und gestritten/auch dahero die gantzeBibel/wie sie jetzo als unfehlbar angenommen wird/Nicht zm norm allerseits recipire worden?
6^ Ob dahero dieApostel/ wenn sie die #,Schrifftgenanntund denen Christen anbefoh-len/dieses vollständige Corpus , wie es jetzo ist/alleine nach dem buchstaben gemeinet / Md dar-nach alle lehren zu richten und zu prüfen gera-then: da es noch nicht gantz gesammlet oderangenommen gewesen?
7. OderobnichtvielMehrdie leütedazumalinsgemein an demfürbild der heilsamen lehre/welchesihnenderH.Geist selbst kraffr derver-heiffung desVaterszur herwiederbringüng desebenbildes GOtres eingedrücket / gehalten/und darnach sich mallen gerichtet?
8. Ob sie nicht alle Weissagungen / die je-mand gehabt haben mag/nach derähnlichkeitdesjenigen Glaubens geprüfet/welchen sie alseben so theuer/wie die Apostel selbst /empfan-gen gehabt: und von keiner syftematifc^cn /symbolischen menschlichen analogia und Ähn-lichkeit gcwust?
9. Ob sie dannenhero etwas deswegen nllrverworffen oder mißbilliget / weil es nicht indem ausdrücklichen buchstaben derer H.Bü-cher und Göttlichen Schrifften enthalten ge-wesen? und ob sie allerdings geglaubt/daßGÜtt ihnen in denselben alle und jede geheim-nüsse auff einmahl vorgetragen / welche nurm einigen / obwol noch so grossen Buch voll-kömmlichsund so/daß nichts mehr dazugethanwerden könte) abgefasset/und eingeschlossenwerden möchten?
ro. Ob auch nicht die unermeßliche gnadedes neuen bundes in einem unumschrancktenlicht grösserseyn müsse/ als der schatte des al-ten/ in welchem gleichwol auch erstlich über-ooo.jahrlang keineschrifftliche norm die leh-ren und irrthümer zu unterscheiden / hemachaber nur einige xarticulier-schriffren bekant ge-wesen/daß also imneuenbunde noch vielweni-ger ein wahrer bruder den andern lehren durf-fen/ wo ein jeder auff GOrt selbst mit seinengeist gesehen/und so wol aus der Schrifft alsdessen ausssuß seine krafft in seinem hertzen woh-nend gehabt?
n- Ob dannenhero nicht auch noch in die-sen zeitm/ja vielmehr/je mehr sich der tag na-het / alle lehren jetziger und voriger Personenaus und nach diesem ewigen unveränderlichengeist angesehen und gerichtet werden müssen?Nls welcher auch in seinem lichte unbetrüglich/unveranderlich/von falschen auslegungenodermißbrauchen entfernet und allein genugsamsey?
Ob nicht die ersten Lehrer selbst und inverthat nach demwahrenund einigensinndesH. Geistes von allen lehren der menfchengeur-theilet/ oder ob sie sich dabey allezeit auff denausgedruckten buchstaben der Schrifft-bücherbezogen ? und ob fte in ihrem Christenthummehr mcister gesuchet als IEsum CHristum /das einige Wort des Vaters/dem sie sich alleinaus gantzer macht verstauet?
i z. Ob also von ihnen diejenigen vortrageoncr cntdeckungen der gehcimnüsse alsobaldzu verwerffen gewesen/oder würcklich von er-leuchteten hertzen verworffen worden/ welchee-ner oder anderer nicht alsbald in dem klaren
buchstaben derH. Schrifft ausgedruckt gefun-den/ungeachtderH.Geistvonderengewißheitindenhertzen gezeuget gehabt?
14. Ob dieses so gleich eine katzerey genen-net worden / oder mir recht zu nennen gewesen/was nach dereinbildung einiger/dff sich lehrerzuseyn unterwunden/nicht in derlL-chnfft ge-standen/ob es gleich M wacheit gar wohl drin-nen enthalten seyn möge.:?
1 e. Vielmehr ob man dieses Mit gutem ge-wissen verdammen dürffen/was nicht mit dergemeinen auslegung dieses oderjenesSchnstt-orts oder mit der allgemeinen lechr derjenigenkirchen /welchesich ftldst eigenmächtig und ih-rer gröffe wegen Cakholisch/ alt / rein/ recht-gläubig und dergleichen gepriesen hat/ nichtübereingestimmer?
16. Und folglich/ob solcher gemeine ihre
Concilia Ober Consistoria, Academien/Hcul-
taeten / und derselben glaubms-bekäntnüsse/symbola , anathemata , decreta und dergleichen
gnugsam und zulänglich gewesen/nach wel-chen als einer norm alle lehren entweder ver-dammet oder angenommen werden mögen?
1 77 Oder ob etwan einiges menschen austo-ritLt ( als emes Pabsts/ B ischoffs oder Super intendenten / Döctöris, Profdlbris, Pastoris,und wie sienamen haben) so weitzumgründdes glaubens zu setzengewesen/ daß welcher vonihren Meinungen/ lehr-jatzen und schlüssen ab-gewichen/ so gleich kätzerey gewesensey?
r 8 > Ob auch alle und jede ausdrücke/re-dens-arthen/beschreibungen/termini und Wör-ter/ so jemals v on der kirchen angenommen undgebrauchet worden/in der Bibel klarlichzufin-den/oderzulänglichseyn mögen/die gaNtzeuN-ernreßliche fülle aller wunder / tieffen uNd ge-heimnüsseGOttes sattsamlich auszudrucken?
19. Folglichwenndiesesnichtgesaget wer-den kan / ob einiger neuer und zuvor ungewöhn-licher ausdruck einesgeheimnüsses/dasan sichselbst warhafftig Göttlich ist/wegen seinerneü-igkeit stracks zu verwerffen gewesen? und obnicht diese vorurtheile alle selbst wider CHristiund der Apostel lehren von denen Pharijaernund Schrifftgelehrten hätten gelten können/wenn sie bändig gewesen wären?
20. Und ob nichtofft die Göttlichen wercke,und gedancken dem menschen so groß und Liesserscheinen/daß er keinegeschickceworredazufin-den kan? und ob dahero Litt solcher dißfallszuverkätzemsey/wettn erseinen begriff nicht gnug-sam odernach dergemeinen Meinung und weistdarzulegen vermag?
21. Und ob alsomcht einer instinemgemü-the einen gantz reinen und Göttlichen gründund Eindruck von einem schweren religions-puncte haben/und doch davon sich nicht mitder gemeinen üblichen zunge expectoriren kön-ne / sondern wol ossc einen unrecht scheinendenvortragrhue?
^ 22. Auchob es nicht möglich gewcscn/unvsichwircklich öffttrs begeben/dass der unbefug-te eiffer derversaklenett lehrer vielen ihrecxpref-siones - bekantnüsse/und Wörter anders gedeu-tet/als diese es im sinn gehabt/und zwar ent-weder aus Unbesonnenheit /. Übereilung undblindheir / oder auch nicht selten aus boßheitund gottlosen absichten?
»3. Absonderlich weil viele von denen insge-
rttem