤlf oder und wolgeſchmackt/ und verhuͤtet daſſelbige auchvterzehen Untzen/ zertreib darinn üiij. loht Zuckerhonig/ Sommer szeiten für dem Geſchmeiß der Mücken undRemel genannt/ oder in mangel deſſen ij. loht Tho der Wurm. Sonſten hat er keinen Gebrauch in der
mas zucker/ tween Eyerdotter/ vj loht Butter/ oder aber Artzney/ und thun diejenigen groß unrecht/ und ſol-ſo viel Baumölz und ein halb loht Salt, mach ſolches ten billich hoͤchtich geſtraffet werden/ die Blereſſig Iwarm/ biß der Butter zergeht/ laß es uͤberſchlagen/ und an ſtat des Weineſſigs in die Artzneyenthu es lauwarm zu dir durch ein Cliſtierzeng/ behalt es vermtſchen.
ſtund oder i. bey dir/ ſo machet es ſanffte Stulgaͤng.
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