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FDEIE JUGEND
ORGAN DER SOZIALDEMO
JUGENDORGANISAITION D
Erſcheint alle 14 TageRedaktion u. An miniſttatian; Zürich 4, Süderfr. 20: att edab anne ment. Inland 3. 3. 60, Ausland 3.3 5.—
SCH
| 13. Jahrgang: Nr. 3
WLerlag. E. Arnold, Bäckerſtr. 20, Zurich 4.
Dem Kampf entgegen.
Dreieinhalb Jahre werden täglich durch Kanonen und Ge—wehrfeuer unſchätzbhare Werte vernichtet. Zweinndvierzig: Mo—nate lang zerfleiſchem ſich Menſchen. Das wahnwitzigſte dabei il,daß keiner den andern kennt, keiner tat dem andern etwas Böiesan, und doch dauert das große Morden fort, ohne daß jemandſagen könnte, wann dieſem ein Ende geſetzt werde.
Unwillkürlich ſteigt die Frage auf, ob im 20. Jahrhundertnoch Stlaverei herrſche, ob eigentlich jeder einzelne über einePerſon nicht das Beſtinmüungsrecht beſitze? Bevor man Zeit hat,die Berechtigung dieſer Frage zu überlegen, übermannt einemder ganze Jammer des kapitaliſtiſchen Staates, der ganzen fapi—taliſtiſchen Geſellſchaft. Ja, freilich, jetzt herrſcht das Kapital,und wer es nicht hat, der iſt untertan. Das Kapital beherrſcht ingleichem Maße Staat und Geſellſchaft, trotzdem es lich in ver—hältnismäßig wenigen Händen konzentriert hat. Die Tendenzdesſelben beſteht darin, daß es immer nach größeren Möglich—keiten jucht, es räumt alle Hinderniſſe ans dem Weg— es über—ſchreitet Meere und Berge, es läßt Millionen von Menſchen—
erhob es jein Haupt,um ſein Werk zu beenden, ſein Werk, das imnrer auf Koſten derFreihrit, des Wohlſtandes von Millionen einzelner zuſtandekommt. Den Kapitalismus iſt der Begriff Menſch ein leererSchall, die Klagen der Witwen, die Tränen der Waiſen rührenihn nicht. Aber die Mutter Natur iſt nicht nur grauſam, ſie itauch artig und weiſe in gleichem Maße— der menſchenwidrigenTendenz des Kapitalismus(legte ſie das Todesgift und die(Grabesſchaufel bei, das heißt er muß an ſich jelber zugrundegehen. Aber ſeinen Tod befördern müſſen alle, die ihm zu ſeinerMacht, zu ſeiner Größe verholfen haben— die Beſitzloſen, dasProletariat der ganzen Welt. Sind ſie jetzt bei ihrem Werk?Ein Gefühl des Schmerzes und Schande erfüllt einem, wenn manan das Tun und Laſſen aller derer denkt, die angaben, für dieBefreinng der Armen und Ausgebeuteten aus dem Joche desWürger-Kapitalismus arbeiten zu wollen.
Das Jahr 1914 wind zweifellos als eine neue Zeitrechnungin der proletariſchen Bewegung gelten. Auch in dieſem hiſtori—
leichen hinter ſich. und immer wieder