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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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5 86 Th.ii. B- xvii. C- xv. Don der Griechischen Religio»/

4. DI-sck«ffknIch° '«chRö>>E°r

biss m dc krrchen austleIttttg und Versrand erkla-

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s. reiche siebett eigentlich genannteSacramente glauben: sonderlich vottderFirinmrg/Ohreir-Beichc/ttttd letztenDelung nichts wissen.

6. Die Messe nicht für ein verfühn-ovffer für lebendige nnd todte; sondernfür ein Christliches denck-nnd danck-opsscr halten.

7. Wie sie denn nnch kein feg-feuerder sielen glauben; wiewol sie für dieunHErrneirtjchlassene nach altcmge-branch/Zur hostlrung der ausserstchnngnnd vergebtnrgder funden am jüngstengericht bitten.

8. Theilen das heilige Sacramentanß unter beyden gestalten / wissenNichts V 0 N der natürlichen concomitanz,dardurch unter dem brod allein nichtnur Christi leib /sindern auch sein blutzugegen sey.

9. Glauben zwar die wahre gegen-wart des leibs und bluts Christr/ abernicht eigentlich dicRomifche schul-leh-re von der transsubstantiation oder Ver-wunderung einer subttanz in die andere.

10. Lassen den Priestern den Ehe-stand zu.

i i. Halten nichts vom ablast undwas dem anhanget.

i2. Und ob sie wol der heiligen für-bitk sich getrosten/auch darumb bittenund sie ehren; wissen sie doch nichts vonden Römischen Canonizirtctt/ ehren sieauch mit mehrer maß und bcscheiden-heit / und nicht mit Römischem ge-prange.

iz. Haben keine gegossene oder ge-schnitzte bilder; ehren auch nicht allegemahlte an allen orten. Wiewol wirnicht in abrede seyn / dast sie auch in die-sir Verehrung der fachen zuviel thun/dastsie also schier durchaus in allen artickelnder Iricieminifchen lehre mit uns wi-dersprechen. (e)

(c) D. Phil. Lud. Hannekenius ap. C. Thomasium

Hlstor. der Weißh. und Thorh. P.II. p. 17;.

(d)g .«.llrliuurvomUnkkrscheiddcrRellg.cap.

I t.n.;6. p.41. (e) Ibid.p.43. 44.

7. Dieses sind die puncte worinnen dieGrie-chen so wol mit den Lutheranern alsReformir-ten eins seyn sollen/ wiewol sie überdie gewon-heit gar sehr emolliret worden / so daß sie beyeinem gröfferneyffererschwerlich also ohnecemObste mitlur durchsausten dürfften. Wir haben dieden Papüstreitigkeiten über den conlens der Reformir-stcn cin^ wn von Griechen bereits gesehen/welche derstimmen. Papisten wegen nicht wenigerhefftig ventssi-ret worden sind. Es ist bekandt/daß sonder-lich Leo Allatius ein gebohrner Grieche undhernach ein Papist/nebenst berro Arcuciio und

Lartholdo diihuüu die perpetuam Orientalis& Occidentalis Eccl. contentionem äusserst be-haupten wollen/aber wie es insgemein bey sol-chem semitischem vorhaben zu gehen pfleget/mit eitel lophistereyen / Verdrehungen undevagantien, wie es theils aus den büchern selbst/theils aus derselben wiederlegungen zu sehen

lst.(l) Indessen ist freylich nicht ganlnuleua-^»^nen/ daß beyde hausten in so vielen aberalau-^« °cben und chorheiten mehr als zu einig sind/wel-^M,chcs die gelehrten gleichfals ausgeführet ha-ben. (g) Die denn auch sonst anmercken/daßdie Catholigucn sich zu Constantinopelsonder-lich durch allerhand practiquen schon langstbemühet gehabt/dre leute nach und nach heim-lich vonihrerReligion ab-undzumPabsihumzuziehen: dahero siesichauch rühmcn/wievie-le schon dem Pabst unter ihnen zufielen, ch)

Das ist zum wenigsten gewiß / daß so wol Pa-pisten als alle andere Gecken in der gemeinenblindheit und verkehrung des gottesdienstes/wie auch in semitischer selbst-gcfälligkeit undeigen-liebe (als dem gründ alles Unwesens)mir einander übereinkommen. Was abernun die sonderbaren Meinungen der Griechenbetrifft / ist übcrhaubt wol zu mcrcken/ daßbaremli.man die Griechischen gemeinden von denen^Mim vorigen buch beschriebenen Secten wol^^'unterscheiden müsse / indem diese in vielen (H*cken von jenen abgehen/wie wir sie bald sehenwollen. Die eigentlich so genanten Grie-E,i>chen haben uns auch in diesem seculo umer-§M.schiedliche confessiones überlassen / deren t>ie ncn *lmisten auff verlangen anderer geschriebensind. (i)

(t) Vid. Gonringius praes, in Metrophanis Confcss.

Eccl. Gr. Veielius in cit. Excrcit. & cjusDe-fensione adv. Allatium. Francos, U 66 . & Epi-stola Chriltophori Arnoldi ibidem. Joh.Qvi-storpius difl'. dc Christianismo hodicrn. Grx-corum, Rostoch, lödj, Hottingerus in LeoneAllatio nimia: temeritatis convicto. G.thcla-vius Not. ad C. Angeli cap. XIV. & inDedic.

(g) Iidem & Gundlingius in Notis cit. Fhc-lavius Dedic. & H. Grotius DilcuiT. Apologet,

Riveti, p. 10. (h) Adolphus Godofredus Au-

rora Pacis Relig. ap, VcicJium l,c. p.99. Hila-rium 1 . c. p. 449. (i) Vid- Metrophanis Cri-

topuli Confesl. Eccl. Orient, per Hornejum e-dica, Heimst.1661. Eustratius Zialovvski l.c.

Svvc-pif Tun 3 -ttav >g itpuy tiTs Exxa>i<r/ii; fcv-evpiwr. x.t.a. Romae 1628, edita , dc quaC.Ar-noldus in Epist, ad Veiclium cit. Add. Caecilii

Metrophanis Nothwendige Glaubens-Articklder Orientalischen Küchen ap. G.lhomasium

l.c. p.174 sc^.

8. Damit wir aber nur die merckwurdig-VoM-sten lehren und gebräuche / die denen Gric-gchmsiSchen eigen sind/mitnehmen/ so ist aus denH-EWvorigen büchern schon bekandr / daß sie vondem Heiligen Geist in der meynung stehen/daß der Heil. Gelsi allem von demVater außgehe / und zwar durch denSohn / davon in den vorigen büchern einmehrers berichtet worden. Dieses ist merck-würdig / daß der zuletzt in Teutschland ge-DcWi'wesene Grieche Ccrcilius Metrophanes vonM ,keiner formalen beschreibt»^ der katzereycn ^ ''wissen wollen / dahero er auch die fragen da-von declini vet f / und im übrigen keine goctes-lasterung erkennen wollen/ohne die / welchewider GL)tt und JESUM CHRistumallein gehe. (k) Von ihren Sacramemenhat er folgendes bekannt/welchesichdestolie-ber anführe / weil es der allerneuesieaußdruckist/den man von diesen leuten bey uns haben

kan: wir haben drey Gacramcnve/ucm-- VsaSa-lich dieTausse/das heilige^achrmahl/ ciMcoii-l»nd den priesirr-cOrden. Wctttt wir <'E.tanffen/fassen wir das kittd unrcr die ar-me/

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