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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Z'chr^vL°nusics solcher Erlösung einen sonvervahrenL.XXXVIU vo.zug gegeben / und zwar auß Luc. X. LZ.

und der .gantzt» epistcl an die Hebräer. Da-Vovcrlö.heroervonder evlöjung der Attvätter die-ftrug der fts schreibet : Auch die vätker der ju?Altvirttm^,, kanten Christum mehr im fleisch /sonder,, nur ünfurbild t «ls in der cimgeleibten gnade / welche sich mit dersigur iM bünde in ihrem Gesetz dsfen»bahree / und zogen Christum nicht imsteisthe an / biß aufffeine dffenbahrungrM fletsche. Aber im ersten eingeleib-ren bunde / und worein der krassi: zo-gen sie chn an. Als aber Christus den-selben bund mit der Menschheit erfüll-te / Und das gejetz deß zorns in der fün-den mit seinem blut erfüllte / und diefünde in ihnen ( welche die Menschheit hat-te üuffgehaleen/) röstete: da zogen sieChristum im flersch an / alle die an ihnin seinem bund geglaubet harren / dasist/ welche den bund in der kraffc/ alsim Geisthatren angezogen ( in denenward der bund mir himmlischem westnerfüllt auch in denen / welche nachdem äussern leibe waren längst verwe-set / derer seele im bunde der krasse lebste. Alle diese zogen Christum in stinerAuferstehung in ihnen an/und stundenihrer viel mir ihm nach stiner Auster-stehung auffvom rode in fernen» leibe /und liessen sich zu Jerusalem sehen;» ei-nem Zeugniß/ daß sie in Christo warmausserstanden / und hatten Christumim fleische angezogen / welcher ihren«tauben in der Menschheit erfüllet har-te. x) Und hierzu setzen andere zu dessenkrklamng dre Worte Petri auß der i. Epist.I n 18. I V. 6. und Pauli R.otn. 1 1s.wiedieselben auch von denen alten Lehrern nachdm buchstaben auff dieaußsührungder fettenauß den gesangniffen/ und ihren eingang indas Paradisi gedeutet worden sind/(/) davonanderswo mit mchrcrm.

ixiVondergnadcnwafl ciap.X.§.4;.p.lf9. lx)V.ä.fteundl.antw. Q. XIIX.ptt.IdeaTheol.Bohrn. n.XXII.p.tj.

44. Die Rechtfertigung hat Böhme nachdem sinnoeß Evangelij beschrieben/ als dassetzt angezogene Gebet / und säst unzchlicheandere stellen außweiscN. Er hat aber auchsehr ossre wider den heuchlerischen glauben /und dadurch geschehene unkiäfftlge zurech-nung deß Verdienstes Christi / und mukhwil-liaen mißbrauchderGöttlichrn Gnade / mitall' n rechtschaffenen Christen geeyfert i da-von wir ein paar sti llen auß ihm anhören wol-»leN. Wir müssen das verdienst Christi nicht von aussen anziehen mir mund-heu-cheiey / allein nur mit trösten / und emfrcmbdts kind in ftembder etssnr bleiben.

Mn / die frembde eKenir erbet Nicht dre

«klNdschafft/ sondern dieeingeborne eff«werbet sie. Dieselbe emgebornc eLne stnicht von dieser wett / sondern rm hrmmel/^ <Yl/Y!tfnd r Unter wan-

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menschen. So aber der Himmel im wen-« 3 «&i-mdc.Arn Nlchr offen ist / und er nur für dm-Himmel steht heucheln/und spricht : ^ch«bin noch aussen , aber Christus will mich«autz gnaden einnehmen / sein verdienst istist mein. Ein solcher ist Nach dem ctusiemmenschenm dereiiMit und fünden / undmit der seele in der Hölle/ als in GOTTes

Zorn. (2) GOtl will leine sünder im hiM'^mel haben / sondern nur eitel neugcbornekinder / welche den Himmel haben anaew-gkn. Darumb ist es Nicht so ein leicht b ma/"kinder GOttes zu werden/ oder seyn ,

Man ihm rinbrlvrr. Zwar leicht ist esdemewol 1 wclcherdie kindschafft hatangezoarn/<-dessen licht scheinet / der hat seine fteudeda^-ran ; aber das gemüihe umbzuwenden/"und die selbheit zerbr-rchen 1 muß ein ssm-"ger unnachlaffiger ern,t seyn / und ein sol-cher Vorsatz / daß/ ob solle leib und feel dar-umb zusprmgrn/daß der Wille oannoch wol-

U beständig bleiben / und nicht wieder in 14die selbheit eingehen. (*) Anderswo setzet eraußsährlich / daß alles heucheln / wann man'«saget / Ci)ristus yac bezahlet / und für die 44fünde gnug gethan / sey alles falsch / und 44ein nichtig ungültig trösten / wo man mchrauch der fünden in rhmabsterbe/ undCh i. 4 'sti ve> dienst rm neuen gehorsamanzieoe (b)-°

Auffcr diesem aufferlichxn zugerechnt.Nfremvdcn schcin abrr ( wie er ihn nennet/) be-"kennet er doch einen wahren zugerechneten 44frcmbdrn schein t der uns im Blut Christi --in der gnade gegeben wird/ da wir in sün< - 4den tod sind / als ein gnaden-geschenck <n° 4uns zu einem neuen leben; welches neue le,den die fünde und den tod tödtet/und uns 44als kinderder gnadenfürGott stellet, (c)

(r)Voa der wiedergeb. dap.Vp.1r9. '( 2 ) VönZk»lassivy.eap. I i. §. 44-4;-?.>06. (b) Ibid. §.3-7.p. loj. (c) Von dcrgnadeaw. Cap.x.f38.3».p., 37 .doii 5 .ftcUNdl,cMtW.lZo.XIX.p.; 7 .

4S. Und eben in dieser absicht / nemlichdie heuchelcy und sicherheit der meisten lcute/

( welche auch /cderman unter denen so ge-nannten Evangelischen sehen und bekennenmuß/) zu best raffen/hat er auch von dem tod,ren und heuchlerischen glauben also geschrie-ben : Lieben brüder / man rühmetsichan- 44 BMjcho deß giaubens / wo ist aber der glaube ? 44 prochlcn«>Eine Historie ist der fetzige glaube. Mo ist"Wndas klnd / das da glaubet / daß JEsuö"geboren sey / so würde es ja sich zum kind-"^"^"'lein JEsu zunähen/ es annehmen undpfle-"gen. Ach es ist nur ein historischer glau- 44be / und ernelautere wissenschafft/undviel- 44mehr eine kitzelung deß gewisscns : daß- 4ihn die Juden haben getödtet r daß er vondieser wett sey weggefahren: daß er nicht"könig auff erden im thierischen mcn-"sehen sey : daß der mensch thun möge' 4was er wolle: daß er nicht dürffe den sün--°den und den bösenlüstrn sterben. Deßfreu- 44er sich die se!bhcit/das böse kind / daß rs 4 °möge >m fetten leben / und den keuffei fett"mästen. Das bewähret sich / daß der rech--*

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