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TH.H.B.XVII. C-XX.
s^uve.„Ihr Gottesdienst und übuttg ist ohn einigb"'»vL, ..qe«,änge oder cemnonien/und wird allemBeschm"'.,im stillschweigen verrichtet / oder meinerbung ihrer..stillen auffmercksamkcit auff den Geist / bistversamm^.six Der Geist zu reden erweckte / und ais-fungea, bestund es in ermahnungen / daß ein„jeder sich selbst prüfen / und die würckun-„grn des Geistes / lichts und worts im Her-men betrachten solte / auch sich dessen bc-, steiffigen / worinn er sich selbst vttläugncte„und GOTT unterwürffe/ daß er sich auch„bereitete zur busse/ besserung des lebcns/ be-„scheidenheit t Massigkeit / warheit und„standhafftigkeit im Worten und wercken/„und zu allen solchen wercken/ welche denen„menschen anstehen / und zum fried und ein-„tracht unter allen dienen. Dabey erauch gcsiehet/daß man an ihrem gantzen leben„sthcn können/ihre wcrcke lräffen unit dem„werten überein.(c!)
(c) I, c. pag. t46,seqc]. (d) Hist, Lib. I. pag. 41.
& Lib. II. p. 199.
^brcttici' 47. Daraus kan man leichtlich sehen/»ung von was sie insonderheit von den stücken des ge-deneu ge. meinen kirchen-dicnstes halten. Denn vonwöhnl!- hm predigten / wie sie insgemein geschehen/^urtheilen sie also : Dieweil diese fonder-"" a/ bahre menfihen oder Prediger nichtdeßwegen dahin kommen / daß sie denfinden/ und auff die inner-liche bewegung und wurckung des Gei-zes warten/und also beten möchten/wie sie sich selbst durch den GeistGVCCES hiezu getrieben /'und be-weget ZU seyn befinden / und wie er ih-nen auszusprechen giebt / also daß siekönten ein Wort zu rechter zeit reden/die Milden fielen zu ercsuicken / und wiees der gegenwärtige zustand der Her-yen des volcks erfordere / erleidende/Und dcm daß <£>(!>£<£ durch seinen Geist so wolfindn en die hertzen des volcks zubereiten / alsrarauss- atfC fy dein Prediger/was vor dieselbenbehörlich^ und bequem vorzubringen/geben möge. Sondern ein solcherschmiedet so etwas in fimer stu-dier-stube / Nach stinem eigenen wol-len / durch feine 'Menschliche Weisheitund gelehrtheit zusammen/ stielet dar-zu aus den buchstaben der Schrifftdieworte der warheit / und füget selbigenein aus anderer leutc fihrifften und be-' merckungen zusammen geraspeltes we-fen bey / um st viel eine stunde zu re-den austragt / und die fand- uhr avs-laufstn kan / und ohne erwarrung or-ber empfindung des innerlichen einsius-ses des Geistes GDTTES / so pre-diget er aufsein ungefähres gerade woldaher/ es sey gleich nach dem zustanddes volcks bequem oder nicht; undwenn er nun feine predigt geendiget/söthut oder liefet er auch in seinem eige-nen willen sein gebet. Und datmitWieMch^^b gethan/und also fein werck einderselben ende. (e) Viel meinen/sie gehen GOt-unfmcht. tesworeZU Hören/da sie doch von dem
ren - Niemand aber kan Gottes v/srtpredigen / der es nicht aus dem murtöe LmvmZOLLES empfängt/ Jcr. XXIri.i t miLi.30.z2. Christi Diener die reden durchseinen Geist / menschen Diener durchmenschliche klügheit und natürliche re-den/rc. ( f) Sie gehen aber noch weiterob auckund beruffen sich auff Lutherum / welche, weidervor gewiß gehalten / daß ein jeder wah-mdigmrer'Christe (nicht allein ein Mann/ sondern^»-auch ein Weib)ein Prediger wäre. (g)
Und sagen dahero von ihren gemeinen: Eswird der freyen gäbe GDttes überlas-sen einigen zu erwehlcn/wclchen er hie-zu bequem zu seyn achtet/er sey reichoder arm / Herr oder knecht/ ja mannoder weib / und diese / die dergestalt betvufstn sind / machen das Evangeliumwahr / in dem sie in der kraste und demHeiligen Geist predigen/rc (h) Wel-ches sie denn auch aus denen gcschichtcndcrersten Christen und karribur, sonderlich ja-üino > 4 arryre. IrenLO, l'ariano, Llememe
/yiex. und Tertulliano herführen. Auff dieSttc l.cor.xiv.34. I.lim.ll. Il.antwor,
-ten sie / es sey da nur denen schwatzigcn webbern verboten ; weil er zuvor die ordmingder predigten / auch der weibcr insgemeingezeigt hatte/und sonst die Apostel es zu-gelassen und gclobet/ausscr der fall dieses ia-sters / Apost.gesch. 1 l. 17- xxl. z. 6 sl. 111.
28. See. (i) Wiewol auch von ander» umgemerckcr wird / daß diese gcwohnbcit blß-hero unter ihnen gar sehr abgekommenwäre. (k)
(c) BarclajusTli. Xl.n.j. pag. 149. (f) Benja-
min turly Copyc van ecnen Briet pag, 25.seqc|. (g) Barcl. Th. X. f. 9. p. aoi. (hjlbid,
5.24. pag 127. (i) AiKtor Declarationis ad
Hist. Crces. p. 121. (k ) Croosius Lib.I, Hist,pag.
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48. Im Ansehung des gebets erfordern sie De Ich.gleichfals unumgänglich/so wol das wachcimvvmgr.und warten der fielen auff die bewegung^/des Heil. Geistes / als dessen kraffc und ein»siuß selber/aus Marth.26/4l. Marc- iy3Z.Luc. Li/ 36. i.Pclr. 4/ 7. 'Sie theilenauch das gebet in das innerliche und auf Und Mfetlichc/und jenes nennen sie/wenn sichdcmmi>mdas gcniüth im verborgenen zu Gotk"^"'kehre/ und fo es durch das licht Christiberühret rmd erwecket wird in cmpsin-dung seines elendes auff Gott sehe / sich'Mit dem verborgenen schein des saa-mens GDttes vereinige/und mrt demZU GDtk sclrfftzemud sein verlangen be-harrlich ausschütte/welches denn ohnunterlaß von den gläubigen geschehe/Luc.i8/1. r-Thcss. s/ 17. Ephes.6/18. Luc.21/36. das äusscrlichebeten geschehe/wcin»der Geist durch mehrere bewegungGVttcs stärckc und frcyheik erlangem stufftzcn oder Worte auszubre-chen/rc. (1) Von denen vorgeschricbcnmVntc-gebets - formcln aber urtheilen sie also rmngckt.Welche ruchr dasjenige haben / fo ihrerfchwachheic auffhllffk/(ncmlich den Hcili-^.gen Geist / l<om Vin. 26.) müsse» zu denbüchern larrfstn / darinnen sie geformir,ro Worte finden/die sie mir einem ei-
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