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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Th.l. B.l- C. iv. von denenKätzem

Jahr i.bige.

Dessen

Widerle-

gung.

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derAp.Gesch. VI. 5. gedachtrvird. Dieser». habe einschönesweibzur ehe gehabt/mit wel-eher ernach derart derer/dieGDtt recht eif-ftrighärten dienenwollm/in völliger enthabrung lange zeit gelebct. Nachdem er aberdiesen vorsah verlassen/ harte er dieses nachvielen ausflüchten mit folgender lehre beschö-nen wollen: Derjenige könnenichrselig wer--> den/der nicht alle tage in unreinigkeir lebete.Welcher vertrag-nicht allein an sich selbst er*schrecklich/sondern auch vereinen/her ihn demandern so ohne bedrucken beymifser / lehr ge- ^fahi lieh ist.

Ignarius epist. ad Philadclph. Smyrn. & Tiall. Epi-pban.l. c.

16. Es ist aber klargemiH/daß er hier aber-mal ausseinemgehirn eine katzerey erdacht hat;Denn erstlich ist nicht zu erweisen / wird auchvonvielen geleugner/daß dieser ggteXicolsuLein anjnhrcr solcher unreinen vögelgeweseri.(K)Ja wo sich auch etliche dißfalsauff ihn berus-fcn harten/so mercken die alcen wol an/daß sieseine wolgemcinte Worte bößlich gedeutet undmißbrauchcthaben. 0) Zunr andern/so hatteausmachen sollen/daß zuderApo-stelzeiten ein gelübde/oder zum wenigsten einsolcherallgemeinervorstrtzderenthalrungdurch-gehends imschwange gewesen/so daß niansei-nem vor übel oder gar straffbar gehalten / wenner sich der ehe gebraucht hatte. Kommt alsodiesebeschuldigung daher/weil dieser halben- -re einmal auff diese Meinung gefallen, war / undalso bey dieser Gelegenheit sie durch dergleichenschlimme relation feste setzen wolle. Welchesdenn «dermal eine probe giebt/wic viel man sol-chen katzerbüchern zuzutrauen habe oder nicht.Dergleicheneben Hiebey in einem anderngnzu-merckenstehet/dasich oer^utor nicht scheuet/Johannloder vielmehr CHristo schuld zu ge-ben/ er hatte die ^icolairen deswegen der hu-rerey beschuldiget/weil sie imehestand gelebet.Indem CHristus deswegen eine jungfrau zurmutter haben wollen / damit keiner von seinenJungem auch nicht einmal heyrarhen solre.sk)

(h) Stephaniis Gobarus ap. Photiuni Cod, 231. exJgnario. Clemenre Alex. Euleb. JJJ. c. '29. Tbe-odoritus 111 , Hser. Fab. c. 1. Constit. Apostol.Jib.Vj.c.j. (0 Aüct cit.|&Po!yd. Vitgiliuslib.MX. delnv.Rer. c.4 Auctor Prxdestinarihscr.4.

Nieoiav i 7 Solcher gestalt hat immer ein irrendertcn andcrcdem andern etwas auffbürden wollen/nur da-bevenut. mit er selbst bey ehren und in der opinion derrechten lehre bliebe. Der naMe'der Nkolai-ren ist unter dem Antichrist herAch zu einemrechten schmahwort gemacht worden/ da dieClerifeyallediejenigen alsozugenahinet/dieimso genanten geistlichen stande heyratheten. (i)Gleichwie auch imneundten ibculÄsolcherXi-colaiten als kahergedacht wird/die ohne zweif-

von ihrer boßheit abgekehret / oder auch die hey- .

den ihnen so wol als den übrigen / die unter dem dißL.Ehrijten-namen bekant waren/den garaus mö-gen beygucer zeitgemachethaben.

( 1 ) Concilium Türonenl'ell. c.19. (m) Auctor ano-

nymus ap: Pithaenm Anna). Franci p. *9. (n)Ambrosius Aasbertus Comm.;in Apocal, Tom.,XllI.E'bl.Pac. p.43?.

18. Endlich ist. noch unter den katzern c- Cerinthrinthus bekam / der noch zm Aposiel-undson^derlich zu Johannis zeiten gelebet haben solh.Massen auch .dieser selbst wider ihn.sein Evan--geliumgeschrieben hat/ wie ihrer etliche von 'den alten anmercken. Da zwar andere nurinsgemein versichern/ es sey exprofeslb widereinige irrige geschrieben worden, (o) Das ist Dcssmgewiß/ daß (ler'lMbu 8 von CHristo sehr wMgchrkll.dtige dinge gelehret hat / und ihn vor einen<blossen menschenausgegeben / der nur etwa in"derweißheic und Heiligkeit vorandern etwas"sonderliches gehabt harre/(p) weil er alles/was von ihm gegiaubet wird/ vor unmöglichgehalten/wie ctcnLuLerzehlet: zweiffels ohne/indem er seiner blinden vemunffr gefolger.Wormitsich zwar Philallrü vorgeben schwer-lich reimen will/da er meiner/ er harre denver-rätherJudamnoch gerühmt und hochgeachrer/wobey er CHrisium gleichwol vor einen so großsenmannerkamhabensoll. Wie er auch mit «CHristi exempcl erweisen wollen/daß man die"Indischen gcsttze genau behalten müsse, (g)"Welches er zwar so weit -rg bominem kan ge-than haben/ indem er wider diejenigen gestrit-ten/diestchauffCHrisiilehrundrxempel bezo-gen. Aus diesem grundaber/ da er Christum verworssen / sind auch seine übrigen satze her-kommen. Als da er/wie gedacht/ das Mo-saische wesen noch befestigen wollen/ auch denAposteln und sonderlich Paulo ohne unterlaßzuwider gewesen, (r) Ja er hat gar/nach etli-cher bericht/öffentlich wider die Apostel denje-nigen streit vom Gesetz angefangen/der in der; Ap. Gesch. c. XL und XXi. sicher, (s) Wieihn denn viele mir unter diese falschen Apostelrechnen/und meinen/ Paulus habe auch/wieJohannes/wider ihngeschrieben/sonderlich indenbrieftn an die Corinther/ Gaiarer und Co-losser / da er die falschen Apostel eintreibet.

(o) Hieronymus de Scr. c,9, & proleg. Comm. inMatth. lrensuslib. lll.Cii, Augustinus & The-ophylactus proleg. ad Joh. (p) Itenseus Üb. 1.c.z 6 . Tertullianus deprsfer. c. 48. Theodo. lituslib. D.'Har.Tab. c. 3. (<]) Indiculus Hx-

resium ap. Äeronym. c. Io. (r) Epiphaniushasr. 28. n,8. Autor Pradestmati c. 8. ('s) Epi-phanius l.c. n-2. Phiiastrius har. jtf.

19. Man hat von diesem manne eine histo-HiMrie/die fast von allen vorbekane angenommen wie I»'wird/ungeachr die alten davon in den um stau-Yen nicht übereinstimmen / und der erste / aus

hf*rn hii* einher« s «

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JnnochgwoMet dem es die andem hergenommen/sich auff einbch cinwi-tw^ . x f ?au *fen Hören-sagen beruftet/ da es etliche von kolpcar -

emer/ es wurmn alle rchcr über einen ^sollen vernommen haben. tztemüch/Jo--°

hanncs habe zu Epheso in das gemeine bad ge-"henwollen/undden Lerinrbum drinnen erbli-"cket- Daraüffer ungebadet wieder davon"gegangen/aus beysorge/das hauß möchte ein- "fallen? weil dieser feind der warhsit drinnen"tvare. (r) Diese erzehlung har nicht unver-mehrtund ungeandert bleiben können/da manbald hinzugesetzet / Johannes habe es aus gros-sem

unter demselben begriffen, (n) Im übrigenwill man sagen/ als waren die Gnoitid von die-sen af.en N icolaiten herkommen. Davon wiraber im 2. Jahrhundert hören wollen. Sieselbst aber mögen nicht lange gedamet haben/wie die übrigen'glle / so in den ersten zeitenrotten gemacht hllbmi' Indem entweder dieandern wahren-ElMen mir den-ihnen vonGDrt gegtbenkNctmv gesegneten Mitteln sie