Band 
[Dritter Theil]
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Dritter?enoäus. VII. Capitel.

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8 . xvn. Mittler selbsten. Weil man nun, ungeachtet Frankreich solches angebot-ten hatte, keinen Stillstand nicht eingehen wolle, und doch dabey denKrieg so schlecht führte, daß währender Tractaten Ath und Barcellonaverlohren ward, darneben auch Frankreich seine Bedingnissen mit HollandFranck- und Engelland schon so viel als geschlossen hatte / so trug es keinen Scheu >reich er- sich täglich höher und härter gegen die übrige Alliirte anzulassen, wolle überhart a§ die Bedingnissen, die es in den ?l-Xliminsr - Tractaten angebotten, nichtden das eines Fusses breit weiter gehen / und war endlich so hart, daß es den übri-Reich. gen Alliirten ein angesetzte Zeit biß auf den letzten August vorschrieb, innertwelcher Zeit sie sich erklären sollen, ob sie ermeldte Bedingnissen annehmenwollen, nach deren Verlaufs wolle es nicht mehr daran gehalten seyn.

Der Me- Es ereignete sich bey diesen Lonkerent-ien auch noch eine andere un-äiscor vermuthete Schwierigkeit: Da nemlich Königliche Majestät in Schweden mit Tod abgieng, wordurch dann die Stelle des Schieds Richters erledigtward. Doch entschlossen die sämtlichen Friedliebenden Machten sich bald,daß sie der Königlichen Schwedischen Regierung die Vermittlung lieber aus !> schieben, als einen neuen Schieds-Richter (worzu sich Dänemarck mit vie-ler Mühe anböte) zulassen wolten.

Nun war unmöglich daß inner der kurtzen Zeit, so die Franßosen zurAnnehmung der angebottenen Bedingnissen vorgeschrieben, über die unver-muthete Veränderung der bißherigen Hoffnungen, auch nur nothdürfftigeRathschläge hätten können gepflogen, geschweige etwas entschlossen werden,so wolte man auch sich aus diese Weise keine Gesätze vorschreiben lassen;strich also die angesetzte Zeit ohne weitere Erklärung vorbey. Alsobald abererklärten die Franhosen, daß nunmehr ihr König von der Abtrettung Straß-burg nichts mehr hören, sondern allerdings solches behalten und eine Gleich- ?gültigkeit davor geben wolte.

Diese Veränderung machte die Käyserliche und Reichs - Gesandtschafftsehr bettelten, und noch vielmehr als sie vernahmen, daß Engelland undHolland, ja Spanien und der Churfürst in Bäyern selbsten, nicht weitentfernet wären auch wegen Lurembourg die angebottene Gleichgültigkeitanzunehmen; sie thaten derohalben gegen diese alle ersinnliche Vorstellun-gen , um nicht allein gedachte Annehmung einer Gleichgültigkeit zu hinter-treiben , sondern auch die übrige Alliirte, zu gäntzlicher Abbuchung derNl -ael. Friedens - Traktaten, und eiferiger Fortsetzung des Kriegs, zu vermögen;land , sie fanden aber bey ihnen allen taube Ohren , weil diese vielmehr GOttSpanien danckten daß die Sache so weit gekommen, daß sie dieses kostbaren undHol- verderblichen Krieges ein Ende sehen kunten. Im Gegentheil reisete deschmihren Königs in Engelland Wnilwe und geheimester Liebling, der Graf vonFrieden Portland , zu dem lvinrecksl cle Boufleurs in das Lager, traff mit ihmdeson. einen Stillstand, und machte in zweyen Eoutereatrien vor Engelland,