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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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wieauchvondemndißMalbekch ttchenannten Heyden rc. /87

^'hr^vcMe/imd tandom es dreimal in dns w<rl-tLxvm str rmnamendesVarers/und des Ssh-' nes / und des ^erl. Geldesder Vetterund die (Sevatter geben dem binde dennumen. VOir nehmen dus H.H^<rcl?0malin zweyerley gefiulr/ nemlichBrod undVOcin/ über dus Brddv ist gej aurernuchdembriesspuuli > Lor.li.2. z. undnach den» H.Johanne Xllk. 16.bey der Lommunication communicirk derPriester sich zu erst/ indem er das brodcund den wein jedes absonderlich nünv /darnach theile er das brode in kleinestuckgen für das volck / ehue es in den-kelch inwein/eheilet esMie einem löstelunter das volckauß. Man ist in unsererkirche verbunden dreimal des fahrszucommuniciren / nemlich auff Östern /wevnachten und Pfingsten, (l)

llt) Ap.lhomaiimn 1. c. p.182. 190. (1) Ibid.

? > 74 . 175.

Coniferr- 9. Von dem AbendMal ist noch dieses zukuug des Mercken/daß sie das brodt am grünen donners-Srodtö. rgg zuconsecriren/und das gaNtzejahrauffzu-heben pflegen/ welches sie denn im nothfallbrauchen / und hernach beym gebrauch weindrauffgiessen. (m> Angleichen daß sie sichun-Versöh, kereinander vor dem 'Abendmahl zur Versöh-nung beym Nung erinnern/und einer deMandemzuruffet:vergebet uns/ihr Bruder/ wir bitteneuch / wir haben in Worten und werckengesirndlgek. Darauffauch geantwortet wird:< 8 » 0 tk werd uns vergeben/ihr Bruder!

Bann. (n) Siehaben auch Hiebey einegewissearr desBannes / wovon der gedachte^Grieche alsoschreibet: Wirhabeneklichesünden/wel-che hiNdetn/daß man eine Zeitlang nichtZUM Abendmahl gehen darjs/ nemlichdereodtschlag/welcherdenrodtjchlager.jerhrverhindert/deslT^achtMalssichZu bedienen,' der Ehebruch i5.Ia.hr/ dieHurerey io.jahr; wenn Man jemenDa-ter oder tYlntux übel tractirec 5 .fahr; derStrajstnraub l ii latrocinio) Z. jähr/ undMan muß auch alles wiedergeben. Esist aber hier zn mercken/ dass wann derPriesterinder beicht/die der schuldige 0-der büsiende thut/ binnen jahrs frist be-sindet/dasi er sich gebessert habe / er derPriester von stund an obbesagte Zeikver-knrye. XOcttn aber der schuldige noch: 'weiter zurü ck gehet / darffer nicht ehe

cornrnnnicirett/als in seiner letzten todes--' Deicht. stunde. (c>) Sie halten auch die Beichte vor' demAbeNdmahl schlechter dings vor nöthig/welches denn jährlich 3 oder 4mal geschiehet/und zwar also/ daß sie alle und jede fünden be-l kennen müssen/worauff sie ablolviret werden/

jedoch mit bedinguNg/ daß sie entweder etlichetage fasten / oder gewisse allmosen außtheilen.Indessen darff doch einjeder beichten/bey wel-chem er wil/ weil sie die Beichte vor frey halten.

Beicht. Siegeben auch keineBeichkpfenmnge/weil' geld. Christus die Sacramenta umbsonst und ohne:; geld eingesetzet hätte/deßwegen man sieauch al-

> le umbsonst mittheilen solte. Dennsieessonst

vor eine beschrmpffung Christi hielten/und voreingrobes argerniß des nächsten/wenn diekir-chen-dienergeld nehmen. (?)

Cap.XXIII. &c. (n) Idem ibidem, (o) Metro.

phanesp.177. (p) Ibid,l8d.&G.Angt' ./.XiJ. J'i'j,

io.Siehabenauchbielübungenmirfajten/^moem sie desjahrs uber 3 Haupt-fasten ha. lasten,die eine umb Ostern / da sie nur zugemüje... .blrauter essen/ dieanderevorWeyhnachten vo.:

14ten 8 ept.biß aufden 2 ^tenveccmbr. und d:edritte vom isten biß aufden2sten7unii zumgcdachtmß der Apostel / die die Welt zu Christobekehret gehabt. Sie fasten auch alle Wochen2Mal durchs gaNtze jähr / nemlich Mittwochsund freytags/worinne die Mönche strenger als Mnchmdie andern sich zu halten pflegen. Diese leben den.

Nach der vorschrifft des BasiliiM. darunter et-liche in klösiern beysammen leben unter einemkrimore, und die meisten/ so nichtPriester oderviaconi sind/ Hand-arbeit dabey treiben. Et-liche sind Änachoreten, die M kleinem MN0-der Häusern wohnen/ abgesondert von den an-dern /doch daß sie etliche arme bey sich haben.

Die ^sceren oder Emsicdeler führen ein stren-Einstedlekgcs leben/uNd halten sich in kleinen Hütten oderauch in hölen auff/essen des tagesnur einmal/und zwar meistens erd-früchte/ welche sie selberbauen/und im übrigen sich in dergottseligkeitund enthaltuNg aller dinge nach ihrer erkänrnißsehr ernstlich üben sollen/ auch deßwegen vonvielen manchenwiedersprucherfahren.(g) DieGriechen haben auch wegen desEhestandes ei-nige sonderbare anstalten/daß nemlich ein LäyeoderWeltlicher nur dreyWeiber nach ein andernehmen darff r und wenn er die 4te nach demtod der dritten nehme/würde er außgestossenund für einen Heyden geachtet. Ein Priesterdarffgarnureineiniges weib nehmen/undwener zum andernmal heyrathet/ so darff er nichtmehrconsecriren.(r)Welchesatzungennebenstden andern aus den vorigen verderbten zeitennoch herrühren.

(q) Angelus Cap.XXVlI.feqq, (r) i'bict.Cap.XLVH.

Metrophanes l.c. p.177.17S. & aliiplures.

ii. Vermöge des obigen berichtshabendieDer Mo«Moscowiter zwar auch die Griechische Reli-scowiter

gion/si'nd aber doch in einigen stücken von ihnen ^cüqwll'>

unterschieden: als daß sie keinen Priester/ wie^.s."Msie sie nennen/zulassen/er habe denn ein weib/ je-doch daß er sich nach derselben tod nicht weiter^'vecheyrathe. Sie lassen auch kinder von 7. jäh-ren schon zum Abendmal/und sagen/sie brauch-tcns alsdenn am nöthigsten / weil sie zu sündi-gen anfiengen. Auch haben sie keine bilder alsnur auffgemahlten taffeln/und verehren sonder-lich ihren lkhrer Kicolla Sudanvoniz. Im ü-brigen sind sie in diesem teculo bißauf diese letz-te jähre nicht frömmer oder verständiger wor-den/als sie in den vorigen gewesen. Wiewol sieihrebumanikLk gegen die frcmbde seithero zu-Jetzigeletzt fleißiger als zuvor bezeiget/also daß auch die Rengions-Lutheraner undReformirten bißhergrosse frey- ZWett

heit daselbst genossen haben/und derjetzigeLzar'"Molcau

selbsten selbige kirchen gar oft besuchen sokl/wie-wol sich diese solcher freyheit schon ziemlich zuihrer sicherheit mißbrauchen. Ich enrhaltemichaber von demMoscowitischcn kirchen-staatwei-terdasgeringstezugedencken/nachdemselbigernoch kürtzlichinTeutschersprache durch die vomHerrn kritio editte Historie hievon in Leipzig außführlich vor äugen gestelletworden. Die ü- Mderebrigen Secten der Griechischen ku che sind im Scctenvorigen buch auch beschrieben/ wovon nur mit der Grie.

v Anf .e!us vorigen vucy aucy orMntvrn/ nu» «

lm)Vid.ibid.p.,77.--cetcr,supracuat^:. . LheU. Ee ee 2 wenigen^«.