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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Von den Quackem.

S»Vmdc. dämlicher tw9l4tr.be sey / weil diezui.xxxvitt. kunsst LHRistiins fteifch/höchst-no-rhig gewesen wäre / uns zu versöhnen/und niemand Vergebung der fünden er-lange/ als krasse dieses versühn- opss-fers: Indessen könne doch das Ge-heimniß CHBüstl in uns ohne die auststrliche wissenschafft der gefchichtenutzbar seyn. (r)

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abgesprochen/ sondern eben daffelbige vorEvangelium gehalten/ das in aller Lre,

Lichts/

rem Ge,wissen.

das

^ m vuitr Cvtatur Ob dirks

unter dem Himmel geprediget sey/Lolols.l. Licht ,arz. Kom i. 16. und folgenden cap.x. 8.12.^"13.14.15.18. Ebr.lV.r2.1s Act.xtv.i 7 . b{ns{?/Esa. LV.4. joh. i. 7. Jac.l. 21. Hieraus( Messen sie ferner: Daß durch die wir-

pv 41 serlich geprediger worden/die auch von

der äusserlichen Historie Christi nichtswissen/selig werden/ i.Lor.V. 16. 17.iPetr.I. 23. Matth.XlII. 31. 32, Job.!. 9.

Welche fache sie sonderlich aus denenSchriff-uirtz in ih.ten der alten Heydnischen Philosophen her-rmPhi.

fähren/und von ihnen sagen/daß sieCHristum losophm.

innerlich erkant hatten / auch hiezu viel be-dMckliche stellen aus sustino.Lsemente.'

Ob dasgewissen

Ob es all

gemein

ftp.

Äftsss a-^chWenn sie aber von dem sitz oder derLichts/ l!elle d-ests Lichts reden/so nennen sie gemei-mglich das Gewissen oder das Hertz/ jedochnicht in dem verstand/als wäre das Licht dasGewissen selbst/ sondern daß das Licht Chri­ sti >n dem gewissen oder hertzen brenne undscheine / wie etwa ein licht in einer laterne.Davon sie weiter sagen: wir werfen dieKeuschen stetig au zu dem LichtCHRisti in dem Gewissen/ und nichtzu des menschen natürlichem Fewis-ßit Jenes/nicht dieses ist es/das wirt ,, predigen/ und wozu wir die leure/ alshm s? 5U dem allergewissesten Führer zu dem^' ewigen Leben anführen. (s) Und alsosagen sie auch / daß sie durch das Lichtnicht etwa einen theil von der Naturdes Menschen verstehen/ viel wenigeretwas von dem übergebliebenen gutendes verlohrnen Ebenbildes r Sondern,'sie beschweren sich über die boßheir ihrerwiedersacher / welche sie lästerten/>, als ob sie von einem natürlichen lichtoder gewissen des menschen predig-'ten. (r) Indessen sagen sie doch/ daß esein allgemein licht sey / und ziehen dahin dieWorte Joh.'.9. wiewol mir dem bald folgen-den unterscheid. Damm sagen sie: Es seyein göttliches/geistliches und überna-türliches Licht in allen menschen/alsein saame oder vebiculum , darinnenGGrt und CHRastus wohne. Eswerde auch dieses durch die erfahrungaller menschen bekrasstiget/ dieweilniemals an emcm orte der erden einmensch barbarisch und wild gefun-den werde/der nicht erkant hätte/daßer zu ein oder anderer zeit wenig odermehr etwas in seinem hertzen gefun-den/sö ihn nicht allein wegen des bösen/das er gethan/bestrassr/und ihn mit ei-nem gew issen-schrecken betrohek/wenner darinnen würde beharren / sondernihm auch also gewissen frieden / ruheund süssrgkeit versprochen und mitge-theilt/wenn er solchem räum gegeben/«efolaet/ und ihm nicht wiederstrebetbat. (u) Sie machen also Hiebey diesen un-terscheid/ daß/ obwol CHRistus vor aller her-tzen thüren stehe und anklopffe/doch nur rn den-jenigen gestalrerund gebildet werde/welche anihn glauben/ und ihm gehorchen, (x)

Barclai 1 c. §. 16 . pag .98

(O

(t) Ibid. pag. 96 .(u) f. XI, p. 90 . (x)J.if.p.g}. Cons. Eduard,Bourrough Verklärung p. 2 . Pennington J, c.p. 11 . 3 . 3 *. 19 . 4 i. John. Higgins de Bootsdiapdes Heeren. p, 2 . Aucter des Schlüssels« pag.

U, I).

niio u.s.f. anfuhren / (yj von welchen obenin den ersten Büchern dieser Kirchen-Historiemit mehrern gehandelt worden. William a-mes hat an die besthirmung der unschuldigeneinen beweiß beygefüget aus den Philosophenund Kirchen-Vatern/daß sie von Christodem eingebohrueu Wort und SohneGOttes gewust und geZeugek haben.

Allwo er denn sonderlich ihre Worte von demeinigen Wort/als dem Höchsten Gut / vondem und n« » oder Wort und Ge-müth Gottes, irem /von andern beschreibbungen/ dadurch sie den Sohn Gottes verste-hen / anziehet/als aus Orpheo .Trismegisto»Platone , Plotino, Epicteto , Pythagora,So-crate, jamblicho, und dann aus den Christ­ lichen Scribenten Origene.Tatiano,Justinoblartyre , Lyriilo , Insonderheit hat ernebenst William Penn aus dem Seneca , Mbdessen 41. Epistel diese Worte angeführet:

Prope est a te Deus. Tecum est. intus est.

Ita dico, Lucili, sacer intra nos Spiritus se-det > malorum bonorumq,* nostrorum obser-vator & custos : hic prout a nobis tractatusest, ita nos ipse tractat. Bonus vir sine Deonemo est. Das ist : GE>tv ist nahe beydir/ mit dir ist er/ in dir ist er. Ja ichsage dir Lucili , ein Heiliger Geist woh-net in uns/ein auffmercher und Hüter/beyde unserer guten und bösen werckerdiestr / wie er von uns wird trackiret/so traetirek er uns wieder: Ikcin stom-mer mann ist ohne GGtt. (/)

(y) Barclai i.c. § 14- p.u$.& n 6 . scqq. (z) AmesJ. c. p.67. seqcj. Penn de \S/aarheyc ontdekt enverhoogt p. , 6 . Add. Barclajus Animadvets.adNie. Arnoidi Exercit.p.28.

30. Auff den gemeinen einwurff aber/Vo»ge.daß dennoch niemand dieses Licht oder Ein-wißbettgeben des Heiligen Geistes von seinen eige-Mnen gedancken unterscheiden könne / sa wol^'^/gar zu allen fünden und schänden/unter demvorwand einer Offenbahrung könne gebrachtwerden/antworten sie folgender gestalt:Deuuhiedurch erkennen sie den Geist GOk-/ _ . .. / von bksskü^ese

tes / und dessen bewegungett..

dem Geist dieser Welt / und dessen ftgiFetfuaOfrischten: daß der Geist GVttes alleKkwissengottlosigkeit verdamniet / und zurSssf z reü^