f 84 Th. ii. B. xvn.E.x v.Von der Griechischen religion/
MNslkycnpMtz zu wmr
Ihre persone aber selbst betreffen d/stehe sie nochunterdcmTürckijchöjoch/mässen alle dem Käy-ser jährlich tributgebcn/auch sonst zuerhaltungder mllir.dcr stotte und dergleichen/viel con-
jti/m»
2chr«vL und die kirchcn zu keinem Wesen desGOttes-?, diensts gehören / ,0 ist es doch den aberglau-* ' bischen Griechen ein grosses hertzelcid / des-wegen sie auch gcld über geld lxenciiren/nur ei-nen freyen platz zu einer kirchcn zubekommen-(b)
Dienst-daikcitunv
kkdckng-
rribuiren, so gar daß auch diekmdcr nicht frey^ sind. (c) So sollen auch alle 4. jähr aus denGriechischen knaben allezeit der rote heraus-genommen / und den Turcken eigen gemachtwerden: Ja nicht selten werden die kinder aufDer gaffen und sonst mit gemalt wegge-nommen. (ci ) Gleichwie es nichts scltza-mes ist / daß die Türcken aus muth-willen oder andern absichle« manchen GriechenÜbel undtyrannisch ttLÄiren/welcher trübsalcndiese sich als Märtyrer zu rühmen pflegen. st)Jedoch pflegen die Regenten wider solche ge-waltthätigkeit des barbarischen volcks/ so wolDem Patriarchen als den Griechischen kirchcninsgemein gewisse t»Ivegu-rrden zu zuordnen/Damit sievon den Muselmännern nicht beleidi-get werden. (0
(a)Vid.Leo Allatiü's dereecnr.Grxcorum templis p.y.(b) Ibid. (c) Christoph. Angelus de Statu &c RitaEcclesiae Grscs Cap. II. (d)ibid.Cap. III. (s) Idemin prooem. (f) C. J. Hildebrandus Epist. ap.Hen-xicum Hilarium iu Append, ad Cluonicon Phi-lippi Cyprii p.j.
Mre Pa- L. Von der arth und weise/wie die Pakri-^"«rchen.archen und andere zu denen kirchen-amtern ge-langen/ist im vorigen buch zur gnüge gedachtworden- welche auch dlcsesmal ehebekrafftlgctund vermehret/ als verringert worden. Un»1er den Patriarchen aber war im ansang diesesscoali um das jähr i6rz. einer mit namenTimo- Timotheus, der den Türcken noch mehr als dietheus. vorigen spendirte / und sich bey der wähl selbst
folgenden Patriarchen/ Parthenii , c>e!>atfe¥twöidcn/gedencken/(m) dabryich mich in ci'.stt?E^summarischen erzchlung nicht auffhallenzumal die fache sonst wcitlauffrig traetmtist. G)
(g) Henr. Hilarius Comm. inChron, Cyprii p. 437,&
44S. (hjlbid.p.438. (i)ib,43s>.443.scc]q.(k| Vid.Joh.Hcnr.UrhnusVen Unterscheid pcrRclig. p.53,thelavius dedic. ad C. Angelum. Reocnvolicius
loco citando. MonaklicheUlltkrrcdung An.xcv,
'M.Jun.p.442.feejej. (1) Epistola äd Atchi-Episc,Cantuar. ap. Colomesium Epist. Singul. pag. 34^
(m) Vid Epistola Sam. Andrea: ap. Tenzelnmi A.XCVII.p.4<i.Icc]q.Andr.Rivetus in Jesuita Va-pulante Cap. XI. § II. VConf. omnino Cottfes-fio illa ap. J.H. AlstediumTomö V. Encyclopz-dix & Editio Genevensis.item in SyntagmateConseflionumGen. 1G53- (n)Vid.ottinino JägcrusHilEEccl. Dccenn.I{I. p, i8z. feqq.RegcnvolsciusHist. Eccl. Slavon. Lib. IV, c.i. p.460 Jac.ReviusHist. Davcnt. Lib. IV. pag. 67a. seqq. Thom*Schmith. Narratio de vita,studiis,gcftis & mar-tyrio ejus inter Miscellanea Cap. IV. Lond. i 678,Hottitigcrus Anaiect. Hist. Theol. Append DiCIIX. pag. jfo.seqq. Hbrnbckius Lib. XI. Summ.
Contr. p. *»8f.
Wir bemercken nur noch die seltsamen Sejm er.Lra dieses Patriarchen / in dem er mil denenkliirung.meisten Griechischen Pfaffen bey ihrer thorhkitund tumheit mchrwol stimmen kontc. Scimnsinn soll er in einem brieff an Antonium Lege-rum alsoausgedrueket haben : Ich habe ei-nen abfcheu vor den Irrthümern der Pa-pisten »ttd dem aberglauben der Grie-^chen. Ich biUigeab^r und nehme die leh-re Calvmi an. ( o ) Wann nun diesem also Unrübelkgewesen/und er ohnedem thnenverdachtigwm-^^'de/als waren sie ihm bey seiner klugheit und ge-^.lehrsamkeit nicht gut gnug: so tonte es frey- a 'lieh ohne Zwiespalt nicht abgehen. Hierzukam/ daß sich viele Papisten bey den GriechendamalscMschlichen/und heimlich so lange dahinarbcireten/bißCynilus ihrem ncidauffgeopffertwurde. Bald anno rr. da der TürckgchcKay-
dazuangab. (?J Er soll he, nach anno Li. serQsmann von etlichen umgebracht war/ver
Cyrlllüs
Lucaris.
Da er mit einem Griechischen Abt / Iofaphae/undetlichenandern gesoffen gehabt/gifftbekom»men/ und also hingefahren seyn. ch) Ihm folg-te der berühmte Cynllns Lucaris ausCandia bärtig/ein gelehrter und kluger mann/der zuvor Patriarch zu Alexandrien gewesenDessen War. (i) Dieser hat sich nun / wie die 8crr-dlstoric. bieten meistens aussagen / sonderlich zu derReforMirten religion bekant/und anno 1619.Lckaok. tineconseMon demHöllandischenAbgcsandtm
jagten diese auch L) rMum.und schickten ihn in Degtsda.dieJnsul Rhodis, machten auch einen andern “ on mdPatriarchen6rcgorium,und nach ihm Amliy- exillUR1 -mum. Doch wurde Cyrillus baldhrmach wie-der restituiit/ fc in Succeslbr aber mit samt des-sen Patron dem Grvß-Verier ürangulirt/wtl-cher sich von den Griechen oder vielmehr vonden Jesuiten mit 20020. thalern zu CynlliVertreibung hatte bewegen lagen. ( x>) DieJesuiten aber ruheten doch nichr/sondem stiss-
vüßzu der zu Constantinopel übergebcn/ welche auch mit rettn untcrsihiedliche Griechische Priester an/
ytefdrmrr. etlichen anvem fachen za Genff anno?Z. ge-»eo mci- druckt worden / wiewol die andern partheyenübel damit zu frieden gewesen/und sonderlicherinnert haben/daß diese lehre und bekantnüßDicht der Griechischen tirchcn/sondern nur die-ses Mannes allein gewesen. (k) Andere haben.fit gar vor erdichtet gehalten/undjeder hat nurseine eigene Parthey gern erweitert und erhobengesehen. Man siehet aber aus seinen brieffcnauch/daß er noch zuvor/ehe er Patriarch wor-Den/mit denen Engelländern und andern conre-spondirt gehabt. (Ij Diese haben hingegenvewcisen wollen / daß Cynlli confeflkm auch^vn gantzen Griechischen synodis appro-brret worden fth/wie sie von einem 8ynodo inDer Moldau/der anno 46° cruff anordmrng des
welche Cynllum abermal herunter flössen wol-len/darüber dieser viel unruhe hatre. Er musieauch von dem gewesenen MenopoLtano vonThe/Talonich anno i6z4weichen/ welcher dasPatriarchat utn Loooo.Rthal. ansichgkkauffthatte. Und so wurde dieser Mann von seinenfeinden herumgetrieben / da er bald ein- baldabgesetzt wurde/und zwar alles auff anstistten^Eder Jesuiten und anderer/biß er endlich annonmg.z8. von ihnen bey dem Kayser einer verräthe-rey und correspondenr mit den Moscowitembeschuldiget wurde: Auffdessen bcfthlihnsii-ne mißgönner in seinem Hause übcrsielcn/eincweile gefangen setzten / hernach auff die siebrachten / mit einem strick erwürgten/ und insWasser ivarffm. (»)