Allgemeine Anmerckungen
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~Ts. Ob es genug / daß die ckensey einseitigund offenbarlick-partheyisch in ihren jymbolen/j^iemLribuL.ichontiL und streirschrifften allediffentiitnöe nacheinan der in die katzer -rolle se-tzen / beurtheilen und mit etlichen syllogismisöderciiKinLionensofortdemteuftlübergeben/ungeaeht sie offr wo! kein blat von ihnen gelesen/noch sie selbst erst gründlich vernommen unduntersuchet ? Jtcnr/ob damit die katzer strackswiderleget seyn/ wenn auf Universitäten hieund da einige theses und argumenta zusammengerastet / etlichen dilcipeln oder dienten «lgopponentm (die nicht widersprachen kön-nen oder dürffen/)zu ventiliren gegeben/ undder actus mir schmeicheleyen / eigenem lobeund schmausen beschlossen!/ dem ldxsidi aberdie arbeit 2/ 9 / oder mehrfach wol bezahletwird?
29. Noch vielmehr/ ob es GOttgefällig unddem ersten Lhristemhumgemaß/oder den zuhö-rern erbaulich sey / wenn in Predigren/da mankaum nachnothourffrdie ersten buchstabenderChristlichen lehrunv lebensabsolvireu kan/mit
ben aufdringen/ die gewissen ängstigen/und beygeschehener Weigerung mit straffe an ehr /gut 0-dcr leben ansehen könne ?
97. Ob solcher heydnischer proceß / welchendie ersten Christen erduldet / hernach ohneGOTTES beleidigung durch öffentlichegesetzt habe eingeführet / und mir so vielunzehlichen executionen practicim werdenkönnen?
38. Ob aus diesen heydnischen weisen nichtdie grausamsten blutstürtzungen im Pabst,thum / und die Verfolgungen unter anderngemeinden hergestmnmet ? Und ob nicht allesolche eiffcrcr von einem geist getrieben wor-den ?
99. Ob man nicht mehr durch soldateu/büttel / stockmeister und hencker / als durchgründlichen unterricht und beweist zu bekeh-ren oder vielmehr zu verkehren gesuehet ?
40. Obsolche ossenbahreboßhcir undhalß-star.'igkeit der clerisey ihren vermehrten sinnnicht viel eher zur wesentlichen belchreibungder kätzereyen gehören/alsdie stanohaffrigkeit
tzer schleust / welche doch daselbst nicht antwor-ten dmffen?
90. Ob es verantwortlich / wenn auf dieseoder andere weise das arme unwissende volckgeärgert/ und an statt der liebe und andererglaubens-frächte mit gall und birterkeit an-gefüllet / ja wol zu aufflauff und allem mmh-willen/zanck und streit angefeuret wird?
9 1. Ob es nicht die gemeinsteund leichtesteArt in der verderbten kirche allezeit gewesen/daß wen die Clerisey gern aus dem wege ha-ben/ und an leib / ehr und gut verderben wol-,len / sie einen solchen der lehre halben verdäch-tig gemacht / und ihm den kätzer-mantel um-gehencket / womit er schon so gut als geliefertgewesen?
92. Ob man nicht auch wider alle natürli-che und weltliche rechte gehandelt / wenn sol-chen leuten nicht einmal die geringste zulängli-che Verantwortung / erklarung und defeniionverstattet worden/sondern man sie offr unver-hört/unüberzeugt undungestanden verworffen/verjagt und unterdrückt ?
99. Ob es die Spanische ingnilltion alleingethan / oder ob nicht vor und nach denselbenzciten mich bey andern Haussen/die von jenersind vcrkätzert worden / eben dergleichen vor-gegangen ?
94. Ob esnichteingewlsseszeichengewesen(daß man nehmlich dem beweist und ausbruchder Unschuld zuvor kommen wollen ) wenn mansolche lemealsbald verbannet/des landesver-wiestn/ in ewige gesangnisse gesteckt und ver-mauert/ oder gar heimlich üms leben ge-bracht ?
Z s. Ob es mit einem einigen befehlGottesoder epempel der ersten Christen zu beweisen ste-he/daß man lente/ welchem ihren gewissen zud-escm unt> jenem lefppunct nichtja sagen kön-nen/mit gewalt dazu getrieben / gefangen ge-setzt /gepeiniget / mit Hunger/ blöffe/ frost/hitze/armuth und Confiscation der guter oderleib-und lebens-straffe zwingen wollen ?
96. Ob eine obrigkeit diesen und jenen glam
länglich oder auch nit zulässig gewesen / Die Cle-rifü) dennoch zu ihrem tröst auf dcnschrifft-undmündlichen katzermachen stehen blieden/daß al-so unter diesen nichts als mord und blutvergies-scn allezeit versteckt gewesen / gesetzt daß manstchs nicht «ufern dürsten ?
endlich fragt sichövon denen Absichten und w ürckungen/
i.
B nicht alle und jede/oder doch die mei-/sten eifferer eben diese maxime im sinngehabt / welche die Jüden ehemals deutlichausgebrochen: Lassen wir diese gehen so kom-men die feinde / und nehmen uns alle unsereVortheile? ,
2. Ob sie nichhneben solcher Verhütung undabwendung ihres schadens oder, falls auchwürckliche potirive anschlage geführt auf die-sen und jenen Vortheil ihrer ehre / nutzen oderWollüste und bequemlichkeit dieses lebens?
-.Insonderheit ob nicht viele darinnen son-derbaren rühm der gclehrsamkeit / des eiffersvor die lehre/der vorrrefflichkeit und dergleichenvor andern gesucht / wenn sie diesen und jenenherunter und schwartz machen/oder so und soviel Leute oder gar berühmte manner alskätzer angeben / und dergestalt die kätzer-rol-len ansehnlich vermehren und erweitern kön-nen?
4. Ob auch nicht viele sich bey dem ge-meinen Haussen oder auch bey denen Grossen(die solchen zeugen der warheik um ihrer red-lichkeit willen) fand gewest/dadurch insinui-ren und legitimiitn wollen?
s. Ob mancher hiemit nicht hoch ans bretzu kommen / einen fetten dienst zu erlangenoder weiter befürdcr: zu werden gesucher ?
6. Ja ob nicht wol einige gar mir denjeni-gen/welchen sie nach ihren Aemptern und ein-künffren getrachtet / unL sie doch sonst nichtheben oder vertreiben können / durch das kä-
tzerma-