nichts anders zu thun , als daß man die Cüsten so viel möglich mit Scham 8. xvir.tzen bevestigte , und diese mit dem Land-Ausschuß versah / nebst einigen ge-worbenen Mannschafften, die man aus Niederland dahin beorderte , wor-mit man auch der Gefahr zimlich vorbauete, wie wir in dem vierdten Ca-pitel mehrers melden wollen.
In Nicderland blieb abermal , nach des Königs Heimreise, dercliul äe Luxemburg zurück, dessen Armee aber , durch die Oetacliements 5so man nach den Normandischen Cüsten und in Teutschland abschickenmuste / sehr geschwächt war, dahero den Alliirten abermal der Muth auf-stieg , daß sie ihn zu einer Schlacht nöthigen wolten, die er aber allezeit garvorsichtig abzuleinen, und dabey manchmal den Alliirten sechsten die kouru-Ze abzuschneiden wüste.
Weil nun Luxemburg zu einer ordentlichen Schlacht nicht zu bringen ä<Nonwar, so entschloß der König Wilhelm, ihn in seinem eigenen Lager und beyVortheil anzugreiffen, und zu bezwingen, gestalten er ihn auch bey Steen- ^kirchen und Enguien also amraff. Der Angriff gieng mit grosser Hitze an, Dm 2;,die Franhosen aber, denen ein Chur -Bäyrischer Edelmann das Merck schon Iul.
- verrathen hatte, fanden sich allbereit in Postur hinter Hecken und Gräben
- wol gestellt, und die Stillens vor sich habende. Deme ungeachtet, gien-
Ä gen die Engellander so grimmig auf sie loß, daß sie zwey Posten und sechs
Stucke (die man hernach vernagelte) verlassen musten. Alles fieng in demÄ Frantzösischen Lager sich schon an zu beugen, und nach der Flucht umzuse-hen , und hatte Luxemburg genug zu thun, daß er die Luttail!oii8 um derEhre des Königs Willen bäte, noch etwas Stand zu halten, biß daß Lou-.üeur, den er auf Bericht des obigen Edelmanns schon beschrieben hatte,mit seinem Corpo ankäme, welcher sich auch noch vor Abend, und als»grad zu rechter Zeit, einsund, und dadurch den Sieg, so die Alliirten schongleichsam in Handen hatten, ihnen wiederum disputirte. Weil nun derPlatz und die Gelegenheit zu fechten gar enge war, also, daß die wenigstenLattsillons von den Alliirten zum Schlagen kommen kunten, die Nachtauch allbereit einbrach, und Luxemburg mit den Boufleurischen Völckernverstärktet war, so fand man Alliirter Seits nicht vor thunlich, sich weiterallhier aufzuhalten, sondern zog sich zurück, nachdem man in diesem hitzigenAngriff biß in dritthalb tausend Mann sitzen lassen. Die Franhosen hattennoch etwas mehr eingebüsset, und meistentheils Officiers, denen man auchallein zuzuschreiben, daß die Schlacht vor sie nicht völlig verlohren worden,dann das gemeine Volck stund schon würcklich auf der Flucht. Der ver-räterische Edelmann ward gleich nach dem Treffen ausgekundschafftet,und gehencket. Er hatte auch vor deme denen Alliirten schon einen grossenSchaden gethan, und den Franhosen den Anschlag verrathen, so man auf
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