immgen und kä tze reyen in dem ersten Jahrhundert Lns gemein.
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Jahri. hafftige absonderung von dem wahren Chri-biß c. stenchumzueinemungöttlichenwesenan. Wie-L wolsie eben das lieber mit andernwörternaus-
M. na. t, ruc f fcn / und sich mit fleiß alles zunahmens' und scheltens enthielten / weil es sich so garmit dem Christenthum nicht reimete /"janicht einmal mit der natürlichen bescheiden-heir bestehen konte. Wie denn in den sehrwenigen orten der Apostolischen schrifftenschlechthin die fache angedeutet wird /undLu-therus in derDolmetschung das wort/Katzer/nur ein eintzigmal in der gantzen bibel gesetzethat / weil er den unrechten Ursprung und ge-brauch desselben wüste und selbst erfuhr. Soerkannte nun Paulus / daß unter den gläubi-gen solche rotten/ seyn musten/ undeigentlich setzte sie dem Yed)tsd)affenert und bewähr-te abweu reu glauben der Heiligen entgegen/ i.Lor.
als wcrcke des flestches / die mitrcnLhn, den greulichsten lästern aufs genaueste ver-sreachum. wandt wären /Gal. V. 20. also/daß eines oh-ne das andere nicht seyn/ und keiner ein recht-gläubiger wahrer Christe heißen könne/der ineiner solchen vorsetzlichen Sünde lebete / son-dern allerdings ein irriger und kätzer wäre. Inberrachrung er freylich den wahren weg zum le-ben verliesse und verwurffe/und entweder seineseeligkeit garnicht achtete und verlangcte/oderdoch bey solchem seinem bezeigLstch selig zu wer-den gerrauete. Beydes ist jcswol gewißlich einhaubt-irrthum/dabey es keinemgelingenkan.
4. Hiervon will ich zur erlaurerung bloß dieWorte der Apostel selbst nehmen/ wie sie nachdem buchstaben da vor äugen liegen / indemes ja hoffentlich auf derselben ausspruch un-ter Christen ankommen muß. Petrus nennetausdrücklich faljcke Lehrer und ihre ver-derbt.steten oderkanercpen (aigem?
^«*0 2. ket. ii. 1. Judas stimmet fast ebenmit den Worten ein / und Paulus redet vonden widerjachern der warheit / von un-tüchtigen Zum glauben u. s.s. 2. Tim, III.Nun lasset uns schert / worinne die irrthümerund katzereyen nach dem sinn dieser Apostel be-stehen/ Erstlich setzen sie den gründ des glau-bcns feste/welcher bey ihrer Verkündigung inallen denen durch den H. Geist geleget werde/die nicht selbst mit ihrer vernunfft und eigenemwillen widersireberen. Ncmlich daß die men-schen in dem allcrgieulichsien elend und Unru-he von narur liegen / und in ihren eigenen be-gierden / Gottes feinde / hingegen aber scla-vcn der bösen geister und menschen / wie auchihres eigenen bösen willens seyn. Wie sieauch ihnen selbst daraus zu helffcn weder wis-sen noch können / und ferner allein zu der er-barmung ihres schöpffers fliehen müssen. Fer-ner/ wie sie zu dem gerechten und crzürnerenschöpsser nicht kommen durssten/wo nicht die-ses göttliche wesen in seiner ewigen liebe einenfürsprecher und Versöhner hervor gebracht/und die menschen an ihn gewiesen hatte. Zudem mästen sie sich durch die anregung seinesgeistes auf die freundliche einlavrmg des Ev-angelii ziehen lassen/und in ihm die befreyungsuchen/so dann auch in erkamlichkeit ihme zugefallen leben / und die Ursachen ihrer unruheund Verdammnis folgends nach und nach hin-weg nehmen lassen.
5. Welche diesen gründ annahmen/und das
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Beweiß
davon.
Grund
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geheimniß in reinen Gewissen bewahrten /die^ahrl.hiessen bey den Aposteln gläubige u.rechrglau-^iß c:.bige / heilige/ bruder / u. s. f. Denn alles warsuchnen beysammen/weil sieden glaubmnichtm blosseii specu Lr.onen oder Meinungen/streit-fragen/ wort-gezancke oder leeren satzen such-ten / sondern in der kraffl / that und warheit.
Welche aber entweder in Heuchelei) oder öffent-lichem Unglauben ihn verworffen/ diewarcn ir-rig und verkehrt. Von solchen setzten sie erst-Kätz-mlich voraus /daß sieden weg der gerech- gehöre,rigkeit in der evtamnie IEsir LHrrstigelemet / und wol gestanden / und denunflatl) der welk weggeworfstn / dassieil. gebot GGttes arrgenommen / aufsdem richtigen rvege gewandelt hakten/u. s. w. 2. Ter. H. 15.20. Zum andern/ daßsie ihn verlassen/und nun einen falschenweg im irrthum folgeren / v. iz. 18. sodaß sie ihn nicht mehr wüsten/ V. 20. Ju-dä v. 10. Insonderheit / daß sie den einigenerlöser / Christum ZiEsum verleugneten/und nicht wissen wölken / wie er sie er-kaufst habe / v. 4. daß sie den unsiar derwelk mit der erkäntnüs IEfu Christivertauschet hatten / v. 20. und die gna-de GGktes zu ihrem murhwillen und si-cherheik hinzogen und mißbrauchten,juci. v. 4, Dahero gantz zu wider Christowandelten / als widcrchrrsten / i.Iob.ll, 18.
6. Diesem nach war das wesen und dergründ aller irrthümer ein blosser verderbter Katzereywille/der so fort den verstand auch auf seine imwilleafeite zog / weil dieser nichts fassen noch an- undvcr»nehmen konte / was jener nicht zuvor erwehlet''E«gehabt. Welches niemand leugnen kan/ werdie. beschreibungm der gedachten Apostel nurein wenig anstehet. Paulus benennet aus-drücklich bey den falschen lehremchie haubt-laster/ und saget daraust/solche böse und ver,fühnsche menschen verführen andere mit ihrengefährlichen und sichermachenden lehren / dasie sonderlich die lüsterende weibesbildergefan-gen nehmen unter dem schein etwas zu lernen.
2. Tim. in. 2. 6.13. Petrus vergleichet dieirrigen und verführten den greulichsten sündern/zu Sodom / G omorrha und in der ersten welk.
Und damit man nicht meine/er halte nur ihreirrthümer im verstand eben so gefährlich/ alsjener ihren verkehrten und verderbten willenund wirckliche fünden/so erkläret er sich Hand-greifflich also: Sie wäre» wie das unver-nünffrige vr'eh/ hörte» nickt auf zu fün-digen / wärest knechte des Verderbens/und wölken dock viel von der Evange-lrlcken warhere und fte^heir wissen. 2.
Ter. ii. 4. v 14.19. Und solches thaten nichtetwa die / so man insgemein gottlose nennet/und den reinen rechtgläubigen entgegen sitzen Falschewill: sondern die falschen Lehrer. Diese Lehrer,führeten solche Secten des Verderbens ein/verlästerten den weg der warheit / han,delrett an den unwissenden init ereichte-ken worden / lockten die unbefestigtenSeelen an stck/ u. f f. v. x. 2. 3. s4- Sieverführeten die schwachen so/daß viele ihremverderben nachsolgeten/bloß darum/ weil ih-re lehre und exempel der vernunfft und eige-nem willen der leute nicht zu wider wäre / da
Erster Theil.
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