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TH.H.D.XVI C.xvl. Von denen Atheisten/
Lxxxvin.j'r" " y ^ lf| t) t 'e jemgett zelten ge-rathen / darinnen die Gottlosen in lh-
sa^xtve. scheue mich fast die schände unserer sammlungen hielten / und sich darinnen um 3 #md czeit auszustrechen / und doch nms ichs fernere bestarckung ihrer greuel miteinander
ren heryen sprechen: Es ist kein Gott.Ja es ist keine Secte und Religion wei-ter ausgebreitet / und hat mehr levteund örter eingenommen als die Ather-sterey. (K) Es ist sthier kein Herren-Hoffnoch Reich noch stade nunmehr zu fin-den / darin» Nicht leute seyn sollen / dieaus sonderlicher klugheit Most» / diePropheten und Aposteln zu meistern wififett. ( 1 ) Die Atheistische spöccerey hatsich von Herren-Höfen biß in die HohenSchulen / in die Rath-hauser / in dieGerichts - stuben / in die Cabinete derRauff- leure / in die werck - städte derhandwercker / ja biß in die Hütten derbauren ausgebreitet. (m) Dergleichenbekantnisse mehr anzuführen »«nöthig sind.Daß es also mehr als zu gewiß ist / daß indiesem seculo es inTeutschland an AtheistenIn Jta- nicht gefehlet habe. Von Italien versichern'E ohne dem die meisten / daß es der Ursprungund so zu sagen die ordentliche Niederlage de,rer Atheisten so lange zeit gewesen sey. ( n )
unterredcten. (r) Ja stn HugenottischcrPrediger grdencket ausdrücklich / daß zuPa ,riß noch diese stunde gantz besame Atheistenund offenbahre unchristcn wolgardie höchstenKirchen < amter / Abteyen und Bisthümeradmiaistrirten. (s) Woraus das elend dervermeinten Religion überall gnugsam zu se,hen ist.
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Von Engelland bezeugen so viele schrifften eingleiches / wenn man auch gleich mit Hono-rio Reggio die oben- benannten Seelen oderHolland/katzereyen nicht darunter zehlrt. Holland istvor langst eine sentina Atheistarum geheißenworden, (o) Und hat es auch mit so vielenschrifften und andern handeln gnugsam aus,gewiesen.
Commentario in Genesin.pag 2)j. & 671,& ex co Spizelius Scrutin. Atheist, pag. »6.Joh. Müller Atheif devict, pag. 24. Sagit-rarius Introd, Histor, Ecdesiast. pag. 8 7 8.
Weber beurtheil. Atheist pag.». (<]j vid.
Hornbeckius summa Controv, pag jpz.Jo.Ad. Osiander Excrc, V. de Notit. DciNat.
th. 4. Iohau. Schmid Gewissens-Pttd.pag. Zz;. (r) Petrus Firmianusapud Spizc.lium Epit. ad Mcibomium de Atheisini ra-dice, /s) Basoagc histoirc de la Religiondes Egliscs Rcformces p.I.cap.n. initio.
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( i ) Theologus aiionymus apudSpiaelium de Ath,erad.p. J. ( k ) Alius ibid. ( 1 ) Theophi-lus Großgebauer Praeservatis wieder die Pestder heutigen Atheisten dedic. (m j Scriver 1c,P. 1 . pag. ijj. & Pfeiffer Program. ad Lcdt A-theist.initiA, (n) Spizelius Scrutin, Athei-smi p. 24, (0) Vojttius Difp.Select, 1 , c.
Twuck. 7. Aber vor allen andern ist Franckreich we-reich gen des Atheisim von langen zelten Her Haupt-sachlich beschrien gewesen/ und noch am mei-^ 1 *'(lw in diesem seculo. Der bekante Franzö-sische Bxegeta Marinus Mersennus , dessen ar-beit wieder die Atheisten gar sehr recommetrdi-rct wird / hat versichert / daß um das jähri6rz. nur allein zu Pariß die anzahl derer„Atheisten biß auft 50000. gestiegen wäre /„und man offt in einem Hause r 2. und mehr„Personengefunden / die ihncnbeygepflichtet.Woraus er ferner schleust / wie sehr sich nachder zeit diese anzahl müsse ausgebreitet haben...Er setzet auch dazu: Es gebe in Franckreichund in andern landern der Atheisten so viel /„daß man sich wundern müsse / wie GOtt „ sie gleichwol noch beym leben liesse, (p) Nachder zeit hat man nicht weniger in achtgenom-men / daß sich solche Personen sonderlich unterdcn Gelehrtengantzungescheucthervorgethan/und ihnen selbst eigene namen beygeleget / in,dem sie sich bald Esprits , Forts , bald Degrucs , bald Gens de Service titulirt gehabt.
(q ) Auch wil man von denen neuem zeitcnversichern / daß.solche Atheisten zu Parißnoch immer des nachts ihre sonderbahre ver-
8. Damit wir aber auch etliche sp-cial-EMpklexempcl solcher leute sehen / wil ichdie bekan-derW.testen kürzlich anführen. Da ich denn derer^"'älterem nicht gcdenckm wil als des Arelini.der das buch de 3. impostoribus soll gemachthaben/des Bonaventur* de Perez mit seinemCymbalo Mundi , des Pohlnischen Seil,benten / der Religionem Simonis gemacht.Jngleichem Jordani Bruni, welchem von den LEPfaffen offrnbahrlich unrecht geschehen ist /daß er als ein Atheist« verbrannt worden /weil er mehr als eine welt behauptet hat/ in
dem buch de innumerabilibus sive de univer-so & Mundis , wie ihn die verständigen diß,fals auffrichtig vindiciret haben. (0 Auchnicht des Godofredi a Valle , der ein buch : Valleus,Ars nihil credendi geschrieben / und schon imvorigen seculo zu Pariß verbrannt worden.
(u) Aus diesem unserm seculo aber nennenetliche erstlich Cosmum einen Jtaliäner / und^u-izwar umb dieser Worte willen / die er zu denPriestern vor seinem tod soll gesagt ha«den: <D ihr narren / wisset ihr nicht /daß kerne Trüffel seyn/ ohne nur unserefeinde / die uns in unserm leben plagen/und daß kein GGTT irgend wo sey /als die Regenten jedwedes orts/dre unsgutes thun. ( x ) Mehrere Nachricht finderch nicht von diesem menschen: Und mag esleicht seyn / daß ihm die Pfaffen aus feind-schafft nach seinem tod dergleichen dinge auff-gehesstet haben. Am allerberühmtcstcn öbet“’ist die Historie des bckandtcn Julii Cadaris Va-® 1nini , den man insgemein dcn CLsarem oder^uKäyser der Atheisten genennel hat/ wie er um.auch aufferkäntniß Weltlicher und Kirchen-Gerichte zu lolosa anno 1619. lebendig ver, .brandt worden ist. Er war von geburlh ein g»Jtaliäner / seiner profession nach ein Medi-cus , hat auch die Medicin zu Folosa prosi,tirt/und bey den Grossen am Hofe zu Pariß/wie auch von den Studenten daselbst / wiemaN ausdrücklich bekennet / grossen applau-sum gehabt- (y) Auch hat er damit / und
weil er über diß in die Theologie stören wol-len-
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