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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Th.il.B.XVH.Cap.X!X.

cv * Mnr stl anziehen / wie mancher Meynet / Der tet / kommt auß eigner bildigkeit/ 1 ^ 77 ., ^

l' MDCXXXXVIII

foir gntz und ehre Datum suchet: Er fin-9 . i>es auch wo! GOtteszorn darinnen: Oderwas soll man sagen Der Pfaffen teufst!

har das Reich Christi geblendet / daß oieGemeine Christi siockblind ist/da man mci-net / sie seyen Götter/ und lehren auß demHeiligen Geiste/ ob gierch in falschheit ihre eygcne ehr und gcitz gesuchtt wird. Man siehet / welch groß ungläck sie in der welkhaben angerichtet / weich manch Land sie haben verwüstet / und mit ihrer falschenmeinang viel hunderttausend menschen er-mordet/ und nur dem teuffel in Christl rock gedienet: Wann die Gemeine dochsahe/ so würden sie das innen werden- Daskommtalles daher/ daß man dem GeistChristi,'nicht die ehre gönnet / man willst!»,,ber Hirten wehten t und da doch der teUf»fei in aller menschen wähl ist/wannesGot- tcs Chr und Lehr antrifft. Die stlbsi-ge-wachscne/ nach gunst, erwehlte Bischöffeohne GOttcs Geist sind der welt so viel nutze/ als deck wagen das fünffte rad/ oh-ne oüß sie die Gemeine irren/ lasiern undzancken machen / wie das ihre schmah--chcr darthun / da iN manchen so viel Got-tessurcht und liebe zum nächsten ist/ als ihr der teuffel in der Hölle hat. Blutpauckensind sie/ deß teuffels hecrtrümmel / damitspottet er der einfältigen Gemeine Christi.: O ihr lieben kinder / thut eure äugen weitauff / gehet äuß vom Pfaffen-zanck / undtrecket in streik wider den teuffel / wider euerwollüstiges fleisch. (5)

(q)Vonderwiedergeb. op.vi. §. u . u . p. m.(r) ib.d. c.i i x. §.4. p. «37. W vom dreyfachen

lebtn Cap. XIV §.i3.(ec]q.p.*48.

Bonden <) i .Waser von dem elend derer Oniverüta-Umvers,. geklagt hat/das haben sogar auch seine hkff-

raten/ -^gftcn scinde wahr zu seyn bekannt/nur daß esihnen mißgefallcn/ das) ein Schuster/ undzwar ein Lntlmliacke. wie sie ihn nennen /d<rvd»r Aeredet : Ungeacht sie die Verderb»'» der kirchen und schulen unter die stückeselbst zehlen / welche auch einfältigen leutcnunverborgen seytt-(t) Es schreibet aber Böh-me von den schulen: , Daß man daselb-stennur üpplgkerk/ hochniurh und lustrgkert lerne/wre man einander das sei-dige mit list abdrmge / und das heisteman fsurs. Solche leuee stye manHer-nach kirchett und schulen vor / und indie weltlichen Regimenter/ vondenendie untern die grösten Laster lerneeen.und ihrem (ü) Und eben dieses erinnert er auch von denDoctoir- Do£fcotibus , wie sie zu allen'geistlichen din-!machen, ggntz ungeschickt und blind zu 'seyn pfle-gen / ja in ihren gekrönten Do<Lo»hüeenmeist arger und greulicher als die andernhandelten und lebten. ( x) Was er von de-Disputa- nen Disputationen! UOD Coritroversifn genr-kheile't / ist hin und wieder / sonderlich im' MMrio magno , und IM ätzten 'Capitelvom Abendmahl wcitiäuffliger zu lesen / als-es hier räum hat- Doch Nur einen eiNtzigenort hievon zu gedeNckm / so schreibt er über-->- Haupt also : Aller streik umb Göttlichenwillen und wrftn / da man eittanderverach-

je <m menich deß andern bild einfaffttseine sinnen / und dieselben doch nicht recht« UXXVI'ergreiffen mag da sich je ein mensch m-°deß andern sinn setzet / und ihm die seinen-'darein führet/ und deß andern in seinemck«nung einzwlNget/ und schwinget sichindcß--andern sinnen empor / und halt diesilbe für»sein eygenthumb / und will sich damit sehen««lassen / und damit in und über anderer leim-te sinnen herrschen : Man soll ihm feine«stimme anbeten/ und für GOttes sprechen >-halten. Also betreugt sich der mensch selb«-/«und raubet GOTT seine ehr/nimmt stinm«bund in seinen münd / und hasset aber 6tc«zuchtöcß Geistes GOttes / welcher ihn mgewissen darumb strafft / daß er nur ein ab/«

IgewichenerLucscrist/ und will anderem«sein bild zwingen / daß sie es sollen für Got-«

res worr halten und ehren.-Alles di-»

sputircii von GOtres wesin und willen ae-«schichet in den bildern der sinnen ausser Gott «Dann so einer In GOil lcbet/uud mit Gott «will / was darffer'uinb GOtt clispunren/ «wo oder was GOtl sey V daß er dcmimb«disputirt/ ist ein zeichen/ daß er ihNinseincn«sinnen noch niemahi hat gefühlt / undihm«nicht ergeben ist / daß GOtlinihm sey/und«wolle wie erwill : Es ist ein gewiß zeichen /»daß er seMe Meinung lindbilde willuberan-«dere erheben / und 0« hmschung begeh,et.«

Man soll freundlich 'Miteinander conseri. «ren/ und je einer dem andern seine gab und«erkäntnlß in liebe darbieten/ und miteinan-«der srrobircn/und das beste behalten/i.isieD-V.21. Einander freundlich unterrichtm/md"nichtalso ineygemm wahnstchcn/alskönne«rnan mchtirrcn : sinremayl wir einen mach ^rigen feirid Wider uns haben/wklchcr der mnv«scheu sinneubaldin srembdc biidcr einführet/«und den menschen trotzig macht/ darauß se-«cten und spaltungcn entstehen, (y)

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tionen«nd ffceirigkciten.;

st) Vid Joh.Mollcr fslnslf. Athcill Cap.IX. p 90. (u)Viii.voni dreyfachen leben cuap.xv icqq. v x)Vid.Auror.Cap.XXil § 14 leqq bscpf sebcflCap.

vn.tz s c.xvi.§ 34- 0 ) Von der Muffe c-p.i.j.

r la.scqq.p.9l.seqq.

52. Diese jetztgcdachtc scctirischeart/wieße'dem menschen nach seiner eygen-liebeund Hof-fart angeboren ist / entdeckt er so wol anderN/als am folgenden ort: e? re crbitttiNda-«ctirischcrmit der Fürsien und Könige hertzen/ so wok«c?gcvlit'der Layengemurher/ baßcinbruder den an--'^.^dor n umb einer bildlichen Meinung willcnver- "^,^,nchtet/schandek/schmähctundlastert/undsül^ovskflei'.teüffelisch außschreycr undachlet/ auch krieg"und blutvergiessung / und Verwüstung land"und teufe nmb solchergvtzenbiloer willen an-«gerichtet wird. Man hat es dahin gebracht/"daß der Laye drncket/er st») selig/ wann rrnur"an der Meinung hanget/und dieselbe billichet/«er verstehe siegleich oder Nicht/ wann er nureiNenstctirischcnnamrn damit ehret/ und sti-«nem Patron seine Meinung für recht halt /"daß wann er hörctdenstlbcnnamen nennen/"so schreyet er: Ja/ja/ es ist recht / und weiß "doch nicht/was esist. Also gar hat man die"einfalt geblendctund verführet / daß man"

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