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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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TMB.XVN.Cap. XIX.

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Kirchen

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MT>c cker und schwächer gewesen ais eden je-m mdc tzund / da die weit doch laut schreyet: Wn 'LxxLviii. ^ den rechten glauben gefunden r und

zancken umb ein kind / das böser nie gewe-sen ist / seit daß menschen auff erden gewe--.ftnsind. Bist du zu Zion / dasneuge-dorne und wieder-gefundene kind / so be>weise deine krafft und tugend / und weiseHerfür das Kindlein JEsus auß dir / daß»mansche/ du seyst seine Pffeg-amme: wo-.nicht/ so sagen die kinder Christi / du hastnur das kind der Historien / als die wiege. . »deß kindes funden, (ö) Gleich wie er auchfteusbcic» ins gemein mit andern die Heuchelei) der fal-IM äusser« schen Christen in denen äusserlichcn satzun-GottrS« gen/und dem oxereoxersro ernstlich bekla-get/und schreibet: XX\an bindet uns an-jeyo an die Historien / an die steinernekirchen / welche zwar in ihrem werthgut-wären / so man auch den TempelChristi darein brachte, tfäan lehret /keichteo/ ihre absolution sey eine Vergebung derfänden / item / das Abendmahl nehmetue fänden weg; item / der Geist G0k-H>redigk xes werde vom predigampt eingegof-lhdreo/ Dieses alles hakte feinen weg / fb

es recht erkläret würde/ und man nichtnur an der hülfen hienge. MancherGaera» gehtzwantz g oder dre^sstg jähr in diemmt kirche / hört predigen / und brauchtbrauchen. Sacramenk / läst sich absolviren / undist einmahl ein thier deß teuffels undder eitelkeit wie das andere: Ein thiergehet in die kirchen / und zum Abend-mahl / und ein thier gehet wieder da-von. Wie will der effen / der keinenniund hat ? tOie will der hören / derkein gehör hae i Mag auch einer einespeist genießen / die seinem mund Ver-schlossen ist? wie will der rrincken /der ferne vom wasstr ist ? Was hilfst:michs / daß ich in die Mauer-kirche ge-he / und fülle meine ohren mit einemleeren athem 1 Oder gehe zum Abend-mahl / und speist nur den rrrdischenMund / welcher sterblich und verweß-lich ist ? mag ich ihm doch wol daheimtin stuck brod geben/daß er fakk werde,was hilfst das die stete / welche ein un-sterblich leben ist / daß der thierischemensch die weist deß gebrauchs Chri-' sti halt/ so ste nicht mag das kleinoddeß gebrauchs erhalten ? DannSpau-lus fagkvomAbendmahl: Darumb daßihr nicht unterscheidet den Leib deßHErrn/empfahet ihre zum gerichke. (e)

(d) Von der gelassen^- Cap.u. §.fi. sefjq. p. 107.io«. <ejVouber wiedergrl». cap. V l.§.L.;.

46. Wir kölittk hier insonderheit alle undjede stucke deß verfallcmn Christenthumbsdurchgehen / wie dieselben auch von JacobBöhmen außfvhrlich beschrieben worden. Essoll uns aber nur an dem wenigsten und vor-nehmsten gnug seyn / zumahl feine jetzt an-

dem augenscheinlichen mißbrauch rede. Also 3 #mo csetzt er von denen Sacramenten in diesem vcr? , b,f? MDCstand und absehen : Es ist doch m den Den UmHeiligen mrt den Sacramenten kein wiß-sünde - wegnehmen / oder dardurch ver- brauchegeben / sondern also ists/ wann Chri-^?',stusauffstehet / fostlrbetAdamin derschlangen/ rc. (L) Insonderheit von der»Tauffe / deren und deß Abendmahls rechten ^/gebrauch und nutzen er in einem eigenen bu-che von ver Tauffe sonst sehr hoch' erhebet :Gölte das cinspt-echcn ( durch Christi an-genommene Menschheit in seine Mitglieder/)im menschen sahen und wesentlich wer-den / so mvste das Göttliche eintau-chen vorher gehen. Dann so bald sichdas work in der Menschheit offenbahr-te / so floß die sanfste liebe und gnadeim stund auß. Mit diesem außsiußGöttlicher Liebe ward der bund in diewasiertauffe geseyet ; dann weil dermensch irdisch elementarisch war / somuße auch ein elewenkisches niitteldarzi» kommen / darein sich der auß,fluß Göttlicher Liebe im bund fassete/daß ein menschlich natürlich west imMittel se^ / darein die Göttliche undauch menschliche Imagination möge ein-gehen/ rc. (g)

(k) Von der widcrgcb. Cap.vi.§.n.p.m, <°)Voader tauffe c»p .11. § .zv.p.24.

47- Von dem Abendmahl/dessen gründ -

und fürbild im Alten Testament / und ' ,n"mGdarinnen mitgetheilten wahren wescnNcucn / wie auch von der rechten gcnics-»sung deß Fleisches und Blutes Christi/Derrechten Vorbereitung und Würdigkeit dar-"zu / und dem streit dcrG lehrten übcrdcn»cinsetzungs-worren / findet man auch.cine^eigene Schrifft unter seinen büchern / darin-nen er so wol als in den andern / wider dengreulichen nüßbrauch der Gottlosen undHeuchler / auß ernstlicher ehrerbictung gegendiese fache geeifert hat. Z.e. Wann er vondem streit der Theologen geschrieben : Esdarff deines zanckens umb den kelchJESU LHristi. Sein Leib wird imTestament von glarrbigen warhastrigempfangen / auch feilt himmlischesBlut/ und die Tauffe ist ein bad imwaffer deß ewigen Lestens / in dcmäusisern verborgen / im worte deß LeibesChristi. Drumb ist aller zanck nichtsnütze : nur brüderliche liebe her/ undvom geitze der Hoffart gelassen / lo stchihr all in Christo, (b) Es ligt nichtan dem wahn oder meinen / daß einernur drirffe mit dem leib zu solcher ge-nremsthafft rretterr / und dencken :wann ich neben andern brod und weinniesse / so habe ich das wahre Testa-ment CHRISTI empfa»kgcn / dar-durch mir meine stinken vergeben wer-den. VTein / Ganct Paulus sagt 1 .Cou

gezogene worte ausdrücklich andeuten / daß! Xi. 29. Brod und wein vermögen dic-er nicht von dem rechten Wesen und ge-ffes Testament nicht zu er'gretffcn/ vielbvflutb derer Kuchen-sachen / sondern von! weniger der Unglaube / welcher nur