24 Eydgnoßische !
mit den Weibern zu bestehen hatte.
Belangend die Einfältigkeit des Volcks, somusi man allhier nickt alles über einen Leistschlagen, oder durch das Band hinweg gleichurtheilen. Es gibet Lands-Gegenden, da dasLandvolck zimlich thumin und einfältig ist, sothumm und alber als die Bauren in Teutsch-land an theils Orten sind. Aber es gibet wie-der andere Gegenden und Orte, sonderlich inden Städten in denen Evangelischen Chi-tonen, da die Leute, in der Wahrheit, ver-ständig, gescheid, beredt, anschlägig, merck-sam, listig und arg sind, dahero, weil siezugleich herzhaft und von freyer Art, dörfenund können sie mit ihremMann reden,und de-me gebührlich begegnen; wer es erfahren will,der gehe in das Saner - und Glarner - Land,auch an theilsOrte imLucerner-undFreybur-gcr-Gebiet so wird er finden, daßeinSchwei-tzer - Bauer ein viel reineres Flitter unter sei-nem groben Rock habe, als die Bauren in vie- >lcn andern Landern Teutschlandes.
Will man von den Städten oderHaubtor-ten in der Schweitz reden, so muß man be-kennen, daß heut zu Tage da weder Albcrtät,noch Einfältigkeit zu finden sey. Die Bürgersind verständig, mehrentheils verschmitzt undpolirt, zumalen in den Handels-Städten,und wo gute Schulen und Akademien sind.DieErfayrung hat schon genug bezeuget, daßes den Schweißern an klugen und vorsich-tigen Politicis und Regenten, an hochgelehr-ten Leuten irr allen Facultäten und Theilen
dersel-