Buch 
Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
JPEG-Download
 

iU

Th.ii- B.xvn.C-xix.

Pmdc C ' 22. Und aus ermangelung dieser ersordertcnei- lte1>5. und derer elenDcn Scholalticorum.

LXX2VM. gmfchaffton hat man ferner die gemeinen klagen >mal CHristusselberso vieleglcichniffe von der"

Ermve. ^berBöhmenödunckelheithergeführet/undzu, ---- ' r --

«ÜS föiderst gernezugegeben/ dasi ckUchedlNA

vvn^vp, meutert Werften

J C

mevs ' darinnen mcbt äljöbald mögen verstan-danckel, den und ergriffen werden- sonderlich von-eit. brssher unbekanten geheimnissen im na-ttirlichen nndgnaden-reich. (k) Jnglei-chem/ das auch noch diefüUederzerrbisshero nicht eingetreten gewest/ in welcherman solche wunder gnugsrm erkennen»nd anrrehmenmöchte- ( 1) Doch habeBöhme selbstcn das meiste/ was inseinen erstenschnffien undeutlich gewesen / in den folgendenverstcwdiichgemacht. O) Er hat auch selb-stcn alsbald in der Aurora den Leser gcwarnct :-.Daß er Gott um seinen Heiligen Geist bitten«solle. Dann/spricht er/ohne erleuchtung des»-selben wirstu diese geheimnisse nicht verstehen/«denn es ist des menschen geist ein festschloß da-

naturgenommen / auchsolche wörter/alsvomsaltz dcr erden/ von putrefaüion . fermenta-non.von den kläfften der cngcl in den elemen-tcn u.s.s in der schliffe häuffig gercd.twerde. Da nun Böhme neben der Theologieauch die Christleche Philosophie erläutert mhabt / wäre ihm auch solche bequem gefallenewörterzu brauchen / und dieselben als o^mointerpreti verborum snorum zu kiklärmeilaubt

gewesen, (r) DieLb)-Miepstegcnachdemgcstandnißderer Gelehrten die kraffle Vernamam eigentlichsten auszusprechcn/ und wer sicheine zcitlang mit ficiß in seinen schviffien übe/werde durch GOrüs gnade auch solche dingebald verstehen lernen, (s) Wer aber die Gött-liche weißhcit in der wahren Magia und Cabakalsthörichtodrrgarteuffclisch vcrwcrffe / undhingegen an der Schul.Theologie bchongen

für / das muß von ehe auffgcschlosscn werden: bleibe/ werde freilich von solchen geheimnissenUnd daskan kein mcnschLhun/ denn der Heil- nichts erreichen / vielmehr aber seinen unver«Geist ist allein der schlüssl dazu- Darumwilt stand nur prottituire»/ .'c. (r)

«du eine offene pforrc in die Gottheit haben / so«mustu in Gottes liebe wallen, (n) Und wasundmög.dergleichen erinncrungetr bey ihm mehr zufin,r-cher er^h^.^o) Wicnunalsogelcugnctworden/daß!uoa und aus seinen seltsamen figürlichen reden / die fastverstand.durchgchends den rätzklngitich sind/ von uner-niß. leuchteten durch weilläufftige folgerungen/je-dochgezwungen/ eine und andere Irrthümer ge-zogen werden könten: Also ist hingegen um-ständlich und weitläufftig dargeleget worden/daß wo alles ohnc vorurtheilegenauer beobach-tet werde / solche dinge gar anders erscheinenwürden. (p) Jnmassenihmbey ermangelung

(r) Vid.Joh. Mattliiri 1 . c. p. ti,36. ;L 6). Si ioy.(s)Prunniusl. c.Cap.ix.p, 22. (t) ßrccklingl. c.p, £). j. Frankcnberg. Sie.

Allein wir können uns bey diesen um-ständen nicht länger auffhalrm / viel wenigernunmehro die sonderbahrcn Materien nachcm- -ander vollkömmlich vor tragm/worüberbißlMohne dem so viel gestritten worden. E>n begie-riger Leser kan sich dißsals in denen neuestenschriffkcn ersehen / welche über denen ptopo-

. . . t rw ^ ^ __ ö _ a nirten 40 . frage»» v Abraham Hmckel-

deräusserlichcnge'lchrsamkeit schwer gefallen/1 wansanslechrgckomen-undsonderlich in bet

seinen begriffordentlich und deutlich auszudrucken/welches sonderlich ticffstnniger undunge-lehrterleutc gebrechcseyn/worübcrerauch selb-sten in seinen düchembißweilen geklagct. (^)

sK)Fraockcubcrg p.***4. (I) Idem in Epist. ibid.

$.7, Cm) Brckbng Anti-CalüY. pag J). 4. (n)

Caft-XUl § 16. scqq. (.0) Vid-MD 3.Principienvorrefce&Cap. iv. § 22 . <% nx. §. ?ü. c. xxu.§ e 7 .cxxiii.^.je.&c.cpj v,d.Gchutzschrifft

330^)111$ annexa ChemisBohm. p. 92. leqq,Fiaiikcnbclg.Pinnucru; ^larrbLi.ltcbclcb-g^cr-denll-gcnLpiurer. ( q) D. Spenerus step^elt bkk

Glaobigcnp. -r.

Von den 23. Eine von den vornehmsten beschwern«,Lhumi. gen ist wol diese sonderlich gewesin/daß er so vielwÄcu in Chymische ununbckante terminor gebrauchet/seinen und die fachen selbst damit noch mehr verdun-

schrifften/ckrlt hatte. Ja auch wol etliche LateinischeWörter wieder ihren gebrauch unrecht gedeutetUnd da, uno applicui. Daentgegenabcrzuförderster-vouße. innert wird/ daß wenn der unbckanten Philoso-

phischenund^setapb^üschen terminorum hal-ber die gcmcinkn Theologischen schrifftcn ver-worffen werden sollen/alsdann nichtnur so vieltaufend Systemata , Commentarii und streit-schriffcen/ sondern auch die Universitäten selbstausqmn-sterr werden mästen. Weil aber dieIbeolo^i selbst behaupteten/ daß manwolvonGorr und Göttlichen gehl lmniffen auch anderealstormale schrifft-wörter brauchen dürffe: sowürden ja auch die termini derer Medicorum

freuttdUchett antwort auff die ersten 20/wieauchindtnandernTttitschenschriffttn/bie ..wir unten benennen wollen. Allhier aber mögenzu einigem anfänglichem begrifoiesersachen miretliche wcnigepuncte stehen / so weit sie denenungeübteninetwasvernemlichwerdenkönnen;eine genauere und a usführlichnc crklarung allerpunclrwirdmitnächliem erfolgen. Und weilfast immer die erste frage herbey gewesen / obBöhme die Heilige Schrifft vcrwcrffe und ablein auffunmittelbare offcnbahrungen Dnnje;so wollen wir seine eigene antwort auff diesenvorwurff anhören. Diese lautet also:

Ich führe die menschen nicht vom ge^ök-predigten nnd geschriebenen Wort ab /^mthr thut mir in dem fall unrecht; Ich du msage aber daß sie sollen den Tempel gjfJEsu CHrisii zrnn gepredigten oderb-ow.gcschncbencn Worte bringen / als eme^bußfertige hungcrige ftclc/ lretchebmch.CHrijtüm als das lebendige Wort indcrn bnchstabtschcn nnd gepredigtenlrort in sich selber höret lehren / wieDavid srgt: Ich wll hören was derHERR in mir redet > und EHrisiusarrch sprach: Wer aus GOTT isi/dcrhöret GOTTES Wort. Und Mden Pharisäern sprach cn Darinn

UNbClr>nucorum sogutsiyn/ qlödts^riwo-1ltt lyr nicht/ denn ihr styd uichtvon

Gott.