Bunds - und Staats - Historie. 269
^ öffentlich beywohnen mochte. Diese zu Genf ungewohnteSache erregte denPöbel zu einem^ Tumult. Ein Müller und ein HolländischerSchneider löseten darbey eine Pistohle, wor-< auf der Herr Resident fast geschmälet, und sich
über Affront beym Magistrat beklaget. Diese^ beyde wurden hierauf eingesetzet/ und ein Er-presser von der Stadt nachParis geschickt, mn' dem König den aufrichtigen und umstandlt-, chen Verlauf des paßirten zu hinterbringen.
Zugleich wurde Herr Franconis nach Zürich « und Bern geschickt, den Handel gleichfalls,> daselbst kund zu thun. Es wurde hierauf eine' Conferenz der Evangelischen und zugewand- Confercn;- ten Orte nach Arau ausgeschrieben, hierüber zu Ära»
^ zu deliberiren/ und dorten eine Gesandtschaft deßwegen,nach Solothurn zum Herrn Ambassadorn er-kannt, selbigen zu ersuchen, bey Hof seine 0k-6cis anzuwenden, daß in diesem Puncte dieStadtGenfan ihrer geistlichen und leiblichenFreyheit ungemolestirt verbleibe und gelasseni werde, und der Resident Ordre erhalte, seineprivat Religions - Übung enger und nur fürl seineDomestiquen einzuschräncken und zu hal-I ten. Der Herr Ambassador gab gute WorteundVertröstung. Nicht lange hernach gab der5 König zu vernehme,daß man die zween Jnhaf.
tirten wohl losgeben könne, aber wegen Be-i schranckung der Capelle des Hrn. Residenten! wurde nichts eoncediret; derohaiben dieserM fortfuhr unter öffentlichem Zulatif Messe le-sen zu lassen. Woraus An. i68o. abermal-v! ein Tumult eutstuhud, der -je Regierung zuM Genf