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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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wieanch betten so ^ettattnie tt Naturalisten/ vcjsienrc.

bfMoc C ' ® 1,e s cc wurde von denen Predigernals ein A^xvm.chelste verdammet / ob er wol selbst in dieserschl ifft sich auff GOtt bezogen harte. Esleg-te auch ein Prediger daseldlt die gantze schulddarauff/ weil dieser mensch des Herrn von Puffftndorff schriffrcn gelesen hatte: Darwideraber sich dieser gründlich verantwortete / undzeigte/daß der noch lange kein Atheistcware / o-der andere dazu machte/ welcher Die infallibiletat der Cleriscy in zwerffel zöge. Indessenmochte dieser mensch wol freylich mehr der ver-kehrten vernunfftund falschen gelehrsamkeit alsdem einfältigen Göttlichen Wort gehör gegebenhaben/ wozu esihme auch ohne zweiffel an rech-ter anführung gemangelt.

18 . Was sonstmvor exempelsolcherleuteindiesem feculoanzumerckea waren/ welche ent-weder bey harten Versuchungen / oder auch beyAndere muthwilligcr Verachtung GOttes in verzweiffe,

feite« ^ung gerathen / auch wol gar in dessen verleug-{beißen nun 9 und lasterung dahin gestorben / die sind' in gemeinen Teutschen büchern weikleuffkig zufinden. Die Historie des Atheisten in Engel-land / der in der äussersten gewissens .angstund clefperatisn vor wenig jähren verstorben/ist zu Leipzig schon etlichmal vubliciret unterdem titul : Der verzweiffelte Aeheisi.Des VoÄor 6'llbekt Butners bericht vomleben »nb ende emes durch Götklrcbögnade auff dem kddbekte bekehrten A-rhetsten GrassIohns von Rdchester istneulich noch zu Halle Teutsch heraus gekom-men. Andere dergleichen exempel sind inideologischen schristren/ sonderlich bey denenwiederlegungen der Atheisten in grosser menge/und nicht ohne viel nachdenckliche umständeauch in Teutscher spräche anzutreffen, (m)Ich wende michhierkärtzlichzudenübrigcNar-ren der leute / welche mandenenAtheistenandie feite gesetzet. Darunterwerdenim titelbe-nennet die Deijlm / welches nicht etwa dieZW Anti-Trinitarii und Arianersind / wie sie ei-9 ' nige katzer-macher nennen. (») Auch nichtsolche / die das licht der gnaden auch auff dieHeyden außgebreitrt wissen wollen / wie un-ter andern Guilhelmus PostelliTS also ParenSDeistarum heissen muß / wiewol ihm darinnendas höchste unrecht geschiehet, (o)

(m) Vid. Grundmatrns Teschicht.^chule pa§-iz$. Scrrrcrius Part. IV. EttlkN^^chatz pag*9*0.9«- 9 * 5 . aliique & omnino GroßgebiUlekün Praservatif. Theodorus Uodereycks oar.rischer Atheist / entdecket «üb seinertporheitüberzeugt. Laflcnü besiegte Atheisierey rc.

6 abriel. Prateolur Lib.IV. Elencb. Hzres. a-pud Hornbekium sutnm. Conttov, p. 39 *. (°)MorhefRuS 1 . C. p.7/ 4

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19. Sondern man nennet insgemein D«-

sten solche leute / welche Zwar be-kennen / abervortteberrdaßE»vrralleRelrgronen wolgefallerr: WorZu nochandere sitzen / dass sie die Unsterblichkeitder seelerr / wie auch die Belohnung undbesiraffuntt nach dem tob leugneten. (p)Ihr um Die Papisten und andere denenselben an eysserterscheid gliche Lehrer fetzen diesen unterscheid zwischen

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keine Gottheit gestehen / diese sie s.varerkm-iahmvc:.nen / aber derftibm keinen oic.ijr abstattcn/^vur.auch keme Vorsehung zulassen, (g) Sollenalso diese leute die jenigentchr-puncteinzweif,sil ziehen / welche der vemunfft nicht g-maßseyn / und nur von gemeinen leutmanqenvm-men werden. Dahero sie sich selbst iniZranckreich Liprir; borts nennen sollen /weil sie sich klüger als die Lanaille zu seyn ein-bildeten / welche leute / wie oben gedacht/ al-undmeu.so Mit ungrund unter die Atheisten gesetzet wer-gr.den. (r) Indessen klagten die Frantzosenschonumdas jähr i6n* daßauß verasche Va-nini diese neue Secte entsprungen wäre / wel-che unter einem viel scheinbarem namen drsto-mehr leute ansteckte / weitste nicht soavscheu-Irch als die Atheisten könten abgemahlet wer-den. (O Es ist aber immittelst auch dieserNahme bißhero gar fieiffig / sonderlich widerdie Socinianer / von denen gebrauchekwor-den / die einen sonderlichen eyffer wider die-tzer erweisen wollen , welcher dennsooffteimurtheilen zu fehlen / und drm nachstenunrechtzu thun pflegt ( so offt er nicht nach der wahrenund Göttlichen erkanntnis CHristi JESUprocediret.

sp) klid-ricuz Seyienir Anabapr. Larv. Part. t.

р. 47. Jurieu T ableau du Socinianisme Epist.III.pag. 11J. Vid. Act.Erud.Lips. A.XCI. p <4<A .

Cons. Traittc dc la Religion contre les Athecs,lesDcistes & Jesnouvcaux P^rrhofliciis Paft.I,

с. 4. pag. 30. seqq. (q) joh. Laurentius Luc-chesinius ibid.supplem.Tract.I. Sect.p, pag.azo. (r) Vid, Hotnbckius l.c. & J.A. Osian-derl.c. (s) Auctor Libelli : Qusestions li-ies & courieuses ap. Calovium System. Theol.

Tom. II. pag. 1 1|.

io. Diesen leuten hat man auch beygefüget^aru^aüsfeie Naturalien / von denen sonderlich seithero In-viet rcoens und schreibensgewesen/und dienianalso beschrieben hat / daß sie die natürliche Re-Derselbe«ligion oder die erkanntnis GOttes / soweit ste bcschm»dem menschen vonnatur bekannt ist/ alsgttug.^'sam zur siligkeit außgeben sollen. Weil aberhievon in diesen letzten jähren unterschiedlicheaußführlicheschrifften herausgekommen / kanich mich Hiebey nicht auffhalten- (t) Dochmuß ich zur probe (ob wol oben von siixiio schondergleichmstehetlnureinesexempelshiergeden-ckm / welches uns weisen kan / daß die ver-derbte natur des menschen und die Vermischungder Heydnischen dinge mitdem Christmthum/so wol an diesen verkehrten meynungmalsanallen andern schuld sey. Es war vor etlichen Exempeljähren in Holland ein Juriste und Advocat/mit namen Hadrianu« Beverländ , der seine mei- an Lever-.,sie zeit in den Heydnischen unfiathigen Poeten/wie auch in Petronio,Apulejo und dergleichenunstarh zugebracht / auch die daraus gesam-itte äoscülos in seinem buch de jurestolarm vir-ginitatis an tag gelegt hatte. Noch Viel ärgerzeug brachte er in einem andern l^raÄat de pec-cato origini; vor / weßwegen er in verhafftkam / und hernach auff erlegung einer sum-ma gelbes wieder loß gelassen wurde. Er sollauch sonsten mit seinem liederlichen lebengnug-fam bewiesen haben / daß er vom Christen.

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