Lande durch die alamannischen Eroberer der Name Alisazgaugegeben worden nach dem das Land durchströmenden Flusse.
Der fränkische König Chlodwig war durch seinen Sieg Herrvon Alamannien geworden; aber er musste dieser Herrschaft denBoden erst gewinnen. Das wilde Alamannenvolk bereitete demneuen Regimente Schwierigkeiten, und so sehen wir Chlodwig gerade hier sein System der militärischen Kolonisation, verbun-den mit der Entvölkerung ganzer Landstriche, zur Anwendungbringen.
Es geschah dies im nördlichen Alamannien am Neckar , imGebiete des spätem fränkischen Herzogtums. Die alamannischenBewohner dieses Landesteils wurden vertrieben oder entzogensich selbst, durch Flucht und Auswanderung, der fränkischenHerrschaft. Sie begaben sich nach Rätien und Helvetien unterden Schutz des Ostgotenkönigs Theodorich. Dort im Alpenvor-lande zwischen Iller und Lech , in Vorarlberg und südlich vomBodensee entstand auf diese Weise ein neues Alamannien unterostgotischer Herrschaft.
Der Versuch Chlodwigs im Jahre 502, auch dieses Gebietsich zu unterwerfen, scheiterte am Einsprüche Theodorichs. Aberim Jahre 536 trat der Ostgotenkönig Witigis, Theodorichs Enkel,von den Byzantinern in Italien bedrängt, dieses Alamannien andie Franken ab und gewann sich dadurch deren Bundesgenossen-schaft.
Es war ein Gebiet, in dem die Ostgotenherrschaft die räti-schen und helvetischen Alamannenlande mit den rechtsrhei-nischen zu einer Einheit verbunden hatte. Und diese Einheitblieb nun auch unter der fränkischen Herrschaft bestehen; siewurde zum Herzogtum Alamannien .
Soviel vom rechtsrheinischen Alamannien. Das linksrhei-nische Gebiet abwärts der Aare, insbesondere unser Eisass, hatseine eigene abgesonderte Stellung.
Sowohl jenen östlichen Landen als dem Frankenreiche ge-genüber.
Das Gebiet des Herzogtums wurde durch den Vertrag von536 gewonnen und, unter eigener Verwaltung durch seinen Her-zog, dem Reich angegliedert. Das Eisass dagegen ist infolge des
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