Band 
[Erster Jahrgang] Zweites Vierteljahr. 1781
Entstehung
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-Sachen hätten ? so nennt man z. B. die grosse schlaMfaltige Haut des Ochsen am Hals und an der Brust (palea-rialaxK, le karan) an einigen Orten Wampen, aber hierin meiner Gegend nennen die Landwirthe sie Stelle am Och-senkörper auch Wampen, wo die wahren Rippen aufhö-ren, und die falschen oder kurzen anfangen. Alle Leutesagen Fischohren , aber das, was am Fisch so heißt, istkein Ohr. Meine Zuhörer müssen sich statt dieser falschenBenennung an das Wort Riehmen gewöhnen, das ganzetwas anders ist, als Aiefer». Ich sage nicht gern : dasThier hat im Nieser so viele Zähne: weil Riefer einenBaum bcdcmet aus dem Tannen-und Ficl'tcnqcschlecht,und weil wir fürjcnen Knochen , in dem die Zähne stecken,daS so viel deutlichere Wort Rinnbacken und Rinnladehaben. Wer kann sich bei Haarwachs am Kalbfleisch dasdenken, was der andre meint ? ES sind Flechsen, lenäl-ue;, verhärtete Bänder an den Muskeln, warum nenntman es dann nicht Flechsen, und erspart sich die Erklä-rung ? Immer gibt man dem Fisch Floßfedcrn, undsteht dann eine einzige Feder auf den Flossen? Müssendann nicht nothwendig durch falsche Namen auch falscheBegriffe gepflanzt werden ? ES ist bald gesagt, die Schlan-gen seyen mit Schuppen bedeckt, aber, wenn manmehrere Schlangen vergleicht, so findet man am Körperzwar Schuppen, aber auch Schilder und Ringe?Wollen wirnun die grösseren und die kleineren Stücke derBedeckung unter einerlei Namen fassen, so verlieren wirdas Recht auf den Namen des Naturforschers , der allesgenauer ansehen, und scharf prüfen solle. Die meistenmeiner Zuhörer nennen immer jede braune Phaläne, oder