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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Th.nB.xvnC.xvhvon den Atheisten/

s a !;tMDc.nteiiw»ö znm statt- der jettgkeit Lom-»9 m dc tnen / als weiche aller,r lehret / was^.^^"^wahrOder falsch/ böse oder gut sey, (f)Übrigens setzet ervon der.historie CHRJsii:Dessen Er nehme dieselbe / so fer,r sie von jer--

Ittiw* ttem leyden/ k0d ttn-begräbttüß han-^ dele / nach dem bnchstaben an / dieanfferstchrmg aber verstehe er ver-blümter weife/ undchbs wohl die Evange-listen mit solchen umstanden erzehlren/ so hat-ten sie doch darin irren können / wiewol derEvangelischen lehrt unbeschadet, (g) Daßer also überall seine eigene einfalle mit unter-gemenget hat.

(a) Tract.Theo!.Polit.Cap.I.p.7. (b) Ibid. (c)Epistola LXXIV. (d) Epistola XLIX. (e)Tract. Tb. Pol. Cap. V. p. 65. (5Y Epist.

XXI. (gj Epist. XXIlI. & XXIV£

44. Gestalt er auch von vielen wichtigenPuncten nicht durchgehends einerley ausdruckbehalt / um damit seine Ungewißheit an dentag leget / entweder weil ihm ojftc Wegrafftder wachen selbst einige gute bekantnusft aus-gepreiset/ oder weiter oiß und jenes andernzu gefallen mit einrücken wollen. Zum exem-pel: da er sonst meistens seine vemunffr zumgründ seiner meynungen leget / so bekennet erdoch anderswo ausdrücklich dieses: Ichcgon der halte die nntzbarkert und üorhwendrg-tvachcit teit der Gchrisst oder offenbarungenker vor sehr groß. Demi wett wir aus demEcyrlffl/ £, er nicht begreissett kön-

nen / daß der einfältige gehorßrnr derweg zur seligkeit sey / sondern diesesund Lcrfcbaus sonderbarer gnade'DDTcs ge-ben nutzen ^-hiehev/ dre wir mir der vernunfftnicht erreichen tonnen : |o folget dar-ans/ daß die Gchrisst den menschen ei-. nen grossen tröst gebracht habe / rc. t h)Wie auch WM.Y er auch neben der Schrifft die unmir-NnKarun- telbare. erkantnüß und offenbarung GOttts /«cn. vermöge des obengedachten satzcs von derHeydeu seligkeit zugiebt. Was seine übri-gen sonderbaren meynungen/wie auch die xrln-Seine ci^ia seinereigencn morale betristt/worinnm er

ruora e. ^^eNo und gar vielen auff dem fuß nachge-het/als es die Gelehrten gewiesen Haben/ (i)selbiges ist uns hier zu weitlaüffcig/ denen dasangeführte zu einigem historischm begriff vonseinen dingen gnug seyn kan. Gs sind zumaldie hausfigrn bücher nicht seltsam / worinnener weirläuffrig untersuchet und angeklagetworden, (k) Wiewol der Editor feiner Polt-;humorum kein bedrucken getragen hat / öf-fentlich zu behaupten / daß seine Meynun-gen in keinem stück von der lehre Chri­ sti und der Apostel abgehen / und daßer vielmehr die warhert der Christli-chen religion wider Iuderr/ Heydcnund Atheisten befestige und vertheidi-ge. (l) Deine anklaget hingegen haben auchkntzie- noch von seinem rode versichern wollen / daßKcrnd,- cr kelnmPrediger zu sich gelassen/ damit sieklknlcb. "llicht ruhinen mochten/ er Ware von seinenmi. "vorigen meynungen ctwan abgegangen, (m)Andere haben aus seiner pbpiiognomie urthei-len wollen / daß er einen character im gcstch-te getragen / der seine rexroliZtion oder ewi-Wicdkr. ge verdammnäß angezeiget hatte / wie es derlegnngcn. Üiefornrirten hppocheils mit sich bringet/und

was dergleichen urtheile von ihm

sind. fn) W5MDC H

ux-tyiin

(h) Tract. Tb. Pol. Cap. XV. fine. (i) Viele lJi

Kortholtusl. c.Sect. 111. p,zo8. fcqq. Mor-hositisPolyhist, Lib. I.c.S. p.74. Christoph,

Witticlnus in Anti-Spinoza scuExaminc Ethi-ces See. (k) Vid. Wuticliius Lib. cit. oinninaedit.Amstel.I690. 4torecen(>in Act Emd.Lips.

Anno XC. p. 346. seqq. Kortholtus J. c,

Henr. Morns Tonio 11. Openim Philos.

Theodorus Unbcr Eych Narr. Atheist Pari.

I. c. >8. Joh.Mufams Exam.Tract. Spin. deLibero Philos. Petrus Yton 1 Impiete con-vainclie en deux Traitcz. Abbadii Traitc de)a Verite de la Religion Chretieiuie. Wil-helm van Blyenbiug 'Vi/cdeilegging van deEthica ö£ 7.eden-konst van P, de Spinoza.

Item: Lamb. Vehliuylcn de Cultu Natur.

& Princip. Moralist. ManCveld & maximdPetrus Poirct in Cogitationilms rationalibusde Deo , Anima & Maln , ipi ob methodum! Mathematicam cum blycnburgio pie ceteris

1 commendatur a Moibosiu l.e. Adde novilu-

md Mr. Jaquelot Dilltrtations fur 1 Existcn-ce de Dicu : par la refucation du Systeme d

Epicure & de Spinosa Haga: 1697. 4m. (1)

Priefat. ad Opera Posthum. (mj Baylius ap.

Wcbenmi 1 c. p. 67. (n) Mcnagiusap,Bcnt-

hemiuin 1. c.

45. Unter den wiederlegem 8 plnoßL findetsich auch brancitcuL Luperus, (nicht derkante Philologus Gisbertus Cüperus,)die Arcana Atheismi detecti geschrieben/ undin dem ersten theil 8 pnosam witderltgenwollen. Er hat aber eben mit dieser arbeit M41bey vielen verdient/ daß er so wol als 8 pitio- wegendet^ unser öic Atheisten Mit gezchlet iporDcn/ aiiK ' lmi 'wie unter andern von dem gelehrten Eugcßiander hlenrico Moro geschehen / (o) demauch noch neuere hierinne gar willig beypflich-ten. (p) Denn weil er Spinöse in vielen stü-^ ^lsencken etwas gelinder widersprochen / und die^^'sonst gewöhnliche heffcigkeit und schmahsuchtnicht ebendabe»-gebrauchct/auchwoleinenmandern strtz stehen lassen / und nicht gantzlichverwörsscn / so hat es ihn in diesen verdachtgebracht. Dahero man si-h über ihn in?schwerct / er hatte die gewöhnlichen bmAgründe von GOTTes wesen unkrässtig ge-machct/ und hingegen andere schwächere hin-gesttzet/ wovon hier weiter zu sagen der räum .nicht zulasset. Ein verständiger A'scr wird^M?nach Untersuchung dieser angeführten histori-^^,.en wolvon selbst ernstlich wünschen/ daßjenigen grossen argemüsse aus der Christen-heit abgethan werden möchten / woraus sowol alle ruchlostgkeit als der atheismus selbstbey den teufen entstehet; nemlich die verkehr-te lehre und praxis bey so vielen/ die sich Äh-rer / und zwar rechtgläubige zu seyn mucr-winden/ und dann die Ungerechtigkeit bey al-len andern lebensarren. Wovon ich dieseHistorie des atheismi mit den worccn einesAitHerischcn Phcologi schlieffen will:sblte. Flnubctt / - nrirrcu m der krr-^chtti>-che/ da mit scstauplan allerkugcudcivmrii/eine behcustlking der 'wisse,sschaffwn /ein Aarken der )lcrll'§kelh seyn soll/Ikeichwd! der atheismus rcgicrec i .

oi>cr doch verborgen ist.die gewohnheir bey ims das ReginwiwcMsN'-rl)nt/ der lyochiii lllch alles treibet / nichts oiuzi d!>'als gejchwsitz gelehret wird/ lsttwer lisivo».

und

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