hon denen Kätzer-Geschichten.
mein angegebenen Katzernaus vielen Ursachenerwas unverständlich undzweydeutig geredet/und der Geist GOttes selber seine himmlischeweißheit durch rätzelvorzulegen gewöhnet ist/damit die perlen den sauen nicht zu theil werden.
24. Ob es auch nicht mehrmals geschehen/daß beyvorgehendenstreitigkeiten die Richter/lln^uisitorer,und welche sich des Urtheils sonstüber solche verfolgte leute angemast/ durch ca-ptiose, so phift i fcl>c/ jvd e v)öeuttgc fragen solcheerklarungen und bekantnüsse von ihnen heraus-gelocket/ welche an sich selbst gefährlich geschie-nen/den beklagten aber mißgcdeutet/und vo'uderwillcnabgepressetundgelocketworden?
25. Ob nicht eben dieses durch hefftigege-müths-bewegungcn/ unbesonnen-ausgestosse-ne reden/ in denen gewissens-torturen/ auchwol durch den Hencker angestellten peinlichenoder andern schweren fragen bey inquismonettund sonst unter dem Pabstthum vornehmlichhauffigsich eraugnerhabe?
26. Wiederum ob nicht diejenigen unter sol-chen reden verborgene fachen oder Materien ansich^selbst nach unpartheyischer und gewiffcn-hassrer Prüfung erleuchteter genrüther als gött-lich/heilsam und gut befunden werden möch-ten?
27. Und ob diesesnicht vor desto gewisser zuhalten/je mehr offenbar ist/daß die lehrer tuxtcvder vermeinten glückseligkeir und sicherheitnicht allein imlebeNund in dcrpraM (nachal-ler gdttlosigkeit / aberglauben / und falscher;Gottesdienst) sondern auch in der lehre (weilbeydes aneinander hanget) auffs greulichsteverfallen / und in abscheuliche grund-irrthümergerathen gewesen? denen dann die zeugen derwarheit nothwendig den willen GOttes/wel-cher beyjenen vergehen/und vertreten gewesen/bezeugen und entgegensetzen müssen?
284 Da auch einige solche vermeynte katze-reyM nicht eben den gründ odergantzenbegriffdesChristlichrnglaübensmWlevens anbetrof-fen: obste Nlchtzum wenigsten dannoch in ih-ren rechten sinn unschuldig / unschädlich und er-baulich /oder auch besser gewesen/als das losegeschwatz der falschberühmten kunst und philo-sophischen zanck-theologre?
2?. Ob es nicht die Historien und täglicheerfahrung bezeugen/daß viele Meinungen undredens-arrherr/ welche von der zanck-und hersch-süchtigen Clerisey ehemals vrrworffcnwordcn/nachderzcit ungehindert und frey xEttt/hin-gegen daß andere/welche siezuvorfteyund zu-laßig gehalten/hernach biß in bieunterstehölleverdammt unb verratzert sind?
3°. item: Ob nicht eben diejenige lchreoffr. an einem ort/wo ernzaucker gcher.'scher/kätze-rey heißen müssen/welche anderswo / da manliebeund frrcden nachgesucher/ungehindertgc-trieben werden dürssen?
31. Und ob es demnach nicht bey dem blossenMuthwillen / thörigten elfter und eigensinnderzanck-theologen gestanden habe/daß diese undjene lehre bald Vorrecht/bald vor unrecht aus-gefchriem / oder an einem ort angenommen/ andem andern angefochrenworden ?
32. Ob auch diejenige ausflucht hinlmlg-lich und starck genug sey/wenn manvorgcwen-dek: sie alten hatten zu erst von dengeheimnüs-
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sensichergeredet/weiltHchkeinekatzereyen da-von bekand gewesen?
z z. Oder 0 b nicht vielmehr zu erst deswegenkeinekatzereyengemachetworden/weildieChri-sten einander nicht aus den Worten und derenausdruck geurtheilt/ sondern aus dem hertzenund wercken/ dabey sie in ihren reden frey / of-fenhertzig und von unzeikiger verkatzerung un-besorgt gewesen?
34. Ob nicht nach einmahl entstandenemzanck unter denen lehrern sich durch des satanslist und macht die Materien zu solchem ciissun.ren / kpeculiren und controverüen zusehendsgehäuffet / und die natürlichen menschen ihregantze verderbte vernunfft in die Theologie hin-ein gesühret/daßsie dieses diewarheitundor-tltocioxie-daslichtGOrtesaberlügenund ka-tzerey geheissm?
3 s. Ob es möglich gewesen Ware/daß diese«Nigenleute/wclcheeinereinigkeitder kirchmundihrer diener/ eine absonderung der böstn/einevollkommene erieuchtung und Heiligung derChristen und dergleichen erfordert und widerdas falsche Christenthum insgemein gezeugcthaben/daß sage ich dieselben in der allererstenApostolischen kircheverworffen werden könen?Da diese kirche eben in diesem gründ ihre Herr-lichkeit gehabt.
3 6. Dahero ob Nicht hingegen die abgefal-lene Kirche üm ihres tnterette willen nöthiggehabt/ solche zeugen als irrende und wider-spenstige zu unterdrücken / damit ihre blossenicht offenbar würde ?
37. Ob also jemals / wenn die so genantenRechtgläubigen in der ersten laurerkeit der leh-re und lebens stünden / von dergleichen strei-tigkeiten gehöret werden wurde? Und ob nichtvielmehr diejenige unter dem verfall herrschen-de Religion mit ihrer h eucheley/ blmdheit undboßheit als eigentlich so genante Katzerey be-tucheilk/und hingegen die insgemein verworf-ftne warheit und Heiligkeit als ein allgemeinkennzeichen der wahren kirche ChnstÜerkantwerden mäste?
38. Diesem nach/und schließlich/ ob es nichtendlich alle und jede facta geben und darthun/daß die warheit und owbocioxie bey den ver-fallenen Lehrern immerzu diejenige Religionoder das corpus der meynungen heiffcn müs-sen / welche durch die ausserliche macht dieobcrhand und herrschafft über die andern ge-habt?
39. Und endlich dieses bey ihnen katzereygeheissm / was dieser beschriebenen Reli-gion entgegen gestanden / auch so fort noth-wendig von denen / welchen daran gele-gen gewesen / verfolgt und unterdrücketworden.
40. Ob nicht diese befchreibuNg viel richti-ger und in der praxi gegründeter sey/ als alleandere: nachdem die gwssesim Lehrer selbstbekennen müssen / daß es schwer/ja unmög-lich sey / eine katzerey recht eigentlich zu be-schreiben.
41. Ob nicht dieses offenbarlich eintBabe-lische Verwirrung / Ungewißheit und blmdheitanzeige / daß sie niemals hierinne recht einigwerden können / und nicht gewust was sie sa-gen oder setzen sollen ?
42. Ob dieses nicht eine offenbare abwm
chrmg