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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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tzsi.n. sg.xvii. g»xiv. Vo n denkst Romis ch-Catholischen/ -

baö wenigste berührenwollm. EslMäm ztom.

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III. "Quöd exercitium potestatis Pontili-

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Canones; quodque Papa nihil facere in praeju-dicium antiquarum consuetudinum, nec nonlibertatem Ecclesije Gallicailas, valeat.

IV. Quod in rebus quidem fidei Papa'praecipuam auctoritatem habeat j nihilominus

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ejus decisiones fine consensit ecclesiae certae

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Dstü die Jesuiten von ansang her in ihrer lehr-^^warr immer sonderliche principia «uff die bahn

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gebracht'/ womit sie auch unter den Latholi-cken selbst viel Widerspruch erwecket haben.Sonderlich hat sie ihr liederlicher sinn meist da-hin getrieben/ ihre morale so einzurichten, daß ta

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infallibiles non sint.

Der König bekräfftigte diese propositionesmit einem eigenem edict, befahl auch allen Pro.festbren/ daß sie über dieselbe jährlich lesen/denUnterthanen aber,daß sie sich allein nach diesenprincipiis richten sollen, (a) Da man den leichtgedencken kan/ wie gewaltig der Pabst dawiderfulrniniret habe/in demer derFrantzösischenCle-risiy ihre untreu/schmeicheley und ungehorsamin gar harten terminis auffgerücket/zugeschwei-gen/ daß er viele gelehrte Scribemen vermochtdawider zu schreiben / wie die bücher davonNicht unbekant sind. <b). .

(a) Viii.LäiCtiimjmEur0P.Her0ld. & conf.

Heideggerus I.c. pag. 559- (b) Idem p.yöo.Conf.Ccelestini Sfondratx Gallia Vindicata i68j. 4toejusdemRegale Sacerdotium Romano Pontis, as-sertum,subnomineEugeniiLombardi,i684.Matth.larroquiusPirissohius aliique in actis Erud.Lipfre-cehlki.lt. Nicandri d HoheneggH. Pap.n34-5.seqq.Item Guil. Kurnets Historischer Bericht von demueulichen streit in Franckreich wegen der Re.Lallen/verteutscht von Heorich LudolffBeot»dem re.

'Streit ü. 26. Die jalousie zwischen dem KöNlgündter der dem Pabst äusserte sich hernach weiter in demerregten streit wegen der qvartierö - sreyheit zu? 99 r Rom/da der Pabst zu abwendüng so vieler ü-belthatm die sreyheit des asyli Denen fremdenAbgesandten in Rom zuverweigerN anfing/da-mit sich nemlich kein Verbrecher in die palatiader Ambaffadeurs weiter salviren möchte.Hiewider setzte sich die Cron Franckreich aber-mal/und wölke behaupten/ dasi sie diesen respectschon gehabt / ehe die Päbste noch von derStadt Rom meister worden. Der damahligeAbgesandte Marquis de Lavardin machte demPabst darinne viel zu schaffen/ungeachtdieseranno 87. eine bulle wider die Mißbräuche derEavardivs guartiers- privilegien publiciret hatte. UndHändel machte es jener so grob / daß derPabst zuletztmit dem ihn öffentlich in bann that 7 dawider er aberprotestirte/und endlich eventualiter an ein all-gemeines Concilium appellirfe. Der Königließ durch sein Parlement des Pabst actionesvor Nichtigerklären/appellirtegleichfalsan einsolch general-conciliurn, vor welchem auch derPabst selbst stehen müsse/beschwerte sich auch/daß der Pabst sich in einer blossen weltlichensachLdesambtsderschlüsselmißbrauchte/u.s.w.Ja man suchte den Pabst durch kriegs-gewaltnoch mehnN furchtzu setzen/welcher auch nachsind nach gelindere saiten auffzog / daß endlichdie fache wider supprimiret worden, (c)

(c) Vid. Elwop. Herold I. c. p. I^2s. 1751. Ano-nymus de Jure Alyli francfiitärutn in regione ur-bis Romanae, in qua Legaci Gallici diverfantur'Coelestrnus Ssondratus in Legatione MarchiönisLavarditii Röriiam,eju{que cum ÜL. P* InnoccUtioXI. diflidio AtiholtfSS. Calp. Zieglcri prooranlrma Anno 16S8. vulgatum* ^ °

ihr und ihres gleichen schlimmes leben dadurch ffloralc '

nicht hfsrhrnnps nvnivn .mA.*».

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Nicht beschämet werden mochte. Und das istes/was so viele auch in dielen seculo an denen

JesuitischcnMorallstcnundCasuistmgetadtlt

Habens namentlich Mendora, hestio, Lstobar,Lancher, Emanuel Sa und andere / in Dennschriffttn solche ausstüchte und deckmäntel zufinden /womit auch die gröbsten lasier auffelnescheinbare nrt bedecket werden können. Dengantzen gründ davon Hat man die probabilitLt kr°!>->-vgenenner/ welche sonderlich auff diese z.Haupt-pUNtte gesktzel gewesen : Probabilem opinio--^""'nem omnem , etiam falsam & legi divina:contrariam a peccatoCoram DEO excusare: £duabus opinionibus probabilibus minus pro-babilem & minus tutam complecti licere:Probabilem opinionem este, quL certitucii-nem non habens, vel gravi auctoritate, qualisest unius viri docti Si probi; vel non modica1 ratione nitatur. Von Diesen gottlose principiis

Hat der letzte Iesuiter-General Oliva recht"bckant: diese Meinungen wären die allerge-"Dm»fährlichste und allgemeinepestilentz/weil Durch ©ortio*ihre probabilitas nunmchro alle fünden und"Wiit.schänden gut hciffen würden / der wuehcr»Zachäi/der ehrgeitz Simonis / die tyranmy"Esaus/die Verfolgung Antiochi/ die boßheil"der Schrifftgelehrttn / die blutschandeUero-''dis und Amnons.(d) Wkgwkgenauch nicht"MM'allein privat - 8cribenten ausführlich dawidergeeiffert / worunter des berühmten LudoviciiMontaltii liter« Provinciales de morali & ,politica Jesuitarum disciplina btkilNtsind / wie sie von bamuel lfachelio mit ei-nem examine probabilitatis Jefuiticfcju HklM-stadt herausgegeben worden; sondern Pabst Innocentius XI. hat auch anno 1679. dieseund dergleichen moralische principia excern-municitt / Die Mich Samuel Wencelius da-mals Teutsch heraus gab. (d)

(d) Vid. omnino Heideggerus 1 ,e. pag.440, seqq.

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Racbelius Hehnstadii 1664.410. Thomas Sts-

gerusde probabilitate, Lipf l6s3- *vo.

28s Unter allen Widerlegern aber hat sie der

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dbengedachte Antonius Arnaldus am nach- .bnnfltcbsmt rinnrtirrb^M/h.i 8 0

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Schul, si-- Über diese hat es noch einige schul-strei-! GOttes / vielweniger eine todt - fünde / diestreit dir sigkerten zwischendenJesuiten und ihren Gege-j die freundschafft GOTTES trennen/ZcsmtkÄ, nern unter den Papisten gesetzt / davon ich nmj oder eine ewige straffe verdienen solle.

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drückiichsim emZttnebcN/da er eine neue kätzctrey dcmPabst und der Obrigkeit anno 1689.denuncitte/und zwar aus folgender gelegm-heit t Es proponirte ein Jesilite StephanusBugot zU Dijon An. 1686. einige theses zumdisputirm / wonnnen er eine mue von fün-den erdacht Hütte / die er peccatum philoso-Unh tticphicümn'elinte/und also beschrieb: Peccatumphilosophicum s. morale est actus humanus Py 0 s 0 .disconveniens näturee rationali Si recta: ratio-phicam.ni, Von dieser philosophischen fünde sitztecr:

Daß es in cincm/der GOtt nicht ftnner/vdcran GOtt würcklich Nicht dencket / zwar eineschwere fünde sey / aber keine bclcidigung

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