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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Th. II. Buch XVII. Ccip.XX.

Zahr«vc. stücken darauff/ daßsieCHRistoalleinealles zuschreiben/wie ihre bisherige crklarun-VonGot- gen gewiesen haben. Da sie denn auch aufftcs ein- diejenige anklage geantwortet /daß sie vorga-wopouiig. ben/einjeder hätte den gaNtzen GOtt Chri-stum und Heiligen Geist in sich / welches sievor eine grobe und gotteslästerliche Unge-reimtheit halten. »Hingegen setzen sie /daßdie erleuchtung zwar von GOtt oderCHri- sto sey / jedoch sey darum der gantze GOtt oder CHRistus mehr nicht in einem men-schen/ als die gantze soNne oder luffr in ei- nem jedem hause oder kammer. Wie also die!>> Schrifft hievon rede / Joh. XIV. 3. X VII.18. ro. Coli. 1 .26.27. i.Con XIII. 5. 6 a 1 ,IV. 19, &c. (in)

(i) Thesi VI. $.24» P ,I 2 3 . (U Vid. Th.Xl.J-7.8.9.10.12 21.21 2p,&c. ( 1 ) Copye van ce-

nen Briet. pag, 16 . 17. 20. Conf. Schcwen l.c.Edward ßourrough Srandaert Cap.Vll.pag.9.lsiaäc Penningth'on Weg des Levcns pag. 2p.Penn Fölbcrung der Lbristen pag 67. Lcc.

(m) SchlÜssil n. 2. p.li.

34. Mit dieser bißhero erzehlten lehre ha-Bo» ben sie auch ferner erweisen wollen / daß sieKHRisti CHRisti Gottheit allerdings erkennen wi-Gotrpen/tz^. diejenigen/ welche sie dißfalls des gegen-thcils beschuldiget. Diese gründ - lehre(schreiben sie) daß LHRistuö alle men-schen erleuchte/nach Johan.1.9. welchesniemand als derSchöpsscr allein thunkan/ beweiset ja überflüssig / das; sieglauben/er sey GDtt. Und sie erken-nen ihn auch warhafftig und aus-drücklich davdr/daß er so sey nach derSchrisst/nemlich GDtr über alles/ge-lobet in ewigkeit/ loban.i.i.Rom.IX.s.(n) XViv bekennen keinen andern Chri-stum JEsüin als denselben / der mitdem Vater war / durch welchen allesgemacht ist/ welcher da ist gestern/heute und in der ewigkeit/ und er ver-ändert nicht/sondern er ist GOtt überalles / gebenedeyet in ewigke it. Undda die zeit erfüllet war / ist er in demfleisch geoffenbahret / und nahm auffsich dieselbe Vkatur/ von welcher sietheilhafftig war / in welcher er auff-wuchß. (o) Aus welchen letzten Worten zu-gleich zu sehen ist / was sie von der Mtnschli-chcn 'i) larur CHRisti halten/wie wir obenauch Barclajum von Dessen Menschwerdungtinb und Leben auff der welk leden hörenr Ge-iEKl ^alc auch andere sich deutlich erklären/zumtur. stempel/ Wir glauben auch warhass-tig/daß er sey nach dem fleisch aus den;saamen Abrahams und Davids / undderenthalbcn warhafftig und eigent-lich ein Mensch / uns in allen dingengleich / alleinig fünde außgenom-men. (x>)

(n) Aactor des Schlüssels n. >0. p.,o. (o) Au-ctor Tihr! die alte Wachen, p.iz. (p) Schluss.

l.c. p. i).

3U Sonsten aber hat Barclay aus demVon 6ten Capitel Johannis von dem Leibe oderM?' KischimdBlutCHRistigesetzet/daßeseinNmleib/ AerstlrcherLeib sey / weil er vom Himmelgekommen / welche herabkunfft vom him-

mel die andern Religionen dem Leibe CHri-sti/ der aus Maria gebohren/ nicht zulassen^ *«:'wollen. Weil nun das Fleisch / davon«^"'"'CHRistus im Lyren 32. 48.; 1. p f. p 6tenvers rede / vom Himmel kommen sey/ v. s 1.--auch lebendig mache und das leben gebe/"v. 33. so. si^ sz. 63. so schliesset er / es«müsse ein geistlicher Leib seyn / der allein«die seele als einen Geist speisen könne / und«wodurch man ein Geist mit ihm werde«i.Corinth. Vi. 17. Daraus er endlich se-tzet : Gleich wie ein ausscrlicher sichr-m wiebarer leib und tempel JESU CHriststicGla».war / der seinen Ursprung aus der ^ EJungfrau Maria genonnneir / «IfÄf*rst da auch ein GcrstUchcr Leib Lhrr- schaff,^,sti / durch welchen er / der da war das beo/Wort im ansang bey GGkk/undwarund ist bey GDtk / sich selbsten zu al-len Zeiten den Menschen offenbahrcce/und wodurch die Menschen,zu allenZeiten seines ewigen lebens konrentheilhafftig gcmachcc werden / undgeMeinschasst mit GDtt und LHnstohaben/ i;Cörinth.X;3.4; bey welcher sachter erinnert/daß wol viele jcnen/beym joU 1,

60.61.66. gleich seyn würden / die sich dar-'an ärgern / und nur auffs sichtbare sehen/nicht aber das herfahren möchten / wodurchdie Heiligen täglich genchret und gespeiserwerden, (g) Welches er anderswo aus de-nen bcschrclbungen derSchrifft herführcr/dasie CHRistum das Haupt /denWcinstock/den Dlann / Bräutigam/ u.s.f. nennet / dieGläubigen aber seine GKeder/Reben/Braulund dergleichen, (r) In welchemauch die andern schreiben: wer dasWört^M-OGOtces ^>Esüm LHRistum mcbt 0 ^bekeimet / daß er so wol in ihm iusFleisch gekommen/als er in der Jung-frauen Maria ins Fleisch gekommen/und zu Bethlehem Mensch gewordenist: der ist der Wievcr-Lhrist.(-)

(4) Thesi XIII. §. 2 . pag. 3?2. sieqq, ( r) Th. VI.

§. pag-9» .93. (. s ) William Caton Schall

der Warheit p.it>.

z6. Bey dem Punct von der Heil. Drey-einigkeit haben sie sich bloß an die worte derSchrifft gebunden wissen wollen / und diß-falls also erkläret: wir loben die Hei-Vondulige Dreye oder Dreyeinigkeit desVa-^Dttpters/Worcs undHeiligen Geistes nach^EdderSchrifft/und daß diese Dreye war-haffcig und eigentlich eins scyn/stwolvonernerlT^atur und willen/ Joü.l. i.XlV.9.10. Rom.iX.f. i.joh.V.7. Wirsind aber sehr zart und bedencklich dieSchrifft-weisc und deren rcdcns-arkeitzu verlassen/ und der Schulgelehrteüihre / als da ist Personen und sclbstämdigkciterr anzunchnicn. Und wir ur-theilen darneben dieses vor eine all-zu sorgfältige Untersuchung in diesenhohen undGöttlichcn relarlonenund an-dern spekulativen: strchen zu seyn / wel-ches ob es schon in warhcit so wäre/so dienete es doch wenig zu der Gocc-WM^seligkeit / und noch weniger zuniFnc- ^