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Epdgnoßische
Gebrauche und Gewohnheiten zu ändern und «zu verlassen. Aber, gleichwie sich alles mit der IZeit verwandelt, das alte neu, und das neuealt wird, und gleichwie dieSchweitzcr,die vor2Oo.Iahreu gelebt, eben nicht die Sitten undMode durchaus gehalten, welche die Schwä-tzer, die vor 4oo.Iahren gelebt, gehabt haben,also ist es zu nnsernZeiten auch gegangen. DieRälsei, in fremde Lander, dieKaufmannschaftund daraus vermehrter Reichthum, deren dieWollust als treue Gefährtin gefolget, gabenAnlaß zuVeränderung der vormaligen schlech-ten und einfältigen Lebensart, also daß manin den fürnehmsten Eydguoßischeu Städten,mmmehro inAnfbauungderHaüser, derenMeublirung uttdAnszierung, in derKleidung,in den Gastmählern, Speisen und anderm,mehr nach Italiänischer und Französischer Weise sich einrichtet, und das alte fahren läßt.EtlicheSachen hat mau besser gemacht, etlicheaber schlimmer. Was ist zu thun? Das Geldmuß wieder unter die Leute. Vor diesen, ge-schahe es durch Tugend, nämlich durch Frey-gebigkeit gegen die Armen und Gottshanser;heut zu Tage geschiht es durch Laster, näm-lich durch den Überfluß und Verschwendung.Was aber das Landvolck betrifft, zumalen in 'den innern Ländern, das behaltet noch sei- ,ne alte Tracht, Gebrauche und Manier. ,Die Sprache der Schwerer ist die Teut-sche, ausgenommen Genf , NeuenburgundeinTheil desBerner-undFreyburger,Gebiets,sind Französischer Zungen, wiewol das ge-meine !