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Gottfrid Arnolds unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie : von Anfang des Neuen Testaments biss auf das Jahr Christi 1688
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Th.n. B.xvii-Cap.xx.

/ befohlen seyn ; jedoch weil sief** c m mir scharten besserer dinge gewesen/<rlo hören sie bey denen anst / welchedas westn stlbst erlanget haben, (t)Und von dem geistlichen Abendmahl saget erweiter hin: Dtefts tsr das waryasstlgeAbendmahl des HERRN/ dessen-je menschen thellhassttg werdenwenn sie die stimme CHristi hören/und öffnen die thüre ihres hertzens /^poc. in. 20. Also daß das Abend-mahl des HERRN/ undmrtdemHERRN das Abendmahl zu hal-ten und simes leides und blutcS lhetl-haffttg zu werden / ist durchaus nichtan den gebrauch oder die cercmomendes brodbrechens oder weintrinckenszu denen gewiß gesetztenzeitcn gebun-den : sondern es wird warhaffrig undwürcklich genossen/so offtsich die fielezu diesem licht des HERRN kehret/wird des himmlischen lebens thcil-hafstig /und fühlet dasselbe/ wodurchder innerliche mensch genehrct und un-terhalten Wird. (u) Auffdie Schriffr-' Von den stellen aber/ da die Historie dieser Handlung er-rillse. zehlet wird / mercken sie an/ daß X1arcu5 undtzungs, Lucar die geschichtenur bloß erzehlen/der be-M' fehl CHristi aber / daß mans zuseinem ge-si womn. tsjun wolle/oder wie es Paulus

ausdrucke/den t0d desHErrn Verkündi-ge/ i.Lor.xl.26.gehe garnicht auff diege--meinschafft des leibes und blutes CHristi /sondern sey nur ein abwcndliche anbehör zudemaufferlichen tod CHristi am (reutz gewe-sen. Es habe aber CHristus das brod undwein sein leib und blut genenner nach seinergewohnheit / da er unter natürlichen dmgenimmer geistliche vorgestellet/wie unter andernbeym Wasser/ Joh. IV. 14. Paulus nennetezwar das brod eine gemeinschafft des leibesCHristi / r.eor. x. 16. gcdtncke aber mit kei-nem wort des ausserlichen Abendmahls / in-dem ernurvon dergeistlichenspeise derer altenJuden auffdieCorinther schliesse: sie wür-ben sich durch fänden der gemeinschafft desleibes und blutes CHristi selbst berauben v.2i. wodurch er nicht den gebrauch des äusscr-lichen brods und weins verstehe / dessen jqauch diejenigen theilhafftig werden tönten /die den kelch des Teuffeltz.trincken: wie erdenn auch von dem geistlichen einem brod v.17. rede. 0) Uberdiß habe CHristus so offtevon dem geistlichen brod und wein zu redenpffegen / welchen rnan in neueschläuche fassen. müsse /und der zu dem innerlichen Reich ge-höre/ darinneners neu mit ihnentrincken wol-le/ weit sie ihn als das wahre brod damalsnoch nicht erkant hatten /joh.X 1 V. 1. 2. 3.Matth , XVI. 28.' XXVI. 29. Mare. XIV.2s. Luc. V.37. XVII.20. joh,VI.f3.-63.Im Übrigen sägen sie bey: wir verwerf-fen diese fad)ctt nickt / |ortt>em weilwirwarhasstig in ime die jache selbstempfinden/ welche das wasier/ brod/ n.

bedeuten/so unterlassen wir jeneals mmmehro erfüllet/ und haben hin-

führe nur einenHErrn/ einen glauben/2^^.eine Laufst/ ein brod und einen becher^ «ocder dancksaAung/ welcher ist der neue LXXXWlwein desLonigreichs/ Eph. IV. 5. Marc.iV.25, i.Cor.X. 15. 16,17. (y)

(c) Barclajus Thes. XIII. pag.zzi. (u) Ibid.J.

3- pag- 337- (*) ld=m Ibici, s. f. seqq.

pag.j40.seqq. H GchlÜsskl n.14. pag. 4 j,

Conf. Barcl. Catecli. Cap. XI. pag. 89. &

Rettung der Wach. pjg. 17. itemAninudv.

adv, Amoldum pag. & omnino Will.

Schevven ©IslOb und Erfahr. Cap. Ix. Ge-org Fox Vorstctlungvvndem Adendmaldes

HERRN.

4 +- c So wir nun diese vornehmste stücke^^»«.der ausserlichen Übungen vorbey. gchcn Fer Äund weil sie am innern wcsendlichm genußgesmi.und besitz gnug Hütten / auslasten/ haben siMauffüberhaubt allein auff das^innerliche geistliche^E-und unsichtbare getrungen/nemlich aust Datällicht oder Christum selber / in welchem ^'sie alles zusammen schliessen. Arie denn/zumal ihre eisten schrifftcn durchgehcnbs da-hin zielen / als z. e. der bricff des LmstmiaLurH', welcher wider dieses urtheil gestelletist / das alle diejenigen / die nicht t>ie M #ausserlichen siitzung/von Laufst Abend-zichungmahl und kirchgehen gebrauchen imtmnicht durch den Geist G O T-Enli«LEG geleitet waren. Ingleichen die^^'dfi angehängten fragen an den weg zmgKönigreich an alle diejenigen / die hieUnterweisungen GOTTES im Geistleugnen / und die das volck immerhinwollen stst halten in der menschen -lehre aus deni buchstaben/ welche alle-zeit lernen / und doch nie zur erkanr>nüß der warheit kommen« In jenenfindet man diese und dergleichen summaricn.'

Di? grossen welk-undSchrifstgelehr-ten stno die grösten Verfolger der Got-tes-und Geist-Gelehrten/ Acten. XXX,so, XVII, 17. i,Cor.II.8, Rom.X. 2. Dieäusserlichen Juden sind durch den äus-ser! icken laut der Schrifst verleitet/6ei,.XliI. 13, Levit. XXlV.3.8. und dieauswendigen Christen sind in eben sol-chem mißverstand / ob sie wol keinenso klaren beweist von ihren Lehrernund Sacramenken haben / als die Ju-den gehabt. Der äusserliche Umgangmit Christo und der buchstaben warden Aposteln nicht gnug ohne die krasseund Geist Christi in ihnen. Zu demgeistlichen Reich des ewigen Sohnesgehören keine äusserliche zeitliche sa-tzvngen / ob sie wol die Apostel ge-brauche haben / als Paulus die beschnei,düng/ Actor .. XVI. 3. XXI. 26. Gal.lV. IT.

V. 2. CHRISTUS ist daß ende desgesttzes und aller ausserlichen fanungcn/die nurfihatten sind vondem welches er

der leichnam selber ist/LoI. 1 I.lrEbr IV.lv.

Gal. II, 20. Philipp. II. IZ. l.Cor. XII. 6 .Ebr.IV. 12. 7 4. Durch die schatten aberwerden die einfältigen zurück gehal-ten von dem wahren wcfin/daß sieeSnicht suchen und gem'csien. Vielerussen/hier ist CHristus/ da ist Chri-stus: