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Des Fürtrefflichen Hochgelahrten Herrn Alberti Krantzij VVandalia Oder: Beschreibung Wendischer Geschicht : Darin[n]en der Wenden eigentlicher Vrsprung, mancherley Völcker, vnd vielfaltige Verwandelungen, sampt dero vollbrachten großmechtigen Thaten, vnd was sie entweder vor Reiche angerichtet, oder auch zerstöret ... / Allen der Historischen Warheit liebhabern, erstlich vom Authore in Latein vorfertiget: Nun aber denen, so derselben Sprach vnerfahren, in Hochteutsch transferiret vnd vbersetzet, Durch M. Stephanum Macropum vom Andreaßberge
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Wendischer Geschicht/ dasXII.Buch.

DasXXIII

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431Der faust verfolgen/ vornemblich aber vber vor ermehlten Herzogthumb den Kriegernewert haben. Darumb ist man in die Richtgangen/ vorab/ weil vnser HEreGott den König mit Kindern gesegnet/ dahero sie verhofften/ es solte das Herzog-thum/ heut od morgen einem von denselbe sein gegeben worden. Aber es hat sich an-ders zugetragen/ wie an seinen ort sol gemeldet werde/ jst ifts zur erinnerüg gnug.Och war des geftrengen Kriegs zwischen den Ordens herrn vnd Cap.den Städten in Preussen kein ende/ sondern verfolgten denselben gleiche Langwisscharff zu Wasser vnd Lande. Denn damit die Ordensherrn den Danki in Preusgern die See behindern möchten/ schickten sie eine anzahl gerüsteter Schiffe von sen.Königsberg ( welche Stadt dem Orden gehörig/ darin auch der Heermeister seinenfi hat) dahin/ denen die Danziger etliche leichte Soldaten entgegen sendeten/ vndalso zweene keyle gegen einander schlugen. Dieselben theten eine zeitlang was rechtvnd jrer billigkeit gemäß. Als es aber neben jrer bloffen besoldung vnd etwa einemDonatiff keine andere fettere beute regenen wolte/ besuchten sie der vorüberfarendenkauffleute güter/ gedachten vnd hoffeten es solte verborge bleiben/ vnd niemand ersfahren/ welchem theil sie in die hende geraten. Dieweil sich denn die Läbischen offewegen solcher jnen zur See zugefügten Räuberey beym Rath beklagten gleichwolnit eigentlich bericht thun fonten/ von weme sie angesprenget/ armirten sie ein geswaltig Schiff mit tapfferen volck vnd schicktens zur Seeden frigen sichere straßzuhalten. Der Danziger Soldaten kamen wieder auff ir gewöhnlich handtwerck:wurden aber von den Lubischen vberwunden/ vnd deren etliche im streit erwürget/von den vbrigen aber 35 gefangen gebracht/ vnd mit dem Schwerd gerichtet. In berzudem desselben jars noch wehrenden Preusischen kriege/ thete der Commenthürvon beck geElbingen ein verschlagener krigsman/ der mit seinen verfesten anschlegen die feins richter.de zum offtern betrogen vnd vberwunden/ groffen schaden/ vnd ob er wol an dem eis thur vonnem auge blindt: erstattete er doch solchen verlust mit vorsichtigkeit vnd spisfundi Elbingengen rencke. Eben dieses hat sich auch mit Philippo Könige zu Macedonie des gros-fen Alexanders vatern/ mit Hannibal der Cathaginenser/ mit Sertorio der Hi-spanier/ vnd auch andern der Römer Fürsten vnd häuptleuten zugetragen. Denndiese alle haben das jenige/ welchs inen an dem einer auge abgangen/ mit scharffenFlugen verstande ersehet: von jht angerdgten Commenthüren aber weiter zureden/machte sich derselbige mit einer anzahl gutes friegsvolcks fertig/ vnd begab sich dasmit für die Stadt Danzig / ob er etwan die Bürger fonte heraus locker:/ welche sichaber lang inhielten/ als die den Vogel vorhin wol kennen lernen. Deswegen bestacher einen mit geld/ der gieng in die Stadt vnd sagte: Wollet ihr dem Krieg ein endemachen/ so treibt den Commenthür von dannen/ welcher in der nähe mit weinigvolck gesehen worden. Die Bürger denen wol wissend/ was an im gelegen/ zogenfreywillig/ jedoch one alle ordnung/ gegen in hinauß/ dieselben hieß er willkommen/vnd hawete entweder/ die sich wehreten/ nieder/ oder nam sie gefangen/ vnd befahmderen eine grosse mång in die hende. Immittelst lagen die Bürger vnd der Rath an Linheisder einheimischen feuche franck. Die gemeinde wolte dem Rath nicht gehorchen/ in dersondern die hand mit im spiel haben/ vnd in vielen selber Herren sein. Den im fries Stadtge ist den gesehen das maul gebunden. Vnter andern war einer/ der sonderlich frech Danzig vnd gut pofelisch/ dem der gemeine Mann auch allenthalben folgete. Denselbengedachten die Hern vnterm schein/ das sie im grosse chre anthun wolten/ hinweg zuschicken/ damit sie in seinem abwesen die anden desto besser zu gehorsam haben konsten. Solchs ins werck zurichten/ berieffens jne für sich/ redeten in an: sie hetten/ wieer wüfte/ an dem orth ein Schloß darauff sie von den Bürgern eines rechtschaffnevnd tapffern heuptmans benötigt/ vnd langeten in an: Ob er nit wolte der Stadtvnd gemeinen nüßen zum besten solche hauptmanschafft etliche tage auff sich nehmen? Diese im angetragne chre wie er denn ein hochtrabender Mann/ fasfete er mitbeyden henden. Zog damit hin/ vnd feste sich auffs schloß vnd fonte nunmehr in derStadt feinen tumult vnterm volck errogen. Ehe den sie jm aber das Schloß vberaDo if

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