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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Vorrede.

bette. Er vor sich ringet nur darnach/daß er durch dieengepforteeingehe/unbdurch allen tod ins leben dringe.

4 8. Denen übrigen/ diedengröstetthauffen in der wett ausmachen/nem-

lich den ungläubigen/spömrn/verkehrten und ohneGOtt lebenden/ wolle ichrvolmeinend rathen / daß sie doch keine entschuldigungthrcs LrKeiimivondem all-gememenverderbder Christen hernehmen möchten. Sie mögen nurdteallhierauffgeführte zeugender ewigenund unbeweglichen warheit hören / durch welcheGÖtt sich zu allen zelten der gemeinen heucheley Und thorheit des falschen Gottes-dienftes entgegen gesetzt / und niemals auch bey dem äussersten abfall uubezeugtgelassen. Durch die er auch statt derfalschendtngeimmerzu etwas gründliches/gewissesund Göttlichesvorlegen lassen /das auch denen klügsten und edelsten ge-müthcrtt gnüge und ruhe schaffenkönnen. , . , .

49. Sie könnenja von dem gemeinen aberglauben und UnvernunfftigettGottesdienst nicht auffdie Göttliche lehre selbst schließen/daß diese eben so wre je-ne beschaffenund als) vertverfflich sey. Wolten sie dem Gene der gnadennur etn-malin ihrem gemüthe gehorsam werden/es wäre auch ihrem bösen hertzen lieboderleid/siesoltenbald erfahrcn/wiedie wahrcetvigereligiou ankeinemtandundgreUelschuldhabe/sondcrndaßsievonlhresgleichenthönchtm menschen also ver-dunckelt /und durch tausend argcrnüssesogar tnverachtUng gebracht worden.

5 o. Ihren edlern unsterblichen theil würde das warhasstige ltchr CHri-

thöricht und abscheulich halten und der allerhöchstenMajestät sich gernzu füssenwerffen/und nrcht ohne/ sondern in und mitGOtt zu leben rv -mschen würden.Siewürdenauch ausdiesergantzen htstorie lernen/wre zwardas gehennnüß derboßheitgeme'imglichdengröstenzulauff/LppiMwlN, beyfall /gewaltund ansehengehabt. Wie aber doch das geheime licht GOTTesm einigen hervor gebttcket/und insgemein eingetroffen was Paulus 1. Cor. lw . - 30. und CHristus selberxi. 2Z. zuvor bezeuget. ^

fr. Mildem gtffttgen neid aber will ich hier nichts zu thunhabcn/weni-ger mit denen offenbaren lasterern/falschen /sophisten/ abgöttischen/ und allendie da lieb haben und thun dre lügen. Denn wie solchen nebenst denen Heuchlerndiese arbeitso wol als alle meine vorige entgegen seyn wird: also wird auch dre zeitlehren/ob nrcht edle und Gottliebende gemüther dabey beruhen/jene aber alleinsich darüber moviren werden. In welchem fall ihnen statt der wortkriege miternstlicher entdeckung thres eigenenklendesso/wreeshier von dem gemeinen ge-schehen/begegnet/und dlesache selbstnoch klarer gemachet werden möchte/alsodaßihralterAdamwederehrenoch Vortheile darvon geniessendürffte.

; 2. Inzwischen ist mein ernstlich verlangen und bitten/GOtt wölle alleszur Überzeugung und andcrungderer / so es bedürssen/gereichen Essens damit diewarheit allersetis ansticht gebracht/und viele noch erwecket werden/diesem ge-sihehenett eNtwursswerter nachzudenckcn und noch mehr zu erforschen. Jmmasssenaufffleißigcs und redliches nachsuchen noch vielmehr in denen alten und neuenschrifften verborgen liegt / als jemals entdecket worden. Es ist nicht Zu sagen/wie emsig / listig und glücklich diefalschekrrcheallezeitund überall in Vertretung/bedeckung/undverkleisterung derzeugnüsseundfußstapsscnallergotrseltgen ge-wesen. Also daß kaum mit der größten mühe dre alten gange und spuren zu fin-denseyn / weil durch das gewöhnliche lästern undverdammennichts als eckel undscheu vor der warheit unter groß und klein erwecket worden.

is g. Doch möchten alle diese btßherige Satansgriffe am längsten gedau-ret /und die Heuchler und gottlosen GOttes gespottet haben. Er ist auffund ge-

heuchlern/ sondern ausgehe und sich absondere / und kein unreines anrühre: sowird er vonihm auff ewig angenommen und erhalten werden.

Über voriges ist noch dieses zu gedencken nöthig/daß der Leser sich nichtverwundern wolle/wenn er die Historie der Artaner nichtso völligund an einan-derhangeno befinden möchte / als es wol die noth erfodert. Die Ursache i st / weildem Autcm^m ziemlich stückdavon aus dem msnusoripr, als er selbiges an einenandern ort abzuschreiben verschicket /weiß nicht durch wen/ weggenommen undunterdrücket worden/welches denn bey Mangel derzeit nicht ersetzetwerdenkön-

f t «en.