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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Lvieauchdenenso genmmken Naturalien / ve'stemc.

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ersten Dialogo klag: / erweckt gehabt. Erbekennet aber dabey/ daß ob er gleich Arifto-telem gttühmet / dennoch ihn fast bey allenMaterien mit fleiß wiederleget habe/ und veu»ters ihm gleichfals dahin / als hätte er sichdamit wollen groß machen. Er hatte auchder Astrologie zu viel zugeschrieben / und dieRevolutiones mit den Religionen vorn ge«siirn hergeholet / welches ihm abermahl zurgottlosigkeit ausgelegt wird / nicht weniger /als da er gesetzet / die wunderwercke/ Weissa-gungen ! oracula und dergleichen unter denHeyden waren mechanice geschehen / oderdurch die Imagination/ u. f. f. Dergleichener auch von andern solchen magischen und my-stischen dingen anführet / die man aus umerkäntniß als böse verworffen. ( vid. SamuelParkerus Ditp. de DEO & Provid. Disp. I.Sect. 26. pag. 80. seqq. ) Es gedenckit auch

dieser dabey / daß viele beklagten/Vaninus alsein gelehrter mann / der etwas anders undmehrers / als denCatholischenleutenzu Tolosa bekant gewesen/ gewust/ wäre ivor einen katzerund zauberer ohne seine schuld gehalten wor-den. Welches er aus Lrammondo wiederlr-gen wil / dessen affecte» aber und eiffer vorseine Secte sich hierinn klarlich verrathen/ son-derlich da er sich über V anini Verachtung derClerisey beschweret / u-si f. Indessen kan esfreylich wvhl seyn / daß Vanini unreine affe-cten/ eigene Hochachtung / hefftigkeit unddergleichen ihn in seiner feinde Hand und zudem grausamen tod gebracht haben mögen.

sii) lidem 11 , cc. Cons. Mtillcrus Ath. der. pag.24. seqq. & 60. seqq. Wagnerus 1. c. pag.lo. ja Inquisit. in orac.Sibyll.pag. 24. We-berusp,6o.Spizeliusceterique.

14. Es könten allhier viel andereexempel von solchen Personen beygebracht wer-den / mit denen die Clerisey in beschuldigungdes Athcisim und dem deßwegen zugefügtenunrecht nicht nach den geringsten gründen derChristlichen Religion gehandelt haben: Siewerden aber unter denen so genannten kätzernanderswo vorkommen. Hier mögen nurnoch etliche Personen stehen / von denen manin den neuen zeiren keine andere gewißheit hat/w . als daß sie vor Atheisten hingerichtet worden-SS Es soll vor etwa zwantzig jähren zu Constan-M/Ltinopel ein Türcke mit namen MahometEf-ten sendi von des henckers Hand umkommen seyn/in Tür» der wieder die existent GOTTES gelehrt*» gehabt- Und von diesem setzet man folgendeerklärung / so er bey seinem tod gethan gehabt:Er wölke einen so schmählichen tot» nmher wache«: willen mit freuden erdul-den / ob er wol kerne belohnung desiwegen erwartete. ( i ) Auff was arth aberdie blinden Türcken diesen menschen vor einenAtheisten verdammen / und andere ihnen hier-innen beyfallen können / ist leicht zu erachten,in «polen . Eben wie auch diejenigen / so sich einer nahe,m erkäntniß der wachest rühmen/ dem M-gen proceß schwerlich beyfallen können / der

. diesen ließ der Vischoffvon^En.

Wilna den z i Octobr. zu Warschau g fan«gen sitzen/ mit dem vorwaud / weil er Gort Dessenverleugnet hätte / so machte er sich aller rech- anklage»'te verlustig. Er protchirte zwar wieder die-se j>roceduren / weil er noch nicht überzeugetwäre / und klagte über die Clerisey / daß siedie Spanische Inquisition einführen weite.

Diefe beschuldigten ihn aber Nebenst dcm A- Ursprungtkcisino . daß er vom Sacmmmt der H-Lde"^Ehe gcsaget hätte / es wäre nichts dersiom.'als ein blosses bündnist / und dieblut-freundschafft wäre keine wichti-ge Verhinderung der Ehe. Deßwegener auch seine tochter einem nahen anverwand-ten verheirathet hätte / und darüber in banngethan worden wäre. Woraus alsbald zusehen / daß / weil er der Clerisey ihre satzun-gen in zweiffel gezogen / und also in ihre ftino-schaJ und censur gefallen / all rdings auchdarüber leiden müssen. Damit aber der gan-tze proceß einen schein bekäme / brachte maneine schlifft von if. bogen hervor / worinnener die argumenta wieder die existentz GOT­ TES zusammengeschrieben / und unter an-dern gesetzet haben solle : DEUS non est cre-ator hominis , sed homo est creator D EI ,quia DEUM sibi finxit ex nihilo. -Ob NUNwol diese Worte dahin gedeutet werden kan-ten / daß der Edelmann die Meinung darun-ter verwerffen wollen t als wenn GOttausnichts herkäme / auch ohne dcm diese Worteaus ihrem context herausgmsstnzu seyn schei-nen : so wurde er doch daraus vor einen Athei-sten erkläret. (k)

(0

Vid.ex Ryealti Hift. Impp. Ottoman.Seclcen-dluLu;§hrifleN' Staat addit, pag. |7, (y

Auctor der historischen und ausführlichenRelation von dem gefängniß und tod Ca»

simiri 2cc. ,68s. 410. StokmammsElucidar.Harret pag. 65. Jac, Döplcrus Schall » Platz

der Kids, und icbens» straffen vsrt.ill.cap.

4a.pag.5r6.

ie weltlichen Senatores protestirtenwieder den proceß des geistlichen Gerichts /weil selbige zu erst cognitionem causa- habensotten: Dem ungeacht aber fuhr dieses dar-innen fort / und verklagte ihn durch den Lit-thauischenEiseal/ gegen welchen er sich öffent-lich also erklärte r Die Göttliche Majestät Semeerkenne und verehre ick in vicaria Maje eigene de»state stines Gesalbten. E Ich verehre den/ kamniß /welcher ist ein Schönster / Rcgiererund erhalter alles besten / das in derwelk ist: Ich aber bin eine arme undnichtige creatur / u.siw. Dabey er feineleides - schwachheit beklagte / daß seine zungean seinem gaumen klebte / deßwegen er einenAdvocaten begehrte. Er hat auch ferner ge-gen die beweiß-gründe derer anklager cingewen,det: Icb glaube/baß einGoeesty/und was jitf o>ichgefchriben/das habe ick nitim namen r,artw *meinet verstn/nock baff ick demstlben b ey-firll gebe/gesthrieben: sondern ich bin wil-