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Ephemerischer Almanach der neueren Zeiten für die Liebhaber der Geschichte besonders für Jünglinge / [David Christoph Seybold]
Entstehung
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Der sechs und zwanzigste Wintermond.

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st Otto der 2te (98;.)

Einer der thätigen und tapfern Kaiser, die den TeutschenThron zubesizcn verdienten! Anfangs machte Heinrich vonBaiern ihm denselben streitig. Allein Otto schlug nicht nurihn , sondern auch seine Bundsgenoßeu, den König Haraldaus Dännemark und BoleSlas, Herzog von Böhmen .Hicraufwandte er sich gegen König LothariuS von Frank­ reich , der Lothringen wegnehmen wollte, und blieb durchden Frieden im Besize des Landes. Jndeßen hatte die Rö-mer die Lust angewandelt, ihre alte republikanische Ver-faßung wiederherzustellen. Ottogicng daher nach Italien ,und verjagte den wider seinen Wille» gewählten Pabst, derseine Zuflucht nach Konstantinopel nahm, und die Grie-ÜMnebst den Saracenen, die den untern Theil von Italien besaßen, zum Kriege gegen den Kaiser aufwiegelte. Otto istin verschiedenen Treffen glüklich,wird aber in einem Haupt-treffen durch die Verrätherei der Jtaliäncr, die ihn ver-läßet! , gänzlich geschlagen, von den Griechen gefangen undunerkannt ranzioniert. Hierauf halt er einen Reichstag 'zu Verona , und macht Anstalten zn einem neuen Zuge ge-gen seine Feinde; stirbt aber frühzeitig, wahrscheinlich vonseiner Gemalin, Lhcophania, einer Griechischen Prin-zeßin, vergiftet.

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st Helvetius . (1771.)

Äer Verfasser des berühmten Buchs vom Geiste ist im I.,715. zu Paris geboren. Sein Vater war Leibn,edikns der'

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