Band 
[Dritter Theil]
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406 Dritter ksnoän?- II- Capitel.

8.XVH. Mons gerichtet hatte, daher dieselb-Fittich solchem vorgebogen, und es Uli-thunlich gemacht.

Das vor Steenkirchen in etwas fehl geschlagene Vorhaben, schröckteden König Wilhelm und Churfürsten von Bayern nicht ab, daß sie nichtnoch immerzu sotten Lust gehabt haben, dem Luxemburg eines zu versetzen.Allein dieser hielt niemal Stand, sondern so vfft man ihn angreiften wolte,(welches ihm dem Ansehen nach allezeit verkunvschafftet gewesen) so verän-derte er sein Lager, und hinderte also den vorgenommenen Angriss. Da-hero endlich der König Wilhelm, weil der Herbst heran nahete und im Fel-de nicht viel mehr zu richten war, die Armee dem Churfürsten von Bäyernüberließ und nach Engelland segelte, nachdem er Furnes und Dixmuyden,von welchen die Frantzosen die Mauren und Walle niedergerissen hatten,wieder bevestigen lassen, um Duynkirchen, auf welches man vor künftigenFeld-Zug ein Absehen hatte, desto enger einzuschlicssen.

Es gieng zwar noch ein kleiner Scharmützel vor, da der General Grafvon Vehlen mit einem Lorpo von 6220. Mann den Lomw cl'Arcour imLühelburgischen aufschlagen wollen, so aber ebenfalls ohne Vortheil ablieft,weil die Angreiffende wegen Enge des Platzes nicht genug unterstützt wer-den kunten.

Charle. Nach König Wilhelms Abreise krochen die Frantzosen, die sich bißherRoy gewaltig innen gehalten, wieder Herfür, jagten die Holländer aus 8r. Truyen,bombar. welches sie plünderten und brandschatzten; auch ruckte Vollstem unvermu-dirt. thet vor Charle-Roy, und fieng an solches zu bombardiren, hatte auch derUntern-Stadt schon zimlichen Schaden gethan; er durfte sich aber davornicht länger aufhalten, weil die Mitten ihme aufdem Fuß folgten, und ermit ihnen sich einzulassen nicht wagen wolte.

Mit Huy hatten die Frantzosen ein gleiches vor, und belagerten solchesam andern Christ-Tag mit 18202. Mann, sie fanden aber allda ebenmäßi-gen Widerstand, und den Churfürsten von Bäyern mit einem Entsatz von32222. Mann in der Nähe, musten also auch von dar unverrichteter Dingeund mit zimlichem Verlurst abziehen.

Es war aber leider so weit gekommen, daß die feindliche und auf einan-der erbitterte Nmionen sich vergnügten, den Krieg allein in Europa zu füh-ren , sondern auch in den äussersten Enden der Welt einander zu ruinirentrachteten.

Verlurst Auf Suranime hatten die Frantzosen schon in vorigen Jahren einenver Frau. schärften wiewol vergeblichen Anfall gethan, hingegen musten sie in West-dosen in Indien in ihren Colonien auf 8t. Christofle, Martinigo und GuardelupeWesten, viel und fast den völligen Garaus von den Engelländern leiden; ausCana-' da wollen sie zwar den Engelländern eine Vergeltung thun, wurden aberauch allda mit blutigen Köpften wieder heimgewiesen. Besser aber gelang

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