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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Th<i i° B. xvn-Cap.XM,

unter den straffen/ weiche Gott über AdamsLX'-X vsil fünde besiinrethat/gantz nit gedacht.Jst aberWie sieper freye Wille diß menschen durch die erbsündeie-n Ra- . >,i -la- fiivhi'vhrv li'ölsskeine erksünde/bardcm-

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nicht verderbt Es istkeine erbsünde/hardcmnachdardurch der freye Wille deß menschen nit

können verdorben werdemdann es kan außH ^», schrifft nicht bewiesen werden/dz eine erbsünde>, seyn solt/und der fall Adams/weils nur ein et#

niger gewesen/ hat solche krafft nit haben kön-nen/daß er das/soAdam angeboren war/hätteverderben sollen/und viel weniger aller seinernachkommenDaß aber diß füreine straffauff>,.'ihn soll geleget seyn/bezeugt beydes die fchriftnirgends/ wieobgedacht/ undiftunmüglich/daß Gott/der aller billigkcit Ursprung isi/ sol-ves solt gethan haben. Aberes last sichanft- hen/daß eine erbsünde sey/ auß dcnörtern beyMose/6-n. VI. s.6en. VII l.L i.?Die örter re-denvon ftcywilliger übcrtrettung. Kander- halben die erbsünde daraüß nit bewiesen wer-den. Dann was den erstenort belangt/ zeigetr. Moses / daß es eine solche übertrcttung gewe-sen/umb welcher willen Gottgcreuet/dz er denmenschen geschaffen/und ümb welcher willener für sich genomen hatte/ihn mit dcrsündstut zu straffen.Welches von derangebornen sün-de/welchcrleydieerbsündeseynmüste/nichthat können gesagct werden. Im andern ort aberzeigeter/ daß die boßheit deß menschen solche kraffc hernachmahls nicht hatte haben sollen/daßGott ihrenthalben diewrltMitder sünd-flut straffen folte / welches gleichfalls zu dererbsündcnichtkangezogMwerden.Aberwas häktstü davon/daßDavid im s i.Psalm sagt/> daß er in fünden empfangen/uNddaß ihn feineMutterin fünden gewarmct hat? Allhicr sollman erwegen/daßDavid nicht von allen m en-sehen rede/sondern nur Lon ihm selber/nnddißnicht schlecht/sondern angesehen seinen fall/undredetdißauffsolcheweise/ wie man bey,, demselben David licset/Psal.87. Derhalbcn-»wirdauchaußdiesmrortdiccrbfündeNichtbe--- wiesen-AberSPaulus sagt/daß fieinAdamalle gesündigethaben/l<om.v.rr? Man fin->» det das bey S.Paulo nicht/ daß sie'in Adamalle sotten gesündiget haben / sondern in der»»Griechischen spräche sind solche wort/dic man gemeiniglich übersetzet / m welchem / welcheman kan übersetzendurchdas wörtlein weil /oder sofern/wie das auß gleichen örtern zu er-sehen Rom . VIII.Z. Phil.III.t 2.Heb. 1 1.18. 2.Cor.V.4. Und derhalbcn kaü auch auß die-scmort nichtgeschlossen werden/daßcinenb-.fünde sinWie weit crsirecktsich derfrcycwille-- deß mcnschen?Es istgcmciniglich indmr mcn-schen vonnatur schr wenig krafft/daszu thun/»> was Gott von ihm haben will. Aber der Wille».daszuthun/istalleinvon natur.Jedochistdie,.krafft mt so gering/daß der mensch/waffGok-tes huiffedazu komt/und der menschihm selbstv. gewalt thun willGem willenGottes nicht soltkönen gehorsam seyn: UndGott derHErrver-,»sagt auch seine hülffe Niemand/voN dcne/wel-chencrseinen willen offenbahrthatffonstewür-,»de erdie/so ilM ungehorsam sind/keines wegs»-mit billlgkcit züchtigen oder straffen können -».und gleichwol chut er das alles beydes.sm)

(m) Caxccl>.Racov.p.z 84 setiq

Don der ^ 4 ^ »Von der rechtsertigung deß menschen:rcchtfcr. .. Wieviel sind arten der rechtsertiguNq/ oder ö

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Sum «ußGotbdurch den glauben,Vbil.lI1.9.t<flm.x.6.7.8.wtrd dcn glauben-" b'k «l>L

den diegerechiigkeilEhrisiizugcrechnet/indem " Lnmi

crgercchtfcrtigt wird?odcr wird ihm sein glau-"

be selbst zugtrcchntt?l<vw.iv.s.IstAbraham« ^ta,

also gercchtfertiget? Len.xv. 1 6 . Rom.iv.-.Ä^"2z.24.Mltwasvorbedingung?l<vm.lV.24."Abraham hatGottgeglaubl/ists nichtgmig,«daßwir ebcn sowie er glauben? >b.xi v.i.«i.kee.i 20.2i.RechtstrtigetGott diemenW-wcgcndeßvollenLöscgelds/dasihmChristus--annnserestattgezahlet/also/daßernichtsvon«feinem recht nachgelassen/ so ferne eineeinige«blutstropffegenuggewesenware vordiesün---dentauscndweltLns wvnicht/wiewerdensie--dannseligwerden?R.om.lil. 24 .Lxb.i. 7 .Hgtk-nichtChristusvor uns das ewige Leben und"

himelreich erworben? Rom.VI.2z.buc.xii.<,WM2z.(n)Von dcmglauben/auff wachen diese-"N^ligkeit nothwendig folgt?Es ist das vertrauen '

durch den HErrn Christmn in Gott . Daher--nran sehen kan / daß der glaub an den HErm"Christum r.dinge in sich begrcifftwas eine ist/-daß man nicht allein Gott / sondern auch dem "HErrnIesuChrisiovettram.Dasander/daß''man GOtt gehorsam sey nicht allein in dem/-was er uns in seinem gcsetz brfohlc/unddurch «den HErrn Christum nicht auffgchoben/son-"dernauchrn demallcn/was Christus zumge-"setz hinzu gethan hat. Sobegrciffestu in demglauben auch dengehorsam'/Freylich/dannes'^Ewcisctdiesach selbcrauß/ daß niemand könne "hörngefunden werden/der in feinem her tzen eine gc-"wissehoffnung deß ewigenLebens/welcheder-HErrallein denenverhcisscn/ die ihm gehör-«sam seynd/habe/ der da dem HErrn Christo- 'nicht soltegchorsamseyn; sintemahl Dtctm/ csierblichkcitsocingroffcs gut ist/ daß es nie-''mand gutwillig verachten kan. Zu dem zeiget ''der Apostel Iacobres c. 11.26. offmlich/ raji '*wicderlelbohnedcmgcisttodscy/ec.undV.rr/'zeiget er/ daß der glaube Abrahams aus; den *werckcnvollkomcn wor den/derhalbcn werden-auch nur dieGottsfürchtige/und Goltgehor-"same menschen gläubige gentlmel, wovon daß'^n-Cap zun Hebrecrn insondcrheitzcugot.(o) "

(n)BiddclJ.l c.Cap.XV.p.97. (o)Cat.Rac.C.IX.p.2M.

4 r.Den gthorsaln nach der Versöhnung si'lh-At.'rett sie ferner also auß: Ists möglich die gcboll'^zuhaltendr.Job s.Z.Xisttb Ii.zo-Isisal-cr«mchtgcnug/ daßmanmirwollc/ rvo mans-'gleich M der that nicht bdlt?'}? mit nicht Gort"den willen vor die that? i.Lor.7.19. Matth <T

7 . 2 i. 24 . 26 .jac.I. 25 ,Kom.^.io.joh.i 3 .i 7 ."Luc.u.28.2.Cor.f.io.MattX.i6.27.Aroc. ,

22.12. Matth. i 1.17. Welches sind die gebo-"tctMattli. r 9.18.19, Mit was absichkm und"erfolg muß man sie halten? Apoc.22., 4.. "°

6.f.'6.7. Tit.2.11.12.13. i.vhess.1.5. Muß''

»nan dann glauben/ dz Gott ein vergcltcr seynwerdc?Rbr. 1 r-6.Habe wir ein excmpelsolches l *Haltens der geboten unter dem gesctz ? Ps.18 ."2r-r5.uNtcrmEvangclio? r.7ob.z.22.crem-^

^Jef Ebr.11 3.9-20.24,2$.26 ii. i. Tir»i,r. fctt *|L//

schrifft/dciß Vir.Christen können zur vollkommcchcit >ve»t -inderKottsetigkeikkömmen/und^ Vicsektcrzwcck-'Chi'kstrrind seinerdteocrscp? Eph.t.-i.i.is.rin- *

Coi-.7.i.Matth. ^.48,2.Cor.i3. ii. Col,I,:l!. Epli. 4 -.il»'

1 2 .1 3 . Ccl. 4 Iz, l.The(rj.i3,3.i3. r /Ejirg.r.io.ip.gch-'rrempclvoti dem gesctzCen 6 9 t»L.i.8. unterm gc, 'setz l-uc.i.s.«. unterm evangelik i.pci., 81.22. >ipoc."

,4.4.;.t^-i.i'i'clU.ioMic kan man aber turcbdcir"

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