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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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6zL Th.n.B-xvri. Qs.xvn. Von denen so genannten LlitKusl-isteu

3 «i)fMDc. dieselbige in ihrem gründe des heryensLxxxrn nicht erfahren. Darm,» predigen/sie wieUnddercnsie von menschen geternct haben / undberuff. presct^en also leer haber-jh oh. Die wirnun nicht durch GOCC / sondern durch jden menschen beruft nsind/wrc sollen wir >uns halten ? Sollen wire also bleibenlassen / und ttnc unsern» Heiligen Gasider Synagogen fort predigen i neintraun / wir sollen uns GGCC zu keh-ren/von ihm bitten/(> wir diewarhewin unserm herbei» selber erfahren durchden Heiligen Geist/ nicht an menschen«bflchteu. hassten / am grossen ansehen, (u) DieSchrisstgelehreen in der Steinkirchenpredigen auch ofte einen tag fimff pre-digten / vermeinen / sie uoikns hineinschreyen / wird nichts draus / sie sindNichtgesandt/sie kommen von sich selber/ihr bauch jaget sie aus/ ihr werb und kind/ihre huremdarum dreschen sie leer Haber-stroh/ machen die gäste weder satt nochfroh ; denn die zuhörer werdenmehr von Christo / der in uns ist / ab-geführet/ bessern sich aus ihrem frosch-geschrey gar nicht / wird immer ärgerMangel mit Lehrern und Zuhörern. Hier wird ten da wären / die würden darnach avssdesHe.lt, nicht verworffen das mündliche pre- drey dinge führen: l. avff die erkän/!8ja ©«'friante / noch die heilige Schnfst/ ' nüß der fünden durch klarheir des ekele-wie die Schriftegelehrten dem Caspar tzes/ II. durch tröst aussdic erkantmißSchwenckfeld schuld gebcben : denn der neuen Hoffnung / III. würden sieich kan wol achten/ welches der pabst ; mit fingern weisen/wo LHrrsiuszu m*»imb Luther ist/ daß derselbe noch weit den wäre / wo man ihn mit au-ren je#von der warheik sty / wiewol ich stiner hen sölte und mit fausten greiften. (->)

Zeiten in gavtz EüIO P» «uigrr Eluhi 3#Mdc

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LXXXviit,

IN specie l)ut tt zu einen, Predigeraßttlidjc initrudion , erlttlchtimg und beruf» trlcacj,fimct ciroLO' ft/ wenn er geschucbm : Drcuetu»L>r red ner sollen Engel des HERKtt^n/oas -st i s-e sollen von ELnelehret und gesandt seyn/Nichtvonmenschen / denn die da selbst lausscn/u»»d unberuffen seyn )u predigen / seyndnur Miedlrnge / wie wer leider jeyundalle sind / keiner ausgenommen; den,,weicher unter uns ist von G O LL ge-lehrt ? welcher lässet sich von G O Z Zberuften? Seynd wir nicht alle ausder hohen Schulen / und durch mensch,liebeaunst und gcwalr verordnet/ undaeden cket unser keiner weiter zu lernen/

,a ob jemand unter uns wäre/ der nurcrerne aus der heiligen BrbUa zu lesenbenchrre / so Varfters nickt thun/ermuß menschen-böcher dafür nehmen/und aus der Pastillen feine predigten zu-sammen sticken, nun wie den, allen/

so wäre zu wünschen / daß gesandte bs-

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bücher keines gelestn habe / sondern eswird verworfen das amt des buchsta-bens als ein todt ding / und das unge-heurefrosch -geschrey anfallen Lantzein/rn gantz Lurops, ihrer gar wenig predi-Vnfrvcht. gen Obrittum cruciüxum. (x) Dieweildarr pre« etliche Gottes» Gesandte den Heiligendi-ler». Geist gegeben haben durchs predigen/Hand - auffegen und tauften / so styn al-le buchstäblichen zugefahren / und ha-ben gclehrek / der glaube komme aus demäußern gehör rc. und sthen doch vor äu-gen/ dass mit allen ihren dingen nichtsdraus wird / es gehet alles leer ab/ siedreschen leer Haber - stroh / und manentbehret selbiger ihrer predige lieber/denn dass man ihnen zuhöre rc.(y) Undin einem lied vom leben Christi -

Der gottloß Hauff der GeistlichenRegien über den weltlichen/

Es kömmt kein Christlich werckaus ihm/

Sie seynd in all'n gantz wider ihn/Jastc feyndGottes am sie feinde.Keinschand/keln lastet und kein fundJst/die man nrcht an ihnen fiudt;Im g'rmasien sie nicht treffen einZns leben Cbrrstt wie kaus seyn/Daß guts daraus solt folgen? (-)

l») I. c. (x)Ibid, P. III. p. 30,. ( y ) Ibid. p. »7.(«jP-'-Append. ad Dialog, de Christian, p. 10S.

Ada* omnino Erweisung / baß zu biesk»

Alldieweil Herodes samt den Schnstr-^..^gelehrten sich auff den stuhl Most feMim»tzen/ und die ordination behalten/ dalchc».wird fein verstand von Christo in diewcle kommen / denn die es bestellen/sind alle wider LHristum / an ihrenstüchken folt rhr sie erkennen- Nie-mand darff<S0CES wort predi-gen / er sey denn ordinire/und von men-schen berussen, die von <B(DZ lernenund von CHristo beruffcn werden/dürffen nicht auffcreten / wiewol kei-ner da ist unter uns allen/der da gesandtwäre von GGTC / alle von menschen/alle vom stuhl der pestileny/ alle Mied-linge und gedingte knechte vms lohn.

Ach GGCC erbarme dich/wenn wirst»einmal senden/die du senden wilst. (b)

Die ursirche der unfruchtbaren predig»ten allenthalben ist / dass keiner unteruns Predigern/oder ja sehr wenig / dersagen kan zu dem höher«: welcher un-ter el»ch kan mich eines irrthums zeihenin der lehre? Welcher kan sagen / ichbin von GGCC gelchrt / von GVTTberussen und gesandt ? Seynd wir nicktalle von menschen gelehrt /auffgeworsifen/beruften/von der hohen Schulenkommen t rc. (c)

(a) P. I. Post. p, 44, (b) P. 11 . p.! 66 . (e) P- l.

p. 221.

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z6. Von der meisten Prediger gewöhn-Heachtlulichen heuchele») und vcrdervnüß find dieses anthunr»umer andern seine klagworlr: ., / '

Solches