ve.
Zchr k. ist. Ailwo er a«ch zugleich seine fachen schreck-. tißc. lich genug beschreibet / daß er nemlich von al-len steten angenommen habe / was mir ver-dammlich und abscheulich / ungeheuer / un-glaublich und feindselig seyn mag. Er hättedengreuel derSamanter/den namender3 «t>eri / dre Meinung der tta$areer/t>ieform der Lorinthraner / die boßhere derLarpOcrarraner / und wolle doch denChristen-namen auch haben. Anglei-chen benennet er diesen bey der erzehlung / diewir bald bey Cerinthi Historie sehen wollen/da es doch Lerintbus gewesen seyn soll. Daman sehen kan / wie leicht ihm ein voreinge-nommenes gemütheselber etwasformirenkan/dasdochinderthatnichts ist. Undwiegernedie andern hierinnen nachfolgen / auch wohlscheinbareümstande und Ursachen zusetzen / de-nen man hemach durchgehends glauben undnachsprechmsoll.
Epiphanius harrest 30.
rz.Esist aber diegelegenheit diesesgedichtsUrsprong ohne zweiffel diese gewesen. Ebion heist aufEbio Ebreisch / arm und dürfftig. Und weil' die Juden denen Christen ohne dem einenHaussen spott-namen beylegten/so hiessen siesie auch cwdk arme lerne/weil sie nemlichden armseligen JEsum vor den Meßiam an-genommen/oder auch meistens selber im elendwaren / wie Origenes mit klaren Worten be-zeuget. Dieses hat Epiphania etwa wo ge-funden / und^ihm darauf von freyen stückeneinen solchen katzer aus seinem gehirn erspon-rrm/dem er ohne gründ aus blossen muthmas-sungen beymisset / er habe sich wegen seinerfreywilligen armuth also genennek. Unge-acht indessen die andern kein Wort davon sa-gen/welche sonst keinen unbenennet lassen, (a)Ja Euiebius bringt gar einen andern UrsprungDes namens derEbiomten vor / nemlich ausihrer armseligen und niedrigen Meinung / diesie von Christo sollen geheget haben. Zuge-schwcigen / daß keiner eigentlich die zeit zu be-nennen wciß/da dieser manngelebet Habensoll.Indessen schreibet man einstimmig von derEbwnitoj. secte der Ehioniten / sie mag nun entstandenseyn von wem sie wolle / daß sie die Göttl. Herr-lichkeit Christi geleugnet hätten, (b) Anglei-chen daß sie es sonst in vielen ftücfen mit DenAüden gehalten / die beschneidung und ande-re Levitische gesetze noch vor nöthig ausgegeben.(<0 Und zwar ohne zweiffel deswegen / weilsie gemeinet / Christus wäre nur üm der Ju-den willen gebohren worden / 00 und wasdergleichen mehr gewesen seyn mag. Darausman siehet / daß sie nichts weniger als Chri-stum erkennet haben / wle er den menschen von iGOtt verordnet worden. Da sie also in dentiessstenJüdenthum gestecket/ als woraus dieanfanger zum wenigsten nach der geburt ent-sprossen warm / wie ihr name und andereumstände anzeigen / ausser dem / daß sie eingewisser autor gar unter die Jüdischen stetensetzet. 0)
Origenes lib.If. adr.Ccls.ßnc. /a) Jrenxuslib.I.c.z 6 . Euscb, lli. c. 27. (b) Tertullianus de prx-
icr. c. jj, Philastrius hxr. 97 . Augustinus hxr.IO. Theodoricus lib. 11 . Hxr. Fab. c. i. Epiphan.i. c. Hieronymus dc Scr. c. 107. /c) Irenxus
1, c.lG. Tertullianus J.c. August. 1 . c. Hierony mus cp. 89. Sc Comment. adjes». I. Thcodori-
tn den ersten hundert J ahren insonderheit.
4?
tus l.c. (d) Origenes »-»g< de%S, i. IV. p, s 4 o,cv sl |. y r
&inphilocalia c. 1. (e) Constit. Apost. lib. Vl. ^ h,g r*
Consentiunt dc Ebione Joh. Clericus Tom. * 'XX, Bibl, Univers,Curccllaeus disf. de voceTri-nit. adv. Maresiutn. th. ulc Junnensius in ActisEruditor. Calend. Mart. AnnoXX Cil. p. 146.
Rieh. Simon. Cric. N. T. e. i. Concedit Ittigius,Append.de Hxrestp.iS.
Ehe ich zu den übrigen gehe / muß ichnoch der Nicolaiten nicht vergessen/ die beym Nicolai.Johanne mit namcn also benennet werden/ <«•Offenb.il. 6.14. Da es denn mercklich ist/daß nicht so wol ihrer jatze und wort-kriege/als ihrer wercke gedacht wird / die man has-sen solte. Indem GOTT in stimm urtheilnicht auf jene so wol siehet / wie sie etwa denverstand irre machen mögen / als auf diesevornemlich / wie sie aus einem verkehrten bö-sen willen stressen. Deswegen er auch nichtbefiehlt/ sich mit ihnen lange herum zu dis-xutiren / oder so und so zu verfahren / son-dern nur ihre wercke zu hasten. Wenn Katzerchi,dergleichen lautere Nachricht und wamungstoncnuu.von allen angesehenen kätzern vorhanden wä-gewiß,re / so könte man in der Historie desto sicherergehen. Da man sonst immer ausser gehöri-ger bchutsamkeit besorgen muß/ob man nichthie und da die warheit verfehle/wenns so garauf partheyische rclatiomn ankämt: Dochstehet einem gescheiden Leser allerdings frey/das sicherste zu wehlen / das übrige stimmautori stehen zu lassen. Auf die Nicolaitenaber zu kommen / so werden nun ihre wercke Ihre gott«klar benennet / nemlich daß sie gotzen-opf-lofigkeit.fer gegessen/ und hurerev getrieben:
Woraus es auch andere wiederholen / (f )obgleich andere neuere noch mehr lehrsatze vonGOtt und Christo hinzu thun / vielleicht dar-um / damit es nur an viel irrigen Meinungenbey diesen katzern nicht fehle, (g) Da esdoch schlechter'dings unmöglich ist/ daß ei-ner in solchen fänden leben / und gleichwolvon GOtt/ Christo und den übrigen stückendes Christenthums die reine lehre haben undglauben/ nicht^ber auf irrrhämer im glau-hens - gründe verfallen solte.
(fj Irenxus lib. I.c.27. Constit. Apost.lib. VI. c.S.
(g) Irenxus üb. 111 . c. XI. Augustinus hxr.}. Phila-itrius harr. }3. Epipbanius hxr. zf.
15. Man hat zwar auch einen Ort in igna-i gnat ;i be,tii brieffen / da der nicolaiten unremig-richt hie.keie verleidet wird / weil sie weder Got-vou.tt& freunde noch Christi Uebhaber seynÜonten / und deswegen vom H. Geistverlassen / und von Christo entfremb-det wären. Es scheinet auch nicht der weistdieses Mannes zu wider zu seyn / daß er einenkatzer mit namen nennen solte / da.ers anders-wo nur in so weit gleichsam vm edet hat/bißsie busse thun würden. Wie er gleichwol nocheinmal der unreinen Nicolaiten als falfth-be-nenntet wollüstiger betrüger / gedencket unddavor wamet. Daß also ihr schändliches le-ben gewiß gnug ist/ und nur die frage übrigbleibet / woher diese stete ihren Ursprung ha-be. Epiphanias gibt sich slbCVtUstl sthr bloß/ Epiphani *,wenn er nach seinen vorgefasten Meinungen/gedichiedie er vor orthodox hält / dem Nicolao ct-E ihoeu.was andichtet/ das ihm nimmermehr in sinnkommen ist. Er gibt vor / Nicolaus sey derDiaconus .»im Antiochia gewesen / dessen in
I, A. IltWUUi | -
A.L.H. Erster Theil
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